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Der österreichische Werbefilm - Die Genese eines Genres von seinen Anfängen bis 1938
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exponierte StellungwährenddesNationalsozialismuskamen ihmnach 1945 zugute. Alsminderbelastet eingestuft, konnte erbereits imOktober 1946 seinneuesFilmun- ternehmen,die „Pax-FilmproduktionFranzRossak“, bei derHandelskammer eintra- gen.862 Rossak entdeckte nun seine „linke“ Vergangenheit wieder und fand im kommunistischenWiener Kulturstadtrat ViktorMatejka einen Förderer. Er konzent- riertesich fortanaufKompilationsfilme,dokumentiertedieZerstörungendesZweiten Weltkriegs, stützte in seinen Filmarbeiten die Opferthese Österreichs (STURMJAHRE, A 1947), polemisierte gegenmilitaristische Soldatentreffen imNachkriegsösterreich und propagierte die vom Kommunismus getragene Friedensbewegung (SCHATTEN ÜBERUNSERERHEIMAT,A 1953–1955). ImOktober 1957 starbFranzRossak, seineFirma wurde1966ausdemHandelsregistergelöscht.863 Bis inklusive 1938 konnte bis datoRossaksMitarbeit bei 49 Filmen festgestellt werden. Dabei handelt es sich um 13 Aktualitäten, vier politische Propaganda- arbeiten,neunkomisch-groteskeKurzfilme,siebenKulturfilmarbeitensowie16Wer- befilme. Seine Reklamefilme weisen eine Laufzeit von zwei bis 34 Minuten (bzw. von 45 bis 940 Meter) auf. Die Mehrzahl seiner Arbeiten entstand in der Stummfilmzeit, seinewenigenKurzwerbefilme entstanden in den Jahren 1932 und 1933,vorseinenInhaftierungen.AchtseinerReklamearbeitenwarbenfürdenheim- ischen Fremdenverkehr,864 fünf sind dem Bereich Freizeit865 zuzuordnen. Jeweils einer seiner Filme propagierte einen Gastronomiebetrieb, eine Bildungsanstalt sowiedenHerstellervonReinigungs-undKörperpflegeprodukten.866 Insgesamt fünfmal wurde Rossak beauftragt, für österreichische Badeanstalten zuwerben. Eine dieser Arbeiten ist erhalten geblieben.WIENERINNEN UNDWIENER BE- ACHTET! (A 1930) hatte den Auftrag, das neu renovierte Neuwaldegger Bad inWien von seiner besten Seite zu zeigen. Der Beginn des Films ist durchaus ansprechend. NachderNennungder Produktionsfirmaundder Einblendungdes Titelsmacht ein ZwischentableauaufdiepositivenEffekte einesBadebesuchsaufmerksam:Eine fein ausgearbeitete Illustration in der rechten Bildhälfte zeigt eine feingliedrig-sportive Dame inBadekostüm, -umhangund -haube,während linksder Zwischentitel „Luft, 862WKO,ArchivWien, Zentralkataster,„Pax-FilmproduktionFranzRossak“, angemeldet: 9.Okto- ber 1946,Nr. 26576/frei/X,7.Mai 1949. 863 Tode,FranzRossak,S. 165–180. 864 Z.B.:LILIENFELD (A1927), siehe:Caneppele,WienerFilmzensur1926–1928.MARIAZELLUNDSEINE UMGEBUNG (A 1928), siehe: Tode, Franz Rossak, S. 182–192. QUER DURCH DENWIENERWALD (A 1932), siehe:Paimann‘sFilmlisten, 1. Juli 1932,o.S. 865 Z.B.: KRITZENDORF UND STROMBAD (A 1930), DAS SCHAFBERGBAD (A 1931), beide siehe: Ballhau- sen/Caneppele, Wiener Filmzensur 1929–1933. BAD GREIFENSTEIN, ALTENBERG (A 1931), Paimann‘s Filmlisten, 16. Juli 1931,o.S. 866WIR ZEIGEN IHNENBILDERVONEINER BELIEBTENWIENERGASTSTÄTTE (A 1932),Paimann‘sFilmlisten, 1.Oktober1932,o.S.EINBESUCHDERBEKANNTENHOLSATIABAUMSCHULE (A1933),Paimann‘sFilmlisten, 2.Novmber 1933, o. S. EINGANGDURCHÖSTERREICHS GRÖSSTE SEIFENFABRIK (A 1931), Tode, FranzRos- sak,S. 182–192. 202 8 DieWerbefilmproduzenten:Etablierung,Organisation,Einflusssphären
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Der österreichische Werbefilm Die Genese eines Genres von seinen Anfängen bis 1938
Title
Der österreichische Werbefilm
Subtitle
Die Genese eines Genres von seinen Anfängen bis 1938
Author
Karin Moser
Publisher
De Gruyter Open Ltd
Date
2019
Language
German
License
CC BY 4.0
ISBN
978-3-11-062230-0
Size
17.0 x 24.0 cm
Pages
316
Keywords
Culture of memory, media history, advertising
Category
Kunst und Kultur
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