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Spital als Lebensform - Österreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit, Volume 2
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Page - 820 - in Spital als Lebensform - Österreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit, Volume 2

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820 VII.4 Oberösterreich: Lambach – Klosterspital (Edition Nr. 104–105) [2.] Unnd damit zum annderten ohne beschwerdte meines closters obverstandtene zwelf arme persohnen von jahr zu jahren und auf ewig mit gebührenden unnderhalt versehen werden, verordne ich vor jeden spitäler jährlich fünffzig gulden und gibe hierzue zwelff taußent gulden capitall, welche bei der statt Gmundten angelegt und auf derselben täz-geföhl solchergestalten versichert worden, daß an seithen meines lieben gottshauß ermeltes capittall der zwelf taußent gulden unaufkhündtlich ligen, und hiervon jährlich und jedes jahr besonnder die interesse von jedem hundert funff gulden, und in summa sechshundert gulden, zu handen aines herrn praelathen raichen, er auch hierumben quittiern und volgents auß dißen mittln besagte zwelf persohnen vorgeschribnermasßen ohne clag underhalten solle. Da und zum fahl aber übera khurz oder lange zeit obermeltes capitall der zwelf taußent gulden besagte statt Gmunden aufkhündten unnd bezallen möchte, auf solchen fahl dann er, herr praelath, selbiges mit vorwisßen seines lieben convents an sichern orth anzulegen schuldig und obligirt sein solle. [3.] Hingegen aber und vors dritte solle mein liebes closter und alle khunfftige herrn praeläthen wegen bedeüter stüfftung auf ewig verbundten und schuldig sein, obbemelt zwelf armen persohnen und jedem insonderheit täglich raichen zulasßen: ain halb pfundt rindtfleisch, wochentlich in mehl und grieß jedes fünff mäsßl, item jeden die wochen acht zechen laibl [/] schwartzes brott, dann in folgenden fesst-tägen, alß heyligen Osstertag, Osster Montag, Osster Erchtag, heyligen Pfingstag, Pfingst Montag, Pfingst Erchtag, heyligen Dreyfaltigkeit, heyligen Fronleichnambstag, item an denen fessttägen, so auf gewisße täg fahlen tuen, alß im monath January: am heyligen Neüen jahrstag, den 6ten heyligen Drey khönig, den 15ten s(anct) Mauri; monath February: den 2ten heyligen Liechtmesßtag, den 10ten fest s(anct) Scholasticae; monath Marty: den 19ten fest s(anct) Joseph, den 21ten s(anct) Benedicti, den 25ten Mariae verkhündtigung; monath April: den 24ten fest s(anct) Georgy; monath May: den 8ten fest deß heyligen erz-engl Michaels erscheinung; monath Juny: den 24ten fest Joannis deß Tauffers, den 29ten Petri et Pauli; monath July: den 2ten fest Mariae heimbsuechung, den 8ten s(anct) Kyliani, den 11ten commemoratio s(anct) Benedicti; monath Augusty: den 14ten fest Juliani, den 15ten Mariae himmelfarth; monath September: den 8ten fest Mariae geburth, kürchweich; monath October: heyligen roßenkrantzfesst, den 5ten s(anct) Placidi, den 6ten am jahrtag alhießigen gottshauß gottseeligen stüfftern; monath November: den 1ten fest Allerheyligen, den 13ten Allerheyligen münch, den 21ten Mariae opfferung; monath December: den 8ten Mariae empfengnuß, den 25ten heyligen Weyhnachtag, den 26ten s(anct) Stephani, den 27ten s(anct) Johannestag, item am [/] Fasching Sonn- und Erchtag, solle jedem spittäller ain mäsßl wein, ain laibl weißes brott, neben ainen halben pfundt junges fleisch oder aber, da die fesst auf ainen fassttag einfallen, drey pfundt stockhfisch extra geraicht werden. Unnd damit aber khunfftig und zu kheiner zeit dißer verordnung halber ainicher irrsall nit erfolgen khönne, alß ist deßwegen von mir ain ordentliche tabella jetz vorgeschribner ordnung gemeß verfasst und sowol der kuchel- alß khellermaisterey, wie auch dem spittall, zu jedes orths nachricht von mir aigenhendig underschribner und geferttigter zuegestelt worden. [4.] Auf daß auch die spittäller mit nothwendtiger bekhlaidtung in etwaß versehen werden, alß thue ich zum vierten verordnen, daß jeden von blauen, guett mährischen tuech ain rockh und ain paar sockhen alle zeit am dritten jahr, wie nit weniger jedes jahr zwey paar schuech und zwey hemmeter geraicht werden sollen. a Über der Zeile eingefügt.
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Spital als Lebensform Österreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit, Volume 2
Entnommen aus der FWF-E-Book-Library
Title
Spital als Lebensform
Subtitle
Österreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit
Volume
2
Authors
Martin Scheutz
Alfred Stefan Weiß
Publisher
Böhlau Verlag
Location
Wien
Date
2015
Language
German
License
CC BY-NC 3.0
ISBN
978-3-205-79639-8
Size
17.5 x 24.7 cm
Pages
722
Category
Medizin
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