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Statistik, Wirtschaftsgeschichte, allgemeiner und vergleichender Staatslehre,
Verwaltungslehre oder Völkerrecht) sowie die Ablegung »zweier strenger Prü-
fungen«18. Somit gab es ab dem Sommersemester 191919 an den drei österrei-
chischenjuridischenFakultätenzweiStudiengänge:DasStudiumderRechte,das
sehr wohlweiterhin staatswissenschaftliche Fächer umfasste, und das Studium
derStaatswissenschaften,daseinige juristischeFächerzumInhalthatte.
DemnachkonnteeinStudiumderStaatswissenschaften1919–1926–ungeachtet
derdiversenWahlmöglichkeitenundderweitgehendfreienReihenfolge, inderdie
Lehrveranstaltungen besucht werden konnten – etwa folgendermaßen aussehen
(dieZeilenbezeichnendieSemester,dieSpaltendieSemesterwochenstunden):
18 ZweistündigesHauptrigorosumzumThemaderDissertationund zuden allgemeinenVorle-
sungen (Volkswirtschaftslehreund -politik, Finanzwissenschaft,Wirtschaftsgeschichte, Statis-
tik;allgemeineStaatslehre,Verwaltungslehre,Völkerrecht)sowieeinstündigesNebenrigorosum
nach freierWahl ausmodernemPrivatrecht auf Grundlage des römischen Rechts, deutsch-
österreichischembeziehungsweisedeutschembürgerlichenRechtodermodernemPrivatrecht
aufdeutschrechtlicherGrundlage (inklusiveHandels-undWechselrecht).
19 OttoGlöckelsVollzugsanweisungwarzeitlichexaktgewählt,dennam17.4.begannauchdie
Immatrikulations-undInskriptionsfrist fürdasSommersemester1919.
StudiumderStaatswissenschaftenab1919.Graphik:ThomasOlechowski.
DasStudiumderStaatswissenschaften178
Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
- Title
- Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
- Authors
- Thomas Olechowski
- Tamara Ehs
- Kamila Staudigl-Ciechowicz
- Publisher
- V&R unipress GmbH
- Date
- 2014
- Language
- German
- License
- CC BY-NC-ND 4.0
- ISBN
- 978-3-89971-985-7
- Size
- 15.5 x 23.2 cm
- Pages
- 838
- Category
- Recht und Politik