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214 Mario Döberl
Die für die letzten Lebensjahre Kaiser Maximilians I. vermehrt zu beobachtende Ver-
wendung von Sänften hinterließ auch in seinem Hofstaat Spuren. Ein unmittelbar nach
dem am 12. Januar 1519 in Wels erfolgten Tod des Kaisers erstelltes Hofstaatsverzeichnis
führt unter anderem vier Sänftenknechte und zwei Stallbuben für die Sänftenpferde an.
Ein fünfter Sänftenknecht Maximilians I. war in Innsbruck zurückgeblieben.21 Sesselträger
sucht man in seinem Hofstaat jedoch vergeblich.22
Ein ähnliches Bild zeigt sich auch für die darauf folgenden Jahrzehnte. Im Zeitraum
zwischen 1519 und Anfang des 17. Jahrhunderts lässt sich in den erzherzoglichen, königli-
chen und kaiserlichen Hofstaaten der in den österreichischen Ländern regierenden Fürsten
zwar zumeist Personal zur Bedienung von Sänften nachweisen, Hinweise auf die Beschäf-
21 Fellner/Kretschmayr 1907 (wie Anm. 15), S. 144.
22 Vgl. ebenda, S. 139–147. Abb 4: Tragsessel, vermutlich aus dem Be-
sitz von Emanuel Hermann, Landvogt von
Saanen Vermutlich Schweiz, 1647 KHM,
Kaiserliche Wagenburg, Bildarchiv
Open-Access-Publikation im Sinne der CC-Lizenz BY 4.0
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Tragsessel in europäischen Herrschaftszentren
Vom Spätmittelalter bis Anfang des 18. Jahrhunderts
- Title
- Tragsessel in europäischen Herrschaftszentren
- Subtitle
- Vom Spätmittelalter bis Anfang des 18. Jahrhunderts
- Author
- Mario Döberl
- Editor
- Alejandro López Álvarez
- Publisher
- Böhlau Verlag
- Location
- Wien
- Date
- 2020
- Language
- German
- License
- CC BY 4.0
- ISBN
- 978-3-205-20966-9
- Size
- 17.5 x 24.7 cm
- Pages
- 432
- Categories
- Geschichte Vor 1918