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Tourismus und Klimawandel
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und Reiseveranstalter auf 0,02 % und 0,01 % werden vom Bereich „andere tourismusverwandte und nichttourismusspe- zifische Waren und Dienstleistungen“ eingenommen, wobei es sich hierbei hauptsächlich um die direkten Einkäufe von Touristinnen und Touristen im Einzelhandel handelt. Wie bereits in ▶ Kap. 11 dargestellt lagen im Verhältnis zum Anteil der direkten Wertschöpfungseffekte des Tourismus an der Gesamtwertschöpfung (Bruttoinlandsprodukt), welcher sich für 2016 auf 6,4 % belief (Statistik Austria 2018d; ohne Geschäfts- und Dienstreisen), die Emissionen etwas unter dem österreichischen Durchschnitt. Während sich die Emissionen der österreichischen Wirtschaft in diesem Jahr auf 0,19 kg CO2 beziehungsweise 0,23 kg CO2-Äquivalenten pro € Wertschöp- fung beliefen, konnten die Emissionen pro € direkter Wert- schöpfung im Tourismus mit 0,18 kg CO2 oder 0,19 kg CO2- Äquivalenten beziffert werden. In diesem Zusammenhang soll noch einmal darauf hingewiesen werden, dass dies nur einen Teil der Auswirkungen der Tourismuswirtschaft in Österreich abbildet, da die indirekten Effekte nicht angegeben werden, welche einen bedeutenden Anteil einnehmen (nimmt man für 2016 auch die indirekten Effekte dazu, erhöht sich der Anteil des Tourismus an der Gesamtwertschöpfung um geschätzte 1,8 Prozentpunkte auf 8,2 %). Des Weiteren werden dabei auch die Emissionen, die durch den Transport internationaler Gäste außerhalb Österreichs entstehen, nicht berücksichtigt. Die Berechnungen zeigen, dass fast alle Nahmärkte sehr ge- ringe Emissionen verursachen, da die überwundenen Distanzen vergleichsweise klein sind. Wird auf diesen Strecken das Flug- zeug genutzt, steigen die Emissionen gleich mit einem Faktor 4,5; wird die Bahn genutzt, nehmen die Emissionen um 85 % im Vergleich zur Anreise mit dem Auto ab. Besonders proble- matisch sind alle Fernreisen (vgl. ▶ Kap. 11 und ▶ Abb. 11.2). Tab.  14. 2 Die Reisen der Österreicherinnen und Österreicher und damit verbundene Emissionen 2017. (Datenquelle: Statistik Austria 2018a [Anzahl der Reisen und Transportmittelwahl]; Statistik Austria 2018b [Luftfahrtstatistik]) Reiseziel Emissionen in kg CO2-Äquivalent pro Reisea Gesamtb [t CO2-Äq.] Flugreisen Zugreisen Busreisen Autoreisen Durchschnitt pro Reise Österreich 667 8 35 60 52 597.781 Deutschland 493 17 70 120 k. A. 428.936 Frankreich 941 31 128 220 k. A. 244.420 Griechenland 1165 49 203 350 k. A. 358.060 Italien 694 28 116 200 k. A. 520.580 Kroatien 269 14 58 100 k. A. 125.577 Schweizc 538 14 58 100 k. A. 22.865 Spanien 1613 59 244 420 k. A. 913.006 Türkeic 1416 70 290 500 k. A. 198.337 Ungarn 202 15 64 110 k. A. 30.272 Großbritannien 1142 42 174 300 k. A. 331.524 Andere Länder Europas 1344 35 145 250 k. A. 1.358.938 Afrikad 5219 – – – k. A. 1.171.710 Amerikad 7773 – – – k. A. 2.481.855 Asiend 7549 – – – k. A. 2.437.508 Ozeaniend 14.291 – – – 14.291 282.966 GESAMT 11.504.334 a Hin- und Rückreise, bei Annahme der gleichen Distanz für Pkw, Reisebusse und Züge (▶ Tab. 14.1). Emissionsfaktoren (direkte und indirekte Emissionen in kg CO2-Äquivalent pro Personen-km) gemäß Umweltbundesamt (2018): Flugzeug national: 0,834; Flugzeug international: 0,448; Pkw: 0,100 (Besetzungsgrad: 2,5); Reisebus: 0,058; Zug: 0,014. b Die Gesamtemissionen wurden mit der in ▶ Tab. 14.1 dargelegten Anzahl der Reisen je Transportmittel berechnet, die mit den entsprechen- den Emissionen pro Reise multipliziert und dann für alle Transportmittel addiert wurden. c Keine Daten zur Transportmittelwahl verfügbar. Annahme Schweiz: bei gleicher prozentualer Verteilung der Transportmittel wie bei Reisen innerhalb Österreichs (0,3 % Flug, 15,7 % Zug, 4,4 % Bus, 77,7 % Pkw). Annahme Türkei: 100 % Flugreisen. d Die Gesamtzahl der Reisen ist nicht identisch mit der Zahl der Flugreisen. Da unklar ist, welche anderen Transportmittel bei der Anreise in diese Kontinente genutzt worden sein könnten, ist die Gesamtzahl der Reisen als Flugreise berechnet worden Anhang 255
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Tourismus und Klimawandel
Title
Tourismus und Klimawandel
Authors
Ulrike Pröbstl-Haider
Dagmar Lund-Durlacher
Marc Olefs
Franz Prettenthaler
Publisher
Springer Spektrum
Date
2021
Language
German
License
CC BY 4.0
ISBN
978-3-662-61522-5
Size
21.0 x 28.0 cm
Pages
263
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