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VII.3 Oberösterreich: Freistadt – Bürgerspital (Edition Nr. 98–103) 785
gerolte gersten unda darzue ein suppen, krauthb oderb rueben gegebenc und jedesmahls zud
kochung solcher speißd (dafern die erkhleckhlichkheit khein mehrers zueliesß), wenigiste
ein pfundt schmalz genombene. Itemf in der wochen dreymall jedem in ordinari ain halb
pier, das ist wochentlich auff die persohn ain und ein halbe ächtering geraichtg werden.
Inmassen die zu endt derh instruction angehenckhte formular (wie die verraitung seini
soli) [/] in fleisch, pier und brott, daraufj gerichtet und in acht zu nemben istj, mehrere
anzaigung und nachricht gibt.
Zu den heilligen zeiten als Weynachten, Neuen jahr, Osstern, Pfüngsten und dan zu
Martini; item an unser lieben frauen geburttstag, wan sie beichten und an Allerheiligen
tag soll man ihnen yber die ordinari jedesmall ain stuckh fleisch, prätl, zwespen und
gerstl, ain seitl wein, ain khandl pier und umb ain khreizer semel geben. Darzue soll der
spitlverwalter nemben zwelff pfundt rindtfleisch und vier und zwainzig pfundt khölberes
und das khölberen auff jedesmall zu prätln hackhen lassen, welches auch gleichsfals auff
den Fasching tag zuverstehen, am selbigen tag aber khain wein, sondern ain khandl pier
und für die zwespen khrapffen, darzue man drey mäsßl mehl und die notthurfft schmalz
nemben, an Allerheiligen tag auch ainem jeden einen heyligen strizel umb drey khreizer
und der khöchin ainen umb sechs khreizer geben soll. [/] Am heilligen Kharfreytag ist
denen spitallern jedem ain halb pfundt khärpffen und ain khandl pier zugeben, so auch
auf den heiligen fassten Weinachttag zuverstehen ist, die anderek tägl undm fasstäg im jahr
auch in der Fasstenm soll man ihnen geben, wie vorhern schon gemelt undn gebreüchig
geweßen, nemblicho khnoden, khoch, gelben prein, gerolte gersten oderp von getörten
obst spätl oder zwepsen, inmassen dem spitlverwalter in raittung zuq passierenr, das er alle
jahr etwaas von gedörtem obst und auch 1 oder 2 mezen frische öpffl für die alten oder
khranckhen spitaller erkhauffe.
Also auch wan auß den spittallern ains so khranckh wär und die ordinari speiß nit
genüessen khönt, solle dem spitlverwalter unverwert sein auff dergleichens schwache, es
sey von jungen fleisch odert anderer ringer speis, anstatt der andern cost zuverschaffenq.
An St. Johannes baptistae tag sollen extra ordinari vier und zwainzig pfundt khelberes
fleisch zu prätln genomben, darzue auch hambenfleisch, khrauth, schmalzkhoch und
a–a Am linken Rand nachgetragen.
b Folgt und, getilgt.
c Am linken Rand nachgetragen.
d–d Korr. aus darzue ain pfundt schmalz.
e–e Am linken Rand nachgetragen.
f Korr. wie auch.
g Korr. aus gegeben.
h Korr. aus der.
i–i Am rechten Rand nachgetragen.
j–j Korr. aus darauf soll observirt werden; am oberen und linken Rand nachgetragen.
k Folgt fest, getilgt.
l Folgt ist, getilgt.
m–m Am linken Rand nachgetragen.
n–n Über der Zeile nachgetragen, darunter bißhero, getilgt.
o Korr. aus item in der Fassten suppen und khrauth.
p Korr. aus und darbey etwas, getilgt.
q–q Am linken Rand nachgetragen.
r Folgt ist, getilgt.
s Folgt khranckh oder, getilgt.
t Folgt anders extra ordinari etwas zu verschaffen, getilgt.
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Spital als Lebensform
Österreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit, Volume 2
Entnommen aus der FWF-E-Book-Library
- Title
- Spital als Lebensform
- Subtitle
- Österreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit
- Volume
- 2
- Authors
- Martin Scheutz
- Alfred Stefan Weiß
- Publisher
- Böhlau Verlag
- Location
- Wien
- Date
- 2015
- Language
- German
- License
- CC BY-NC 3.0
- ISBN
- 978-3-205-79639-8
- Size
- 17.5 x 24.7 cm
- Pages
- 722
- Category
- Medizin