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Spital als Lebensform - Österreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit, Volume 2
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Page - 533 - in Spital als Lebensform - Österreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit, Volume 2

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III.2 Tirol: Hall/Tirol – Bürgerspital (Edition Nr. 22–26) 533 III.2 Tirol: Hall/Tirol – Bürgerspital (Edition Nr. 22–26) Nr. 22 Ordnung des Bürgerspitals in Hall/Tirol. Hall/Tirol, 1553 Juni 6 Archiv: StA Hall, Urkunde Nr. 512, fol. 1r–13v Druck: MoSer, Hall 620–625. Rückvermerk: 1553. Aines ersamen rats der stat Hall spitalordnung. [1r] Hernach volgt die spitalordnung, so ain ersamer rat der stat Hall im Ynthal zu nutzparlicher haushaltung und ersparung uberflussigs uncosten fürgenomen, gemacht und beschlossen hat, doch alles und yedes auf wolgefallen und widerrueffen aines rats und irer nachkhomen zu mindern, zu meren und zu anndern. Beschechen am sechsten tag des monats Juni im fünffzechnhundert und dreuundfunffzigisten jar. [1.] Den pfrüentnern gibt man auf der obern pfruendt und sol in geben werden laut irer verschreibung Erstlichn dem Ruep Zimerman und seiner tochter gibt man yez all tag zway maß wein; item all tag zu yedem mall vier richten unnd in der wochn zway mal pratens, als am Suntag unnd den Mitwoch; item mer ime unnd der tochter all wochn siben laib prot; [1v] item in der Vassten all wochen vierzechn häring; item ime alle wochn, zu versteen im winter von Michaeli biß Georgi, fünf kerzen und zu Ostern und Weihnechten umb zwen kreuzer weisprot; item jeden zway par schuech, im winter zway fueder holz zu seiner pehülzung unnd aus gnaden sol ime im winter ain khärl vol holz mer geben werden, doch auf widerrueffen unnd sover es die pillich notturfft erfordert; unnd haben ain zimer als stubm und camer, doch dieweil sein hausfrau abganngen, steet bey aim ersamen rat, ain anndere erbere pfruendtsperson zu ime zu tuen. [2.] Item dem Aichperger und seiner hausfrauen gibt man all tag dreu drinckhen wein unnd all wochn siben laib prot; item den tisch der obern pfruendt wie obsteet. [2 r] Item im winter, als von sanndt Michaelstag biß Georgi all wochn fünf kerzen; zu Ostern und Weihnechten das weisprot wie dem Rueppn; item all wochn zway mässl mel unnd all tag umb zwen fierer milch; item die zway par schuech yeder person; item in der Vasstn all wochn viertzechn häring; unnd hat stuben und cammer. [3.] Item der Prunhauserin all tag dreu fraggel wein; all wochn drey laib; all wochn drey kertzen von Michaeli auf Georgi; umb zwen kreuzer waizenprot; all wochn vier häring; zway par schuech [2v]; all quattember pargelt dreytzechn kreuzer und ain fierer; item den tisch auf der obern pfruenndt; unnd hat ain camer. [4.] Item der Thoma Greder von Schwaz hat sein pfruendt auf der obern pfruendt; erstlich prot genueg; all Suntag und feyertag ain drinnkhen wein; zway par schuech; all
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Spital als Lebensform Österreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit, Volume 2
Entnommen aus der FWF-E-Book-Library
Title
Spital als Lebensform
Subtitle
Österreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit
Volume
2
Authors
Martin Scheutz
Alfred Stefan Weiß
Publisher
Böhlau Verlag
Location
Wien
Date
2015
Language
German
License
CC BY-NC 3.0
ISBN
978-3-205-79639-8
Size
17.5 x 24.7 cm
Pages
722
Category
Medizin
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