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Spital als Lebensform - Österreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit, Volume 2
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Page - 852 - in Spital als Lebensform - Österreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit, Volume 2

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852 VII.7 Oberösterreich: Steyr – Bürgerspital, Bruderhaus und Lazarett (Edition Nr. 112–119) [1.] Erstlichen gleichwie daß spittall zu herhalt- und versorgung der armmen leüth und vorderist der erarmbten und mühesee(ligen) burger gottseelig gestüfftet, alß würdet herr spittall verwalter um sovill mehrers auß selbst aigener christ(licher) lieb zu threüer verrichtung dieses amts sich befleissen und gegen denen armen leüthen dardurch ein guttes werckh üeben, bey Gott aber ihme einen grossen verdienst machen. Wann dieselbe [/] [2.] Andertens deß armmen haus nuzen und aufnehmen nach möglichisten cräfften beobachten, die darzugehörige unterthannen, dienst und einkommen threulich verwalten und solche administration in einbringung der gefäll und einkonfften führen würdet, wordurch nicht anders alß die threue vätter(liche) obsorg deß armen hauß verspührt werden möge. Und darmit [3.] drittens dises um sovill mehrers beschehe, solle verwalter über die unterthannen und dienst, auch andere einkommen ein richtiges urbarium neben einen schuld- oder aufschreib buch, worinnen jedes ordentlich an und abzuschreiben ist, halten, beynebens zu allerseits gutter richtigkeit denen unterthannen kleine [/] büchl, in welchen die jährliche schuldigk(heit) und die dargegen beschehene zahlungen begriffen seyn, hinausgeben und diesemnach die gefäll solcher gestalten fleissig eintreiben, daß keine außständt erwachsen, sondern aller verlurst und schaden bestermassen und zwar dergestalten zeit(lich) verhüttet werden könne, damit man solche bey ihme zu suchen nicht ursach habe. [4.] Vierttens weillen die gottseelig gestüffte einkonfften allein zur herhaltung der armmen leüth und burger gewidmet, als solle herr verwalter diese alle ihnen threulich appliciren und gutte absicht halten, damit [/] ihnen die vermög der stüfftungen vorgesehene nothwendigkeiten in cost und trunckh ordent(lich) geraicht und keinesweegs gestattet werde, daß denen selben hieran durch die unterhabende bediente daß geringste entzohen werde, dargegen würdet auch er, herr verwalter, sie, armme leüth, so daß allmusen und stüfftung genüessen, nachtruckhlich anzumahnen haben, daß selbe in aller andacht und gottsforcht auferbeülich leben und täg(lich) zur bestimten zeit für die abgestorbene stüffter und erhaltung deß gemeinen stadt weesens ihr eyffriges gebett gegen Gott auß giessen, desgleichen die jenige, welch ausser deß armmen hauß ihr protiones [!] empfangen [/] anmahnen und darauf obacht haben, daß selbe nicht allein einen ehrbahren wandl führen, sondern auch denen in der spittall kürchen wochentlich haltenden hey(ligen) messen, wie auch denen untern jahr alda fürgehenden festtägen fleissig beywohnen und daselbst ihr gebett verrichten sollen; darbeya würdet derselbe [5.] fünfftens auf die von denen armmen partheyen um einnahm oder verwilligung einer portion einreichende und ihme von rath aus gemeiniglich um bericht zu kommende anbringen jedesmahls den abgeforderten bericht gewissenhafft erstatten und dahin [/] gedenken, daß auff die bedürfftigere persohnen, so des allmusens würdig eingerathen, auch mehrers nicht dem armen haus aufgetragen werde, als was der jähr(lich) einnahm zur unterhaltung mit sich bringen thuet. [6.] Sechstens zu vollziehung deß hochlöb(lichen) landeshaubtm(annschaftlichen) decrets de dato 15. July 1760 hat derselbe von schluß deß salar jahrs an innerhalb 4 wochen jedesmahl seine rechnung bey vorgesehener suspendir- oder entsezung des amts allenfahls regraessirung des zue bezahlen habenden poenfahl vorb zu bringen und in der a Folgt wieder, getilgt. b Folgt rath, getilgt.
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Spital als Lebensform Österreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit, Volume 2
Entnommen aus der FWF-E-Book-Library
Title
Spital als Lebensform
Subtitle
Österreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit
Volume
2
Authors
Martin Scheutz
Alfred Stefan Weiß
Publisher
Böhlau Verlag
Location
Wien
Date
2015
Language
German
License
CC BY-NC 3.0
ISBN
978-3-205-79639-8
Size
17.5 x 24.7 cm
Pages
722
Category
Medizin
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