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Spital als Lebensform - Österreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit, Volume 2
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Page - 544 - in Spital als Lebensform - Österreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit, Volume 2

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544 III.2 Tirol: Hall/Tirol – Bürgerspital (Edition Nr. 22–26) [24.] Item in der kirchen sol man allenthalben neue formliche stuel für mans- und weybspersonen machen lassen. Sol das holz und laden vom spital bestellen und die arbayt ainem tischler andingen, und die tottenpar hinder der thür sol daselbs weggethan werden. [7v] [25.] Item die gleser zu waschen und, welche stuckh darynn nymer gut wärn, mit scheybn auszuseczen, damit es in der kirchen dest liechter werde. [26.] Item die hülzen kamer oben hinder Kainels gemach, auch die hülczen cämerl im winckl vor des Trullers stuben sol man außprechen und die wegtun. [27.] Item man sol die rynnen im spitalhof oben unnder dem dach, die vast erfault sein, versorgen und die geleger von stainwerch einmauren. [28.] Item man sol den spitalhof vom obristen bis zum unndrissten an allen vier orten der gemeur mit ainem wurff verswaissen und weissen, damit es in demselben hof dest liechter werde. [8r] [29.] Item unnden das gewelb vor der Loterstuben, der sal obenauf vor dem Kainels gemach und der sal vor Trüllers stuben sol aller verworffen, verdunicht und geweist, damit es daselbs dest lustiger werde. [30.] Item der ubrig caplan sol in der Pamkircherin gemache, darynn sein ligerstat und wonung zu haben verordnet werden. Man soll im auch dieselben stuben windterzeiten einhaytzen, das er darynn peten und sein andacht haben müge. [31.] Item im hindtern tail des spitals, da die pfrundtner ir cämern und gemäche haben, sol man die camer im Egkh ausprechen, damit das liecht daselbs einfallen müg; so werden diselben gemach an lufft und liecht nit manngl haben. [8v] [32.] Item bey denselben orten nachend beym secret daselbs sollen zwo camern gepaut werden, in der ainen die narren und in der annder die närrin ire ligerstet haben sollen. Die mügen sich des secrets daselbs gebrauchen. [33.] Aber die anndern phrundtner alle mügen sich des secrets im ganng, da der Stöcklin camer ist, zu irer notdurft behelffen. [34.] Item was von kot, stain und beschutt auf den esstrichen ligt, sol herab geraumbt werden, damit es die pöden nit also beswere. [35.] Item der dächer halber gut aufsehen zu haben, damit gehültz derselben nit erfaulen und sunderlich ob der kirchen, und wo man die ain seiten gegen dem pach nit [9r] füglich pessern möcht, sol man gut, wolgeprennt flachziegl machen lassen und yetz halben tail und ain anndermal aber mer und also für und für, wo es am nötigisten ist, mit flachen ziegln deckhen, damit es zu ainziegen alle in ain flachs dach bracht werde. Das wyrdet gut und ring sein, und mag sich weder snee noch regen darauf enthalten. [36.] Item ain ersamer rat hat beslossen, nu hinfür alle jar ainmal zway oder so oft notdurfftig ist, samentlich hinab ins spital ze geen, dasselb visitirn, alle notdurfft besichtigen, auch das pesst und nutzist zu hanndln, damit den stifften gelebt, alle notdurfftigen besorgt und gut ordnung mit allen sachen darynn gehalten werde. Nr. 25 Ordnung (Direktiv-Regeln Kaiser Josephs II.) der verschiedenen Versorgungseinrichtungen. 1781 Juni Archiv: TLA, Kammerregistratur, kaiserliche Resolution/Einlauf 1781 Mai 24, Fasz. 432
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Spital als Lebensform Österreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit, Volume 2
Entnommen aus der FWF-E-Book-Library
Title
Spital als Lebensform
Subtitle
Österreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit
Volume
2
Authors
Martin Scheutz
Alfred Stefan Weiß
Publisher
Böhlau Verlag
Location
Wien
Date
2015
Language
German
License
CC BY-NC 3.0
ISBN
978-3-205-79639-8
Size
17.5 x 24.7 cm
Pages
722
Category
Medizin
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