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Spital als Lebensform - Ă–sterreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit, Volume 2
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Page - 567 - in Spital als Lebensform - Ă–sterreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit, Volume 2

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IV.3 Salzburg: Salzburg (Stadt) – Bürgerspital, Bruderhaus und Leprosenhaus (Edition Nr. 31–35) 567 [5.] Item als offt man ains oder mehr im spitel speist mit dem hochwirdigen sacrament oder mit der heyligen ölung berurt, so sol ain yeglichs, es hab die pfrundt oder nit, mit dem sacrament geen und da beystanndt thun mit seinem getreuen und andechtigem gebet. Wer annders gefunden wurde, dem sol dy pfrundt desselben mals genommen werden. [6.] Item es sol auch ain yeglichs vleis haben, so man ain leich zu dem freithoff drëgt und begrebt, daselbst treulich pitten umb desselben menschen seel und umb all der mennschen seel, dy in dem spitel freithoff ligen und begraben sinnd und umb all gelaubig seel. Wer aber von blindhait oder kranngkhait nit mit der leich geen möcht, der beleib in der kirchen oder in der stuben nach statten und ir vermugen ist, und volbringen ir andechtigs gepet, wie vor gemellt ist. Wer aber dawider thät und unbillichen versaumet, alsofft das beschicht, dem werd die pfrunndt desselben tags genommen und vorgehalltenn durch den unndtermaister etc. [126v] [7.] Item es sol auch ain yeglichs, das vor krangkhait mag, bey dem gotsdinst, so der gehabt wirdet, volkomenlich von anfang bis an das enndt sein, auch bey ganntzer vigili beleyben und treulich pitten umb all stiffter und stiffterin seelen und alle, dy in hilff und treue zu dem spitel geben haben, todt und lebendig. Wer das also nit thät, als offt es erfunden wirdet, alsofft sol ime die pfrundt desselben mals genommen werden von dem unndtermaister. [8.] Item so ains in das benannt spital aufgenommen wirdet, sol dasselbig geloben ainem yeglichen spitalmaister, alls seine hab und gut ime zuegehorig in das spitel mit im bringen unnd gebracht werden. So aber das nit beschähe unnd ains des begriffen wurde, so sol dasselbig on mittel aus dem spitel geschafft werden und dawider kains gepet geniessen. Es mag auch ain yeglichs imm spital solhe, sein hab und gut brauchenn, niessen und sein pfrundt damit pessern und annder sein notturfft damit ausrichten on gever. Und als dann, was ime [127r] überbeleibt, darnach sol kainer seiner freundt zusprechen haben, noch nyemand von seinen wegen. [9.] Item es soll auch ain yeglichs, das es khommen ist in das spitel, auch ee ansteen an dy pfrundt nach alltem herkhommen und gewonhait. [10.] Item es sol auch ain yedlichs, daz in das spital khumbt, sich benugen lassen der pett stat zeligen, auch der sytzstatt in der unndtern und obern stuben zesytzen, als ime der spitalmaister anzaigt, aufzezaigen on widerred. Welher aber sich des nit benugen wollt lassen, das sol des spitel gar geraten. [11.] Item es sollen auch durch den spitalmaister oder sein geschefft in der oberen stuben geordent werden ain erberger, vernunftiger und beschaidner mann und ain beschaydenns weyb, daz dy still unnd rue schaffen, treulich und ungeverlich gut mitler und mitlerin zusein, zbischen der annderen krieg, schenntwort, fluechwort und annder unfueg und ungerat undtersteen und unndterkhommen und abzeschaffen. Wer ine aber [127v] des also wider sein wurde und solhs billich und fruntlich ablegen verachtet, des sol von dem spitlmaister oder unndtermaister nach verhanndlung gestrafft werden, in dy keuchen zelegen oder die pfrundt genommen oder gar aus dem spital geschafft sol werden, nach dem und der hanndel volbracht wirdet und dy widerspännigkhait auff ir tragen ist etc. [12.] Item es sollen auch zu der unnderen stuben durch den spitalmaister des geleich, wie erst begriffen ist, zwo erberg vernu[n]ftig, beschaiden frauen geordennt werden, allen ungerad zwischen der annderen daselb unndersteen, ablegen, rue und still schaffen. Auch darob sein bey ainem yeglichen, daz dann aines oder meer unnder hannden hat, daz dem
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Spital als Lebensform Ă–sterreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit, Volume 2
Entnommen aus der FWF-E-Book-Library
Title
Spital als Lebensform
Subtitle
Ă–sterreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit
Volume
2
Authors
Martin Scheutz
Alfred Stefan WeiĂź
Publisher
Böhlau Verlag
Location
Wien
Date
2015
Language
German
License
CC BY-NC 3.0
ISBN
978-3-205-79639-8
Size
17.5 x 24.7 cm
Pages
722
Category
Medizin
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Library
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