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Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
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römisch-katholischerReligion, sprechediedeutscheund französischeSprache undbesitzeeinigeÜbunginderenglischen.MeineSpezialstudienbezogensich in erster Linie auf das Kirchenrecht«.416 Nach seinem Schulbesuch in den evangelischen Schulen417 in Lemberg, Hermannstadt und inWien amThere- sianum, absolvierte Hussarek sein Studium der Rechtswissenschaften an der UniversitätWienundpromovierteam2.Februar1889subauspiciis imperatoris zum JDr.418 In seinen Erinnerungen an Kaiser Franz Josef hielt er 1934 das Ereigniswie folgt fest: »DieEntschließung,mitwelchermirdiePromotionsub auspiciis Imperatorisbewilligtwurde,trägtdasDatumdes2.Februar1889,also des dritten Tages nach demTode des Kronprinzen Rudolf. Selbst dieses den Kaiser aufs tiefste erschütternde Unglück stand der Arbeit an Regierungsge- schäftennicht imWege.«419Bereitsseit1888arbeiteteeralsKonzeptspraktikant der niederösterreichischen Finanzlandesdirektion, zuständig für Grund- und GebäudesteuernsowieTax-undGebührenwesen.420Zwischen1890und1892war er als Juristenpräfekt am Theresianum tätig und hielt dort Kolloquien über Kirchenrecht – wie Plöchl treffend feststellt »zum erstenmal seiner wissen- schaftlichen Neigung huldigend«.421 Zugleich war Hussarek der Erzieher des ErbprinzenAbbas II.HilmiBey, dem späterenKhedivenvonÄgypten, den er nach dem Tod von dessen Vater Taufik 1892 nachÄgypten begleitete.422Mit Oktober 1892 begannHussareksKarriere amMinisterium fürUnterricht und Kultus: Zunächst im Konzeptsdienst wurde er 1897 zum Leiter des Departe- ments fürAngelegenheitendeskatholischenKultus,1899zumMinisterialrat,423 1906 zumSektionschef, 1907 zumLeiterdesKulturamtesundschließlich1911 zumMinisterfürKultusundUnterrichternannt.VonbesonderemVorteilwaren für seineTätigkeit amKultusministerium seine Erfahrungen anden evangeli- schen Schulen und seine durch die Bekanntschaft mit der ägyptischenHerr- scherfamilie erworbenenKenntnissedes Islams.424 Neben seiner ministeriellen Karriere verfolgte er auch seine akademische Laufbahn: Sohabilitierte er sich1893mitder Schrift »DiebedingteEheschlie- ßung«425 für Kirchenrecht an derWiener Juristischen Fakultät. Als ein Jahr später Friedrich Maassen emeritierte, wurde die Fakultät aufgefordert, Vor- schläge für einen Extraordinarius zu bringen – zwar wurde die Stelle eines 416 Lebenslauf vom25.7. 1892,UAW, JPA326 (MaxHussarek), 056. 417 Rumpler,Hussarek10. 418 Plöchl,MaxHussarekals akademischerLehrer79. 419 Hussarek,ReminiszenzenanKaiserFranz Josef I., I. 420 Plöchl,MaxHussarekals akademischerLehrer79. 421 WillibaldPlöchl,HussarekvonHeinlein,MaxFreiherr, in:NDBX(Berlin1974)86. 422 Plöchl,MaxHussarekals akademischerLehrer79. 423 Schima, Flüchtling–Mitläufer–Überzeugungstäter? 110. 424 Plöchl,MaxHussarekals akademischerLehrer80. 425 Plöchl,MaxHussarekals akademischerLehrer81. Die rechtshistorischenFächer328
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Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
Title
Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
Authors
Thomas Olechowski
Tamara Ehs
Kamila Staudigl-Ciechowicz
Publisher
V&R unipress GmbH
Date
2014
Language
German
License
CC BY-NC-ND 4.0
ISBN
978-3-89971-985-7
Size
15.5 x 23.2 cm
Pages
838
Category
Recht und Politik
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Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938