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Spital als Lebensform - Österreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit, Volume 2
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Page - 821 - in Spital als Lebensform - Österreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit, Volume 2

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VII.4 Oberösterreich: Lambach – Klosterspital (Edition Nr. 104–105) 821 [5.] Ingleichem würdt auch zum fünfften verordnet, daß am tag, an welchen mann vor den stüffter den jahrtag in der von ihme erbaueten spittall capellen halten thuet, jedem spittäller ain gulden und vier schilling paar auf die handt geben werden, neben welchen ihnen auch waß sie mit der pixen bei dem spittall samblen, zuegehörig und alle quartallszeit von denen spittlmaistern under sie auf gleichenthaill zuverthaillen ist. [6.] Waß aber die nothwendtige behültzung vors sechste belangen thuet, würdt selbige, wie man diße von alters und biß anhero zum spittall geliffert hat, noch fürtershin und zu allen zeiten auß deß gottshaus gehülz zuraichen sein; und damit sich desßen ainich khunfftiger herr praelath nit zubeschwären habe, alß ist diße behülzungs-außgab unnder die außgeworffene und vor jeden spittäller deputirten jährlichen funffzig gulden eingetragen und aufgeraitt worden. [/] [7.] Wie nit weniger würdt auch sibenten hiemit verordnet, daß die jährlich erforderte gepeü und reparirungs uncossten beim spittall von denen fallenden interesßen des der zeit befindtenten capitalls, so sich vermög der von spittlmaistern biß ende aintaußent sechshundert vier und sibenzigisten jahr geschlosßenen spittall rechnung in summa auf vier taußent ainhundert siben unnd funffzig gulden belauffen thuet, bestritten werden sollen, allermasßen auch solches biß anhero beschechen ist. Dannenhero würdt jeder herr praelath gannz beweglich ersuecht und gebetten, auf die spittallmaister, welche er von zeit zu zeiten auß der burgerschafft verordnen khann und solle, ein wachtendes aug zu haben, damit von ihnen die jährlich fallende interesse mit möglichistem fleiß und allem ernnst eingefordert, die nottwendig und obangeregte außgaben hiervon bestritten, der befindtende raittresst, und so hoch sich derselbe nach aufgenombener jahrs-rechnung (die man kheines weegs anstehen lasßen solle) bezaigen würdt, an sichere orth dem spittall zum bössten angelegt werde. [8.] Lesstlichen seint dißes stüfftbrieffs zwey gleichlauttende exemplaria verfasst, auch von mir und meinem lieben convent zu unverbrüchlicher vessthaltung und vollziehung desßen allen underschriben, auch mit unnßern secret insigl verferttiget und becrefftiget, wie nit weniger aines denen spittlmaistern zu solchem ende zuegestelt worden, damit sie, da und zum fahl ain oder anderer herr praelath den außgeworffenen und gestifften unnderhalt khonnfftig, und zu waß zeiten eß sein möchte, nit raichen solte, auf solchen aber nit hoffenden fahl sie alß dann bei ihme, herrn praelathen, mit aller beschaidenheit denselben crafft ihres tragenden spittl ambts suechen und begehren khönnen und mögen; wan aber wider alles besßers verhoffen die güette nit verfangen wurde, sollen die spittallmaister alß dan von ambts wegen diße endthaltung ihro hochfürstlichen genaden, dem hochwürdigisten, hochgebohrnen fürsten und herrn, herrn Sebastiano, bischoffen zu Pasßau, deß heyl(igen) röm. reichs fürsten, graven von Pötting [/] und erb- burggrafen zu Lienz etc. etc., oder dero herrn herrn succesßorn etc. etc. gehorsambist schrifftlich zu hinderbringen, an den herrn praelathen ernstliche auflag außzuwürckhen und umb genedigiste manutenirung dißer stüfftung demüetigist zu bitten, obligirt und verbunden sein, wie ich dan zu solchem ende und mehrer becrefftigung dißer gottseeligen stüfftung obhöchstgedachte ihro hochfürstlichen genaden gehorsambistes fleiß ersuecht und gebetten habe, sie wolten ihro belieben lasßen, disßen stüfftbrieff mit dero hochfürstlichen insigls ferttigung und aigenhendiger underschreibung (jedoch höchstgedachter ihro hochfürstlichen genaden und dero ferttigung in alweeg ohne nachtl und schaden) genedigist zu confirmirn. Geschechen den neunzechenden tag Marty, alß in festo s(anct) Josephi, dißes erzherzogthumbs Oessterreich ob der Ennß schuz patronen, im jahr nach Christi
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Spital als Lebensform Österreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit, Volume 2
Entnommen aus der FWF-E-Book-Library
Title
Spital als Lebensform
Subtitle
Österreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit
Volume
2
Authors
Martin Scheutz
Alfred Stefan Weiß
Publisher
Böhlau Verlag
Location
Wien
Date
2015
Language
German
License
CC BY-NC 3.0
ISBN
978-3-205-79639-8
Size
17.5 x 24.7 cm
Pages
722
Category
Medizin
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