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Spital als Lebensform - Österreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit, Volume 2
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Page - 602 - in Spital als Lebensform - Österreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit, Volume 2

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602 V.2 Kärnten: Klagenfurt – Bürgerspital und Armenhaus (Edition Nr. 41–46) [20.] 20tens respectu dißer praeliminar puncten umb beschaffenheit der zeit unnd ergebenden zuefällen nicht alles clar, lauther unnd umbständlich unnd volkombentlich vorgesehen werden kan, alß werdet respectu deren etwo sich annoch mehrer ergebenden umbständen ein vorstehender spitlmaister unnd dessen zuegebner dahin angenennet unnd befelchet, in ubrigen all jenes in der haußwirthschafft zu nuzen unnd fromben des spitals zu bewerkhen, dahin sonst einen ehrlichen mann sein zartes gewissen veranlaitet. [/] Matterial wiertschafft an s(alva) v(enia) viech und wie sich hierinfhals ein spitlmaister in legung seiner rechnung zu verhalten. [21.] 1mo Solle ein vorseyender spitlmaister künfftighin an pferdten (gleich wie es vor alters gewenlich gewessen) mehrer nicht dan zwey alß in mayr- und müllpferdt halten, unnd demnach, wana zu schwer unnd nöttige arbeith sein solte, selber lieber umb den lohn ainige fuehren aufnemben, alß derowegen durch das ganze jahr umb ein pferd mehrer halten solle, wardurch dan in der fuetterung ein mörkhliches ersparet würdt. Übrigens aber werdet deme gestattet, das, wan er zu bösseren nutzen ersichet, das von solchen pferten eines zu verkhauffen, er, spitlmaister, solches auch [/] verkauffen unnd hingegen davor ein anders erkhauffen möge, doch all dises solle mit vorwissen unnd in beysein des zuegebnens geschechen, alwo dan hernach er, spitlmaister, in solchen fahl, den einnamb vor das verkhauffte pferdt suo loco in gehörigen empfang unnd hingegen die außgaab vor das erkhauffte in die außgaab nemben kan. [22.] In simili 2do sollen einen vorseyenden spitlmaister daselbst in spitall an zög vich mehrer nicht alß auf das höchste drey paar ochsen (allermassen dan damit alle arbeith gar leicht bestritten werden kan) zu halten gestattet werden. [23.] 3tio Solle auch ein vorstechender spitlmaister an zigl vich mehr nicht halten unnd deme zu zigln erlaubet sein, alß was mit der aigen erzeigenden fourage [/] bestrütten werden kan unnd die nothdurfft an nachzigleten kälbern deren alten khüeen erfordert, wie dan bey widrigen befundt, das wan ein spitlmaister mehrer zigl vich halten unnd darzue hingegen ainige fourage von selben erkaufft unnd in dessen rechnung eingesezt werden solle, solches deme eo ipso außgestelt werden solle. Unnd weillen dan [24.] 4to auß denen rechnungen zu ersechen vorgekhomben, das von denen spitlmaistern ainiges viech erkhaufft, somit selbes geschlagen unnd davon über den hauß aufgang anwiederumben ainiges fleisch verkhaufft worden, solches aber ein ehrsamber magistrat uber keine wierthschafft findet, alß solle sich auch in das künfftige ein vorstechender spitlmaister von solchen viechkauff unnd abermahligen fleisch verkhauffen, ausser was die haußwierthschafft an solchen [/] hauß viech von selbst zur schlachtung gibet unnd ausser eines erforderlichen umbstandts, davon doch der zuegebne in allen wissenschafft tragen solle, gänzlich enthalten, übrigens aber solle er, spitallmaister, sich hierinfahls respectu des empfangs unnd vergniegung also in seiner raittung verhalten, wie solche schon bis anhero gewohnlichermassen geleget worden, nemblichen was selber in voriger raittung per remanenz gestellet, solle er widerumben in volgendter raittung per empfang nemben, dero selben auch das erkhauffte viech unnd die durchs jahr gefahlene kälber beysezen, in der vorgniegung aber das verkhauffte an ochßen, küee, kälbern unnd stieren, auch was erziglet unnd geschlacht worden, unnd was annoch verhanden, in die stöllung bringen. Unnd ob man zwar [/] a Folgt zu, getilgt.
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Spital als Lebensform Österreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit, Volume 2
Entnommen aus der FWF-E-Book-Library
Title
Spital als Lebensform
Subtitle
Österreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit
Volume
2
Authors
Martin Scheutz
Alfred Stefan Weiß
Publisher
Böhlau Verlag
Location
Wien
Date
2015
Language
German
License
CC BY-NC 3.0
ISBN
978-3-205-79639-8
Size
17.5 x 24.7 cm
Pages
722
Category
Medizin
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