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V.2 Kärnten: Klagenfurt – Bürgerspital und Armenhaus (Edition Nr. 41–46) 619
nothwendige außgaaben, welche in die anderen rubriquen nicht kommen unnd thails
jährlich ordinarie, thails aber extra-ordinarie vorfahlen per außgaab zu bringen, gleich
wie solche schon bis anhero in denen gelegten rechnungen einkomben unnd [/] berechnet
worden sein, doch sogestalten das von denen grösßeren außlaags posten die gehörige
quittungen, außzigl unnd beylagen der rechnung beygelegt worden unnd demnach auch
der zuegebne davon wissenschaft tragen solle.
In der zöchenten rubrique hat ein zeitlicher spitlmaister den aufgang an die müll per
außgaab zu bringen mit gleichmessiger animadversion, das selber auch von grösßeren
unnd haubtsechlichen außgaaben die gehörige beylagen, wan solche anderster zu
bekomben, dessen rechnung beylegen solle.
Über welche sogestaltig in dessen rechnung ansezende außgaaben ein [/] zeitlicher
spitlmaister somit die schliesßliche summa ziehen, solche alßdan gegen den empfang
halten, unnd wan demnach derselbe einen raithrest ihnen schuldig verbleibet, solchen
mit denen zur vergniegung angesezten unnd annoch per ausstandt hafftenden urbars
ausständten saldiren, uber das geben oder haben somit den entlichen ansatz machen
unnd damit alßdan seine rechnung von jahr zu jahr (nachdeme die unterthanen
gewohnlichermassen in der Fasten ihr getraüdt werden abgeführt haben) legen solle.
[/] [69.] Vermörkhung deren gestüfften pfrientnern unnd was demnach vor perschonen
an der stüffterin nammen undterhalten werden miessen
1mo Obzwar ein hochlöb(liche) la(ndsch)a(ft) in allwegen mit den spitall volkombentlich
zu befelchen hat, auch hierinen mehrer unnd weniger in den spitall nemben unnd
einschaffen kan, so miessen doch in specie an der hochlöb(lichen) la(ndsch)a(ft) nammen
inhalt fundations brieff de dato 12ten Juny 1588 (weillen hochgedacht dieselbe zu den
ersten spitall gebey 3.000 fl. hergegeben, nicht minder annoch dermahlen jährlich zu
undterhaltung deren spitall armmen 300 fl. in hochen genaden ervolgen lassen) 4
perschonen undterhalten werden, so macht 4 perschonen
[/] 2. Unnd weillen dan ein ehrsamber magistrat anno 1588 zur erkhauffung der müll unnd
preznerischen äkher wißmad unnd holzstatt auch 3.000 fl. in paarn gelt zu disen ende,
das auch an dessen nammen 4 armme perschonen in spitall undterhalten werden sollen,
hergegeben, als sein auch solcher gestalten daselbst zu undterhalten 4 perschonen
3. Von der ehenauischen stüfftung unnd zu ehrn dessen geschlechts massen undterhalten
werden 2 pfrientner 2 perschonen
4. Umb der Christoph windischen stüfftung ain pfrientner 1 perschon
5. Von der Georg kevenhillerischen stüfftung 1 pfrientner 1 perschon
6. Von der Bärtlmee kevenhillerischen stüfftung 1 pfrientner 1 perschon
[/] 7. Von der Sigmund kevenhillerischen stüfftung 2 pfrientner 2 perschonen
8. Von der Julio Neidhard staudacherischen stüfftung 1 pfrientner 1 perschon
9. Von der Jacob neyßischen stüfftung 1 pfrientner 1 perschon
10. Von der stüffischen stüfftung dermahlena 6b pfrientner 6 perschonen
11. Von der Georg strauerischen stüfftung 2 pfrientner 2 perschonen
12. Von der stüfftung des fleischhakhers handwerch 1 pfrientner 1 perschon
Summa deren dermahlen in spitall gestüfften pfrientnern 26 perschonen. [/]
a Über der Zeile nachgetragen.
b Korr. aus 4.
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Spital als Lebensform
Österreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit, Volume 2
Entnommen aus der FWF-E-Book-Library
- Title
- Spital als Lebensform
- Subtitle
- Österreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit
- Volume
- 2
- Authors
- Martin Scheutz
- Alfred Stefan Weiß
- Publisher
- Böhlau Verlag
- Location
- Wien
- Date
- 2015
- Language
- German
- License
- CC BY-NC 3.0
- ISBN
- 978-3-205-79639-8
- Size
- 17.5 x 24.7 cm
- Pages
- 722
- Category
- Medizin