Web-Books
in the Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Medizin
Spital als Lebensform - Österreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit, Volume 2
Page - 971 -
  • User
  • Version
    • full version
    • text only version
  • Language
    • Deutsch - German
    • English

Page - 971 - in Spital als Lebensform - Österreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit, Volume 2

Image of the Page - 971 -

Image of the Page - 971 - in Spital als Lebensform - Österreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit, Volume 2

Text of the Page - 971 -

IX.1 Wien: Wiener Bürgerspital (Edition Nr. 144–190) 971 schlisßl haben solle, damit ged(achte) cassa von denenselben zu enndt aines jeden quartals, oder wann es vonnöthen, eröffnet, die geldt losung gezehlt unndt hernach zu nuzen der apoteckhen angelegt werden könne. [18.] Achtzechentens wann auch künfftig ein defect oder abgang an materialien in der apotheckhen sich eraignete, solle er, provisor, ohne vorwissen der herren superintendenten unndt spitlmaister (ausser der klein unndt geringen posten) nichts nach aigenen belieben einkauffen, sondern dem defect unndt abgang specifiren unnd hierüber von ermelten herren superintendenten undt spitlmaister ordre erhalten, an waß orth unndt wieviel er kauffen unndt nehmen solle. [/] [19.] Neunzechentens soll er, provisor, die kauffende mit der tax also halten, daß sie niemandts darwider zubeschwähren habe, doch hierinnen deß armen hauß schadten verhüetten unndt in acht nehmen, zu solchem enndte dann keinem lanndtmann, soldaten, hoffbedienten oder unbekanndten leuthen einige arzney auf die borg geben, weillen selbige zur bezahlung schwährlich zu compelliren seyn. [20.] Zwainzigistens da etwann ain oder andern patienten sowohl in alß neuer jahrs zeit einige außzug gemacht wurden, solle er, provisor, dahin beflissen seyn, selbe einzucassieren, auch alle außzüg, für weme sie seyndt, an welchen tag sie übergeben unndt bezahlt worden, specificiren unnd beschreiben. [21.] Ain undt zwainzigistens solle der provisor auch, waß er deß spitals officieren von höchsten biß nidrigsten auß der apoteckhen von medicamenten raichen unndt geben wirdt, dasselbe fleissig aufschreiben, nach verflossenen jahr ordentliche außzüg darüber machen unndt dieselbe zu gm(ein)er statt buechhalterey einraichen; waß er [22.] zway undt zwainzigistens zu nottdurft der apoteckhen daß ganze jahr über von geldt empfangt [/] unndt außgibt, über daß hatt er nach außgang deß jahrs allweg sechs wochen hernach ein recht formbliche raittung zu gem(eine)r statt buechhalterey zugeben, die medicamenta unndt materialia aber, waß vor die arme unndt dero bediente im spital, parzmayrische hauß, St. Marx, Clagbaum unndt neuauffgerichte arme hauß verschrieben worden, hatt er gleichfahls nach gewöhnlicher tax auffzuraitten unndt eine formbliche specification gem(eine)r statt buechhalterey einzuraichen. [23.] Zwey undt zwainzigistens hatt gemelter provisor zuwissen, daß er nit nur allein diese obspecificirte puncta zuhalten schuldig unndt verbundten seye, sondern noch darzue alles daß jenige zuverraitten, waß er gegen Gott unndt dem armen hauß in seinem gewissen zuverantwortten waiß, da auch er, provisor, dieser instruction zuwider handlen oder dem spital schuldig bleiben solte, solle er dessentwegen vor denen herrn superintendenten unndt spitlmaister oder einem löb(lichen) statt rath zustehen unndt allda redt unndt antwortt zugeben haben; daß er auch [24.] vier und zwainzigistens deme allen gehor(sam) [/] nachkomben unndt dem armen hauß getreu unndt redtlich dienen wolle, dessentwegen solle er vor denen herren superintendenten unndt spitlmaister ein ordentliches jurament ablegen. [25.] Fünff undt zwainzigstens für diese seine bedienung aber hatt er jährlich zur besoldung 200 fl.a unndt auf die gesellen, so lang er drey vonnöthen habe, wirdt jeden fünffzig gulden, für dem laboranten 20 fl. und vor ain dienstmensch 15 fl., welche der provisor auß denen ihme eingehenden mitteln ihnen guet zumachen unndt zubezahlen. [26.] Übrigens hatt er vor sich unndt die 3 gesellen täglich fünff ächtring officier wein, für den jungen, laboranten unndt daß dienstmensch täg(lich) anderthalb ächtr(ing) a Am linken Rand von späterer Hand: NB. ist derzeit geändert.
back to the  book Spital als Lebensform - Österreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit, Volume 2"
Spital als Lebensform Österreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit, Volume 2
Entnommen aus der FWF-E-Book-Library
Title
Spital als Lebensform
Subtitle
Österreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit
Volume
2
Authors
Martin Scheutz
Alfred Stefan Weiß
Publisher
Böhlau Verlag
Location
Wien
Date
2015
Language
German
License
CC BY-NC 3.0
ISBN
978-3-205-79639-8
Size
17.5 x 24.7 cm
Pages
722
Category
Medizin
Web-Books
Library
Privacy
Imprint
Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Spital als Lebensform