Web-Books
in the Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Kunst und Kultur
Über die Produktion von Tönen - Beziehungen von Arbeit und Musizieren, Österreich 1918 – 1938
Page - 202 -
  • User
  • Version
    • full version
    • text only version
  • Language
    • Deutsch - German
    • English

Page - 202 - in Über die Produktion von Tönen - Beziehungen von Arbeit und Musizieren, Österreich 1918 – 1938

Image of the Page - 202 -

Image of the Page - 202 - in Über die Produktion von Tönen - Beziehungen von Arbeit und Musizieren, Österreich 1918 – 1938

Text of the Page - 202 -

Unterhaltstätigkeiten nachgegangen zu sein, war hier die Hauptsache. Zweitrangig war hingegen, wie, was und wo musiziert wurde. Man konnte (mit ein paar wenigen Ausnahmen) an den verschiedensten Orten auch als künstlerisch wenig wertvoll ange- sehene Musik machen  – wichtig war, dass überhaupt durchgängig musiziert wurde. Die Darstellung des eigenen Musizierens zielte darauf ab, als MusikerIn (und nicht bloß als Musizierender/Musizierende) wahrgenommen zu werden, d. h. der eigenen Person eine musikalische (und nicht durch einen anderen Beruf konstituierte) Iden- tität zu geben. Ein Beispiel dafür ist die bereits erwähnte Erzählung Josef Steidls, der „eigentlich“ Landwirt war, aber dennoch seine Erzählung als „Lebenslauf eines Musikers“ verfasste.89 Hinsichtlich der Relevanz des Musizierens für das eigene Leben unterschied sich diese Orientierung vom dominanten ernsthaften Studium folgendermaßen: Während für ernsthaft Studierende Musik das ganze Leben bedeu- tete (bzw. als das ganze Leben präsentiert wurde), herrschte bei jenen, die der Musik treu blieben, das Einverständnis, dass die musikalische Laufbahn nur einen Aspekt 89 Herrmann- Schneider, Lebenslauf. Abbildung 26: Primäre Fläche. Ausschnitt der Skepsis. Modalitäten und Fälle mit überdurch- schnittlichem cos2 in Extrempositionen Fett = Fälle () = keine Erwähnung der Modalität “ “ = wörtliche Verwendung der Modalität (Armut/Arbeitslosigkeit) (Fähigkeiten Lehrperson) (Ausbildung wollen)(einmaliger Auftritt) (Bezahlung) (Fürsorge) Kirche kein Motiv (Musik hören) (Fotos/Dokumente) <15 Seiten (privat musizieren) (Thema Freizeit) kein Titel >1 Monat in Kontext musizieren Clemens Mihatsch Adolf Sohm Josef Steidl Rudolf Kemeter 0,00 0,50 1,00 1,50 2,00 2,50 3,00 0,00 0,50 1,00 1,50 2,00 2,50 3,00 Open Access © 2019 by BÖHLAU VERLAG GMBH & CO. KG, WIEN KÖLN WEIMAR Durch Musik ein Fortkommen finden202
back to the  book Über die Produktion von Tönen - Beziehungen von Arbeit und Musizieren, Österreich 1918 – 1938"
Über die Produktion von Tönen Beziehungen von Arbeit und Musizieren, Österreich 1918 – 1938
Title
Über die Produktion von Tönen
Subtitle
Beziehungen von Arbeit und Musizieren, Österreich 1918 – 1938
Author
Georg Schinko
Location
Wien
Date
2019
Language
German
License
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-20802-0
Size
15.5 x 23.5 cm
Pages
310
Keywords
Music-making, Musician, Work, Vocation, Art, Austria, Correspondence analysis, Life Writing, Interwar period --- Musizieren, Musiker, Arbeit, Beruf, Kunst, Österreich, Korrespondenzanalyse, Lebensgeschichtliche Erzählung, Zwischenkriegszeit
Category
Kunst und Kultur
Web-Books
Library
Privacy
Imprint
Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Über die Produktion von Tönen