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Spital als Lebensform - Ă–sterreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit, Volume 2
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Page - 841 - in Spital als Lebensform - Ă–sterreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit, Volume 2

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VII.7 Oberösterreich: Steyr – Bürgerspital, Bruderhaus und Lazarett (Edition Nr. 112–119) 841 VII.7 Oberösterreich: Steyr – Bürgerspital, Bruderhaus und Lazarett (Edition Nr. 112–119) Nr. 112 Instruktion für Jörg Englshamer, Verweser der Vogtei Wels, und Sigmund Topler, Freistädter Stadtrichter, als Visitatoren des Bürgerspitals in Steyr. Linz, 1545 April 16 Archiv: StadtA Steyr, Bürgerspital 1542–1592, Kasten III, Lade 21 (Cista H, Lade 6, Nr. 99) Instruction, was der edl und vesst ersamb und weis Jörg Ennglshamer, verweser der vogtey in Wells, unnd Sigmundt Toppler, statrichter zu der Freinstat, bey den fursichtigen ersamen und weysen N. burgermaysster, richter unnd rate der stat Steyr von wegen gemayner landtschafft ob der Enns einleghandler auf den bevelch, der inen von römischer kü(niglicher) m(ajestä)t, unserm allergenedigissten herrn, der spitall und siechhenheuser halb, so allenthalben in disem lanndt sein, zuekhumen isst, handlen sullen. [1.] Ersstlich sullen bemelter Englshamer und Toppler den beruerten von Steyr unnser fraindlich und guetwillig diensst anzaigen unnd inen nachmallen die credentz, die wir an sy gevertigt, uberanntwuerten und dann verer endekhen. Nachdem der nyderössterreichischn lanndt und fuersstlichen grafschafft Görtz ausschuss in jungster irer versamblung unnder anderm fur ain chrisstlich notturfftig werch geacht, das in den obberuerten irer ku(niglichen) m(ajestä)t landen und fuersstenthumben ain gemaine visitation oder erkhundigung aller gebrechen und mengl, die in den spitall und siechenheuser sein möchten, bescheen und dann guete ordnung furgenomen werden sulle, wie dieselben gebrechn in pesserung gericht, damit die armen duerfftigen personen statlich unnderhalten und die chrisstlich lieb mer alls layder durch unnachtung irer notturfft bisher bescheen, an inen erzaigt und der graussam jamer derselben armen ellenden personen, den sy allenthalben in der grösstn khelten und hitz jämerlich leyden, abgestelt werde, damit sy sich nit wider ire chrisstliche mitglider vor Got beschwern mugen, das inen nit allain die narung, die inen Gott barmhertzigclich wachsen lasst und mit grosser troung der ewigen verdambnus bevilcht mit zuthaillen, endzogen, sonder das sy also verlassen werden, das alle hitz, khelten und ungewitter, des Gott, der allmechtig, unns allen zu gueter fruchtperkhait gibt und verhengt, [/] iren schmertzn meren und wie das viech auf den strassen on hilff und drosst verderben und sterben muessen, wie sy die von Steyr solches alles aus beruerter der funnff nyderösterreichischen landt unnd fuersstlichen grafschafft Görtz ausschuss supplication, die inen gedachter Englshamer und Toppler furlegen sullen, vernemen werden.
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Spital als Lebensform Ă–sterreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit, Volume 2
Entnommen aus der FWF-E-Book-Library
Title
Spital als Lebensform
Subtitle
Ă–sterreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit
Volume
2
Authors
Martin Scheutz
Alfred Stefan WeiĂź
Publisher
Böhlau Verlag
Location
Wien
Date
2015
Language
German
License
CC BY-NC 3.0
ISBN
978-3-205-79639-8
Size
17.5 x 24.7 cm
Pages
722
Category
Medizin
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Spital als Lebensform