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Spital als Lebensform - Österreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit, Volume 2
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Page - 507 - in Spital als Lebensform - Österreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit, Volume 2

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I. Österreich: Hofspitäler (Edition Nr. 1–16) 507 ö(sterreichischen) hofcamer die nachlesßige arbeithen anzeigen, sonsten aber in kauffen und dergleichen allein, was recht und billich ist, bezahlen und von yedem, was er also zahl und iber ain gulden ist, zettlen und schein nehmen, daß er dieselben neben der raithung aufzulegen habe. [30.] 30mo Hat er, pfleger, denen drey ehehalten, wie oben einkhomet, der außwahrterin 8, der köchin auch 8 und der thiern 7 xr. und yeden ain par schuech nebst der cosst und tranckh, wie die pfriendtner geniesßen, zu raichen, hingegen soll sye, außwahrterin, wie der pfleger selbst erstlichen söchen, das die gesunden pfriendtner in der fruehe in somer umb 6 und in winter umb 7 uhr aufstehen und nach verrichten morgen gebett in die kürchen gehen, unterdessen die zimmer bey denen pfriendtnern vleisßig auskhören und bötten, [415r] wann sye aber allein diß nit verrichten khann, solt die köchin oder diern ihr helffen, ebenfahls soll sye, wahrterin, daran sein, daß die pfriendtner auf mittag umb 11 uhr und auf dem abendt umb 6 uhr ihr esßen und trinckhen gueth und sauber von der kuchl und keller bekhomen, und das sye vor und nach dem esßen das gebett vleisßig verrichten und unter dem esßen erbar sich auffiehren, auch das kheiner davon außbliebe, wann aber in ain und andern etwas geschehete, solle sye es gleich dem pfleger andeithen, auf das die straff khan vorgenohmen werden, nach dem essen aber ist die köchin gleich dahin anzuweißen, das sye die ibergebliben speißen zu handen nimbet und aufbehaltet, absonderlich hat sye die kranckhen recht und wohl zuverpflegen, das ihnen an seel und leib nichts abgehe, inmassen dan, wan ein pfriendtner erkhranckhet, soll die außwahrterin ein solches gleich [415v] dem pfleger andeithen, damit was zu disen vonnethen, alle anstalten khönnen gemacht werden, were aber nottwendig, daß sye, wahrterin, beständig mueß bey den kranckhen (auf das der kranckhe nicht vernachlessigt wirdt) verbleiben mieste, hat die köchin oder diern das tägliche pötten und khören al[so] zuverrichten, solte sy, außwahrterin, aber eine ybrige zeit haben, were solche zeit für das spithall mit spinnen oder nähnen zue zubringen. [31.] 31mo Solle die köchin vleissig obacht geben, auf das verhandene kuchelgschür und speis, was sye unterhanden hat, absonderlich auf die speißen, so nach den esßen von denen pfriendtnern aufgehebt werden und widerumben zuverkhochen seint, damit nichts zu grundt oder beyseiths gehe, sye solle auch, wan sye auf den plaz oder marckht geschickht wirdt, gueth und umb einen billichen preiß einkhauffen und das eingekhauffte gleich dem pfleger zeigen und darbey vermelden, waß in vorrath an speißen [416r] und anders verhanden seye und so dan erwarthen, waß ihr hervorgegeben und anbefolchen werde, weithers solle sye auch der außwahrterin beispringen mit pötten, khören und anders, wan sye, außwahrterin, bey denen kranckhen verbleiben mueß und die andere arbeith nit versächen khan, ingleichen ligt ihr ob, auf dem garthen und kreütlwerch obacht zu tragen und so fern die o(ber) ö(sterreichische) hofcamer mit der zeit besser zu sein befunde und anbefelchen wurde, die spithall güetter selbsten zu arbeithen, das hey und gruemath wittern und ein bringen zu helffen, auch sonsten wan die zeit erfordert, in allen mit zu helffen, die ybrige zeit aber soll sy für das spithall mit nähnen und spinnen zuebringen. Wohingegen [32.] 32do die hauß diern verpunden ist, alle andere arbeith, so das spithall anbetrifft, es mag sein, wie und was es will, zuverrichten, auch wan etwo mit der zeit anbefolchen wirdt, die spithall güetter [416v] selbsten zu arbeithen und vieh zu halten, vleissig auf das vieh obacht zu geben, dißes recht zu füetteren, auch zu rechter zeit auf und ab der waidt für zu lassen; item die milch und den butter sauber und vleissig zu besorgen, so dan dem pfleger täglichen anzuzeigen, was an kälber, milch oder butter und sonsten vorhanden,
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Spital als Lebensform Österreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit, Volume 2
Entnommen aus der FWF-E-Book-Library
Title
Spital als Lebensform
Subtitle
Österreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit
Volume
2
Authors
Martin Scheutz
Alfred Stefan Weiß
Publisher
Böhlau Verlag
Location
Wien
Date
2015
Language
German
License
CC BY-NC 3.0
ISBN
978-3-205-79639-8
Size
17.5 x 24.7 cm
Pages
722
Category
Medizin
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