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Spital als Lebensform - Österreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit, Volume 2
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Page - 1076 - in Spital als Lebensform - Österreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit, Volume 2

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1076 X.1. Burgenland: Esterházysche Herrschaftspitäler (Edition Nr. 192–203) [4.] Quarto in dem spittall haus und desselben gesamten wohnungen wird er keineswegs gestatten, das etwann durch dena spittallvater oder -mutter fremde oder solche leüthe, welche in das spitall nicht gehören, aufgehalten und verschiedenen herum vagirenden und suspecten persohnen unterschleiff geben werde. Noch weniger [5.] quinto das ein und andere spittäller, wie es zu Eysenstadt beschehen, ihr essen und brod verkauffen an fremde leuthe und dadurch hernach selbst nothleiden solten. Es ist auch [6.] sexto beschehen, das von andern naturalien, so die spitäller bishero von der gnädigsten herrschafft empfangen haben, vielles verschleppet, verzogen und durch jene, welche darauf besonders sorge hätten tragen sollen, verkauffet worden. Worauf mehr gedachter spittaldirector in hinnkunfft allein die obsicht haben und über all und jedes rechenschafft, wie auch eine ordentliche ausweisung zu geben und der spitall köchin täglich mit einen unterscheid a proportione vorgeben und hernach zu mittag oder nacht essen einen jedwederen spitäller und spitallerin in besondern schallen auftragen lassen, den überrest aber in der speißcammer gut und ohne schaden zu conserviren haben wird. [7.] Septimo das spitall soll nächtlicher weille fleissig [/] gespörret bleiben und die schlüssel mehr erwähnter spitallverwalter abends allzeit zu sich bringen lassen. Die spörrordnung aber solle in sommer nachts um 9 uhr, im winter aber um 8 uhr, in der fruhe aber in sommer um 5 uhr, winters zeit aber um 6 uhr seyn und accurat observiret werden. [8.] Octavo von denen spittallern solle niemand ohne erlaubnüs aus dem spittall gehen, noch weniger durch ein oder mehrere täge oder nächte ohne erheblicher ursache und desselben vorwissen ausbleiben [9.] Nono was dem spitallverwalter entweder vor die kleidung oder subsistenz deren spitallern behändiget wird werden, das selbige wird er gut, sauber und getreulich conserviren, sich davon bey grosser verantwortung nichts zu eugnen, noch weniger aus particularabsichten damit disponiren, und diesen oder jenen besser als den andern gratificiren, allermassen wann hierinfalls klagen einlauffen solten, so wird es besonders empfunden und er zu genauer verantwortung gezogen werden. So solle auch [10.] decimo des spitall verwalters schuldigkeit seyn, auf die bett-, tisch- und zimmerzeig fleisige sorge und vigillanz zu tragen, damit davon nichts vertragen, [/] verschleppet oder aus unobachtsamkeit zerrissen, zerbrochen oder auf andere arth verwüstet werde. Wessentwegen [11.] undecimo gleich bey dessen eintritt alles inventiren und das verfaste inventarium der fürst(lich)en buchhalterey unter seiner unterschrifft einsenden und einen jeden spittäller über ihme zum gebrauch gegebene fahrnüssen rechenschafft zugeben anhalten solte. [12.] Duodecimo niemanden aus denen spitällern solle mehr als eine trugen zu halten erlaubet seyn, allermassen einige unter ihnen sich befinden, welche allerhand nichtsnutzige trügen, verschläg und dergleichen aufbehältnüssen zusammen bringen und damit andern nur den platz occupiren und den staub und spinnenweben und anderen ungezieffer sich einnüssten zu können gelegenheit geben. Überhaubt aber [13.] decimo 3tio werden die spittaller durch den spitall director zur säubrigkeit anzuhalten und denen selben anzubefehlen seyn, damit sie ihre better, zimmer und kleider rein halten und wegen faulheit ein oder des anderen auch die übrigen durch a Korr. mit Bleistift die.
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Spital als Lebensform Österreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit, Volume 2
Entnommen aus der FWF-E-Book-Library
Title
Spital als Lebensform
Subtitle
Österreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit
Volume
2
Authors
Martin Scheutz
Alfred Stefan Weiß
Publisher
Böhlau Verlag
Location
Wien
Date
2015
Language
German
License
CC BY-NC 3.0
ISBN
978-3-205-79639-8
Size
17.5 x 24.7 cm
Pages
722
Category
Medizin
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