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Spital als Lebensform - Österreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit, Volume 2
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Page - 1055 - in Spital als Lebensform - Österreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit, Volume 2

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IX.1 Wien: Wiener Bürgerspital (Edition Nr. 144–190) 1055 nachmahls auf Liechtmesßen ein recht fürnembliche raittung zu thuen und [/] selbige ein viertl jahr hernach mit allen zuegehörigen probation und bescheinungen zu gm(ein)er stattbuechhalterey einzuraichen. [11.] 11. Er ist aber nicht allein deme, was hier obstehet, nachzukhomen schuldig, sondern, was er weithers dem spitall nuzlich und guett zu sein befinden wird, zu verrichten verbunden, schaden zu wenden und nuzen zu befördern, wie es einen treüen diener zuestehet und er es gegen Gott und der obrigkeit zuverantwortten wisßen wird. [12.] 12. Da er auch wider dise instruction handlen oder dem spital schuldig verbleiben solte, solle er hierumben bey denen herren superintendenten und spitlmaister oder einen löb(lichen) stattrath zu stehen und alda red und antwortt zu geben haben, da er auch allen deme gehor(sam) nachkhomen und dem armen haus getreü und redlich dienen wolle, desßentwegen solle er vor denen herren superintendenten undt spitlmaister ein ordentliches jurament ablegen. [13.] 13. Damit er aber auch wisße, was er vor solch seine verrichtungen zur besoldung habe, ist dieselbe neben freyer wohnung im spital des jahrs zwey hundert gulden, item hat er täglich anderthalb [/] ächtring von herrn spitlmaisters tischwein und 2 läbl herrn brodt, an fleisch tägen 2 lb. rindtfleisch, jähr(lich) 8 achtl salz, 30 lb. gärnerne inslet körzen und die notturfft an prenholz; für die übrige kost aber wie auch andere rais unkhossten und wegen schreibung der raittung collecten und extract zusamben ain hundert und zwainzig gulden, in allen und jedem aber in barem geldt des jahrs drey hundert und zwainzig gulden etc., deren er sich aus seinen eingehenden ambts geföllen selbst zahlhafft machen kann; benebens wan er sich wohl verhaltet und verdienet macht, hat er forderist die belohnung von Gott und guete beförderung nach gelegenheit zuerwarthen. Zu uhrkundt ist dise instruction mit des burgerspitals gewöhnlich mitteren signet und der herren superintendenten undt spitlmaister aigenen handt unterschrifft gefertiget und den zehent handler zuegestelt, nicht weniger auch selbe von ihme, geförtiger, bey gm(ein)er statt buechhalterey gleichlauttendt gelasßen wordten. Actum Wienn im burgerspital, den 1. October 1712. Nr. 190 Instruktion für Joseph Balthasar Schweitzer, Bürgerspital-Zehentunterhändler in Wien. Wien, 1713 Jänner 31 Archiv: WStLA, Bürgerspitalakten, Fasz. LVI (A 74) Rückvermerk: Instruction eines unterzechenthandlers bey der burgerspital in Wienn. Instruction eines unterzechenthandlers bey der burgerspital in Wien Demnach anno 1704 der kay(serliche) wein und traydtzehent in wienner(ischen) zechent gezürckh zum burgerspital ad certum tempus reluitionis erkaufft worden und nun die notturfft erfordert, in bischofflichen zehent ambt, alwo die sament(liche) weinzechenten abgehandlet werden, zu mehrer befürderung der vorhabenden zechents ambt handlungen zway, nemb(lich) ain ober- und unterzechenthandler, vom spital zu halten, alß hat ain löb(lich) statt magistrat g(nä)dig resolviert, ainen unterzechenthandler, so lang daß
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Spital als Lebensform Österreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit, Volume 2
Entnommen aus der FWF-E-Book-Library
Title
Spital als Lebensform
Subtitle
Österreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit
Volume
2
Authors
Martin Scheutz
Alfred Stefan Weiß
Publisher
Böhlau Verlag
Location
Wien
Date
2015
Language
German
License
CC BY-NC 3.0
ISBN
978-3-205-79639-8
Size
17.5 x 24.7 cm
Pages
722
Category
Medizin
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