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Der österreichische Werbefilm - Die Genese eines Genres von seinen Anfängen bis 1938
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Verlauf des Jahres 1933wurde dies gesetzlich abgeändert. In der FolgewarenWerbe- filmevonderZuweisungvonKontingentscheinenausgenommen.637 Die neueRegelung führte in derÜbergangszeit 1933/34 noch zudiversenAus- einandersetzungenimFilmbeirat,derüberdieFestlegungvonStammfilmenzuent- scheiden hatte.638 Angegriffen wurde vor allem der Werbefilmproduzent Robert Reich, der selbstMitglied des Filmbeiratswar. Reich hatte imOktober 1933 sieben Werbefilme als Stammfilme angemeldet. Für die Filmewurde ein Kostenaufwand von30.000SchillingveranschlagtundangesichtsdesseneineZuerkennungvon1,5 Vormerkscheinen,was 1.500Schilling entsprach, vorgeschlagen.DieBeschlussfas- sungwurde jedoch zurückgestellt, daKollegiumsmitglieder infrage stellten, obdie FilmeATA-GARDEundWIENERFESTWOCHENvordem10.April 1933,undsomit vor In- krafttreten der neuenRegelung, der zufolge die Subventionierung vonReklamefil- men entfiel, erzeugt worden waren. Reich kam der Aufforderung nach, weitere BelegebezüglichderProduktionszeitenderFilmebeizubringen.Erkonntebelegen, dassderReklamefilmATA-GARDEbereits 1932eineVorführungsbestätigungerhalten hatte. Der FilmWIENER FESTWOCHENwurde bis zumVerhandlungszeitpunkt jedoch nur im Ausland vorgeführt, weshalb eine entsprechende Vorführgenehmigung fehlte.Reich legte jedochRechnungenvor, diebestätigten,dassdie „Teilaufnahme der Pressekonferenz bei Bürgermeister Seitz“bereits vor dem 10. April 1933 erfolgt war, „der Rest der Außenaufnahmenwurde den Festwochen des Jahres 1932 ent- nommen“. DasAnerkennungsverfahrenverzögerte sichbis inden Jänner 1934.Der Fallwurdeneuerlichvorgebracht,dochdieBeiratsmitgliederPetzlundWeiler insis- tierten, dass die Festwochen im Juni stattfänden, der Film WIENER FESTWOCHEN daheralsStammfilmabzulehnensei,umsomehr,alsman„Reklamefilmen“keiner- lei „Vormerkscheine zuweisen“wolle. Robert Reich blieb bei seinem Standpunkt undbrachte zusätzlich vor, dass ermittlerweile auch für beideFilmeZensurkarten 637 In einemErlass zurKontingentquotedes FilmbürosderKammer fürHandel, Gewerbeund In- dustrie inWienvom6.April 1934 (AusgabeVI 1/1934)wird inPunkt 1cdeklariert, dass „für Filme, die der Reklame, Propaganda, Agitation dienen (Zweckfilme), weiters für Aktualitäten und für Filme, die im Rahmen der Bestimmungen über das obligatorische Beiprogramm erzeugt werden, keine Vormerkscheine zur Ausgabe gelangen“. Siehe: ÖStA, AdR, BMHV, 581c, Ktn. 3533, Gschz. 90823,Ggstd.:ErlassungeinerNotverordnung,betreffendFilmkontingentierung,April 1934. 638 DerFilmbeirat setzte sich zusammenauseinemVertreter desBundesministeriums fürHandel undVerkehr, aus je zwei Vertretern der österreichischen Lichtbildstelle, der Kammer für Handel, Gewerbeund Industrie inWien,weiterhin aus ehrenamtlichen Interessenvertretern, und zwar aus drei Vertretern der Filmerzeuger, vier Vertretern der Filmleihanstalten, fünf Vertretern der Licht- spieltheaterbesitzerund fünfVertreternderArbeitnehmerderFilmbranche. Siehe:Durchführungs- erlaß des Bundesministeriums für Handel und Verkehr vom 30. November 1926 zur Verordnung betreffenddasVerbotderEinfuhrvonbelichtetenFilmen,Zl. 103.678/26.A.GrundsätzlicheBestim- mungen.Pkt. III,Abs. 1.Vgl.:Loacker,Anschluss,S. 76. 8.2 Umbrüche 143
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Der österreichische Werbefilm Die Genese eines Genres von seinen Anfängen bis 1938
Title
Der österreichische Werbefilm
Subtitle
Die Genese eines Genres von seinen Anfängen bis 1938
Author
Karin Moser
Publisher
De Gruyter Open Ltd
Date
2019
Language
German
License
CC BY 4.0
ISBN
978-3-11-062230-0
Size
17.0 x 24.0 cm
Pages
316
Keywords
Culture of memory, media history, advertising
Category
Kunst und Kultur
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