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Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
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innerhalb der Fakultät wurde 1929 eineKommission gebildet, derMayer,Hu- gelmann, Degenfeld-Schonburg, Hold-Ferneck und Sperl angehörten und die dafür plädierte, zunächst ein einschlägigesLektorat einzurichten. »Ein solcher Kurs fürZeitungskundehätte aus zahlreichenWissensgebietenwieRechtswis- senschaft, Volkswirtschaftslehre, Gesellschaftslehre, Betriebswirtschaftslehre, Sozialpolitik,AllgemeineStaatslehre,Statistik,Geographie,Organisationslehre, Reklame,GeschichtederneuestenZeit,Politik,Parteiwesen,Literaturgeschichte und Geschichte der Kunst u.a. eine Zusammenfassung zu der technischen Einheitzugeben,die fürdieAnwendungdesWissens imjournalistischenBeruf notwendig ist, und vor allemdasVerständnis für die Technik der Bildungder öffentlichenMeinung imWegederTagespresse zu geben.«239Doch ließenwei- tere, konkreteSchritte auf sichwarten. RascherwardieHochschule fürWelthandel, diebereits 1931zweiLektorate für Zeitungskunde einrichtete, worauf die ProfessorenMayer undDegenfeld- Schonburg 1933 vorschlugen, dass einer der beidenLektoren,DDr.AlfredPe- ters, auch an der Rechts- und Staatswissenschaftlichen Fakultät lehren sollte. Peters stammte aus demRheinlandundhatte an verschiedenenUniversitäten Soziologie, Zeitungswissenschaft, Volkswirtschaftslehre, Philosophie, Psycho- logie, Philologie undKunstwissenschaft studiert, bevor er den Lehrauftrag an derWienerHochschule angenommen hatte. Er selbst schrieb 1939 in seinem Lebenslauf,dassdieInitiative, ihmauchanderUniversitäteinenLehrauftragzu geben, sowohl von der philosophischen als auch von der Rechts- und Staats- wissenschaftlichenFakultät befürwortetwordenwar, aber »vonderdamaligen österreich.Regierung (nachweislich240 auspolitischenGründen)«nicht geneh- migtwurde, obwohl »dieVorlesungen gemäss einerAufforderungdesDekans derstaatswissenschaftl. Fakultät (Prof.Verdross) schonangekündigtwaren.«241 Bis März 1938 erfolgten anscheinend keine weiteren Aktionen der Wiener Rechts-undStaatswissenschaftlichenFakultät aufdiesemGebiet. Nachdem»Anschluss«allerdingsreichtePeterseinenHabilitationsantragfür das Fach Soziologie bei derRechts- und Staatswissenschaftlichen Fakultät ein undvergaßnunauchnichtzuerwähnen,dasserMitgliedderNSDAP,derSAund desNS-Dozentenbundes sei (eswarenmöglicherweise dieseMitgliedschaften, die 1933 seine Bemühungen um ein Lektorat an der Universität Wien zum Scheitern gebracht hatten). Trotz teils recht scharfer Kritik imHabilitations- verfahren242wurdePeters1940habilitiert243undhieltfortansowohlVorlesungen 239 Zit.nachdemAntragderProfessorenMayerundDegenfeld-Schonburgvom16.2.1933,zu Z400/1930, inÖStAAVA,UnterrichtAllg.,Univ.Wien,Karton608,Zeitungskunde. 240 Handschriftlichausgebessert von»wahrscheinlich« in»nachweislich«. 241 Lebenslauf von Alfred Peters, in:ÖStA AVA, Unterricht Allg., Univ.Wien, Karton 612, PetersAlfred. 242 SchoninKöln,woPetersdenDr.habil.beantragthatte,hatte ihmProf.LeopoldvonWiese DasStudiumderStaatswissenschaften258
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Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
Title
Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
Authors
Thomas Olechowski
Tamara Ehs
Kamila Staudigl-Ciechowicz
Publisher
V&R unipress GmbH
Date
2014
Language
German
License
CC BY-NC-ND 4.0
ISBN
978-3-89971-985-7
Size
15.5 x 23.2 cm
Pages
838
Category
Recht und Politik
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Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938