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V.2 Kärnten: Klagenfurt – Bürgerspital und Armenhaus (Edition Nr. 41–46) 609
Von 120 reschetischen capital 6 fl.
Von 433 fl. sugartischen capital zu 6 per cento 5 fl. 58 xr. 2 den.
Von kruzingerischen capital, was yber des herrn beneficiatens besoldung jahrlich dem
spitall zuefallet, mit 144 fl.
Von 500 Englberth strugglischen capital das interesse zu 5 per cento mit 25 fl.
Dan hat ein spitlmaister jährlich [/] von einen herrn verwalter der hochgräfflichen
herrschafft Hochenosterwiz vor undterthaltung eines kevenhillerischen pfrientners gegen
schein zu empfangen 30 fl.
Mehr von der Eva krainerischen stüfftung hat selber wegen verordneter spent an interesse
ihres bey hochlöb(licher) la(ndsch)a(ft) ligenden capitals zu empfangen 16 fl. 40 xr.
Mehr von solchen Eva krainerischen capital wegen undterhaltung der krankhenwarterin
jehrlich 5 fl.
Dan hat ein vorstehender spitlmaister jährlich per empfang zu nemben die von den
geistlichen herrn Sibiz see(lig) dem spitall vermachte 12 fl., welche ein zeitlicher kürchen
brobst alda an den spitall zu bezallen hat, mit 12 fl.
[/] Fehrner hat ein spitlmaister alljährlich in empfang zu nemben jene grundtszünßungen,
welche von dem löb(lichen) pauzallambt collectiert unnd somit jährlich einen spitlmaister
bezalt werden, benantlichen mit 85 fl. 51 xr. 2 den.
Unnd diße dermahlen würkhlich abfallende unnd einnembende interessen werden
meniglich bey hochlöb(lich) la(ndsch)a(ft) general einnember ambt jährlich umb Georgy
verrechnet unnd bezallet, so per bericht angefüert würdt.
[36.] Übrigens aber (so ebenfahls zu künfftig tragender wissenschaft beygesezet werdet)
sein annoch drey andere stüfftungen obhanden, welche dermal ains dem spitall zuefallen
unnd von selben davor daß gehörige werdet administrirt werden miessen alß [/]
Erstlich ligen bey hochlöb(licher) la(ndsch)a(ft) 500 fl. peroisches capital, welches dahin
gestifftet, daß das davon jährlich abfallende interesse zu klaidung deren bedürfftigen
armmen verwendet werden solle, welches dan künfftighin, wan die nechste befreündte,
alß welche solche stüfftung vor dermahlen von selbsten administrirn, absterben sollen,
alßdan von einen vorstehenden spitalmaister bevolget unnd dise stüfftung verrichtet
werden solle.
2.a Hat auch die gnädige frau Anna Margreta Stögerin, eine gebohrne von Traunhoffen,
wittib see(lig), vermög ihres ruckgelassenen testaments de dato 26ten Marty 1712
verordnet, das dem aldassigen burger spitall von jenen 1.000 fl. capital, welche lauth
schuldtbrieff dat(um) 1ten Marty 1706 bey den löb(lichen) stüfft St. Paul ligen unnd
von ihro frauen testatricin zu undterhaltung des Ainfalts Lipl, [/] alß welcher sich
dermahlen zu Möchling in victu et amictu befindet, nach absterben berierten Ainfalts
200 fl. zuefallen sollen, von welchen 200 fl. hingegen er, spitallmeister alhier, verbunden
sein solle, auf ewige weltzeit alljährlich an lezten monaths tag Marty alß an tag ihres
hinschaidens vor selbe ihren eheeherrn unnd jenseithige freündtschafft fünnf heillige
mösßen lessen zu lassen, alß werdet auch in ergebenden fahl ein vorstehender spitlmaister
die sach gehörig zu besorgen unnd in seine richtigkheit solche stüfftung zu bringen, unnd
daryber auch das gemessene in empfang unnd außgaab alßdan zu sezen wissen, nicht
minder hat auch
a Nachtrag am linken Rand: Dise stögerische stüfftung per 200 fl. ist den 13. Jenner 1734 zu einen
ehrs(amen) mag(istrat) gegen 4 per cento angelegt worden, davon dan jähr(lich) ein spitlmaister zu empfangen
hat mit 8 fl.
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Spital als Lebensform
Österreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit, Volume 2
Entnommen aus der FWF-E-Book-Library
- Title
- Spital als Lebensform
- Subtitle
- Österreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit
- Volume
- 2
- Authors
- Martin Scheutz
- Alfred Stefan Weiß
- Publisher
- Böhlau Verlag
- Location
- Wien
- Date
- 2015
- Language
- German
- License
- CC BY-NC 3.0
- ISBN
- 978-3-205-79639-8
- Size
- 17.5 x 24.7 cm
- Pages
- 722
- Category
- Medizin