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Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
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schung. Weiters vertiefte Voltelini seine Studien in Rom als Stipendiat des österreichischenhistorischen Instituts.Von1886–1900war er alsArchivar im Haus-,Hof-undStaatsarchivtätig. 1887wurdeersubauspiciis imperatoriszum DoktorderPhilosophiepromoviert, 1892 schloss er seine juristischenStudien mit einemJDr. ab.1900habilitierte sichVoltelini inWien fürDeutschesRecht undÖsterreichische Reichsgeschichte.228 Im gleichen Jahr nahm er einenRuf nach Innsbruck an, zunächst als Extraordinarius, ab 1902 als Ordinarius für Österreichische Geschichte, bis er 1908 als Nachfolger Zallingers an die Uni- versitätWienberufenwurde.AnderWienerRechts-undStaatswissenschaftli- chen Fakultät bliebVoltelini bis zu seiner Emeritierung 1933. Voltelini war in denStudienjahren1916/17,1917/18und1924/25DekanderWienerRechts-und Staatswissenschaftlichen Fakultät und vertrat diese als Senator im Akademi- schen Senat der Universität Wien in den Studienjahren 1920/21 bis 1922/23. AußeruniversitärengagierteersichbeispielsweisebeimDeutschenKlub,dessen Mitgliederbereits 1913war.229 GegenüberdemDogmatikerSchwindwarendieForschungenvonDDr.Vol- telini stärkerhistorischundquellenkundlichgeprägt.GroßeVerdiensteerwarb er sichmit dermühevollenund erst nach seinemTodvollendetenEditionder SüdtirolerNotariats-Imbreviaturen im13. Jh.230Mit derGeschichte desNota- riatshatte er sichbereits in seiner fürdasDoktoratderPhilosophie verfassten Dissertationbeschäftigt,231auchseineHabilitationsschriftwar indiesemGebiet angesiedelt.FürseinediesbezüglichenForschungenwurdeervonderAkademie derWissenschachftenmitdemPreisderSavigny-Stiftungausgezeichnet.Auch viele andereForschungenbetrafen seineSüdtirolerHeimat, die er vor 1918als »Eckpfeiler«Österreichs »anderAdria« bezeichnete und seine Sorge darüber äußerte, dass »derwelscheTeil Tirols aus seinem fast tausendjährigenZusam- menhang mit deutschen Landen gerissen« werden könnte.232Die Bedeutung seiner Monographie zu den Anfängen der StadtWien233wurde nicht zuletzt 228 Voltelini reichte bereits imApril 1899 seineHabilitationsschrift »Die Einleitung zuActa Tirolensis II1.DerSüdtirolerNotariats-Imbreviaturendes13. Jahrhunderts.ErsterTheil« ein, die von Zallinger und Adler positiv begutachtet wurde; das Professorenkollegium wolltevonProbevortragundKolloquiumdispensieren,dochbestanddasMinisteriumauf AbhaltungdesVortrages,denVolteliniam16.1.1900über»DieständischeReactiongegen dieReformenKaiserJosefII.«hielt;erstdanachkonntedieHabilitationVolteliniserfolgen: ÖStAAVA,UnterrichtAllg.,Univ.Wien,Karton615,VolteliniHans. 229 MDK1913,Nr.5, 16. 230 Voltelini, Die Südtiroler Notariats-Imbreviaturen I;ders., Huter, Die Südtiroler No- tariats-ImbreviaturenII.Vgl.dazuNeschwara,GeschichtedesösterreichischenNotariats, Bd. I, 4. 231 Voltelini,Notariat. 232 Voltelini,Welsches Südtirol 103. Vgl. dazu auchders., Territoriale Entwicklung 481– 519,bes. 516. 233 Voltelini,AnfängederStadtWien. DeutschesRechtundÖsterreichischeReichsgeschichte 299
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Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
Title
Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
Authors
Thomas Olechowski
Tamara Ehs
Kamila Staudigl-Ciechowicz
Publisher
V&R unipress GmbH
Date
2014
Language
German
License
CC BY-NC-ND 4.0
ISBN
978-3-89971-985-7
Size
15.5 x 23.2 cm
Pages
838
Category
Recht und Politik
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Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938