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Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
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gend, beimzweitenBerichter (Prof.Voltelini)hatB. versagt.DerProbevortrag warderart,dassererstnachWiederholunggenehmigtwerdenkonnte. Ichhabe damals stark zwischen jaundneingeschwankt.Wenn ichmich schließlich für ersteres entschloss, so hat vielleicht mitgewirkt die Freude, nach 10jähriger Lehrtätigkeit einen Schüler in dieWelt setzen zukönnenunddas gütigeWort Prof. Schrutka’s, man solle ihmGelegenheit geben, sich zu bewähren.«460 Im Dezember1922erfolgtedieBestätigungder veniadocendi fürKirchenrechtan derRechts- undStaatswissenschaftlichenFakultät derUniversitätWiendurch dasMinisterium.461DreiJahrespäter, imJuli1925,erfolgteseineEheschließung mitBertieLöffler.462NachseinerHabilitationwarBombierohauptberuflichbis 1926 als Strafrichter inMödling tätig, 1930 eröffnete er inMödling eine An- waltskanzlei. Bereits mit dem Sommersemester 1923 nahm Bombiero seine Lehrtätigkeit aufundbot inden folgenden JahrenVorlesungenzurGeschichte des Kirchenrechts, Lesung ausgewählter Stellen aus dem neuen Codex iuris canonici, Lehrveranstaltungen zum österreichischen Staatskirchenrecht, Kon- versatorien und Repetitorien des Kirchenrechts, sowie Vorlesungen zum kirchlichenEherechtundProzessrecht an. DiewissenschaftlicheKarriereBombierosentwickeltesichnurlangsam,zwar wurde er in den folgenden Jahren bei Berufungsvorschlägen an den österrei- chischenUniversitätenberücksichtigt, kam jedochnie zumZug–was er 1938 beklagte (sieheunten). ImJuli 1934463 tratBombieroderVaterländischenFront bei,waser1938imFragebogenderNSDAPauchangab,erversicherteallerdings, er »habe jedoch nie das Abzeichen (Band) der V,F, [sic] getragen, weder als Rechtsanwalt noch an der Universität«464. Zu seiner politischen Einstellung äußerte er sich auch Mitte Mai 1938 und machte folgende Angaben »über sonstigeTätigkeit fürdieNSDAP:Bin schon imSommer1925anlässlich einer politischen Untersuchung inMödling durchWochen von denmarxistischen Blättern (Arbeiter-Ztg., Abend etz.) angegriffen und als ›bekannter Hacken- kreuzler‹ bezeichnetworden.Habe inKenntnis seiner und seinesBrudersRo- landn,s, [sic]EinstellungHerrnDr,WolfgangSteingruberEnde1933 inmeine Kanzlei aufgenommen.Habewiederholt fürwegen ihrernationalsozial.Gesin- nungverfolgteHerren(RudolfWeisskirchner jun., JakobBreine,Dr. Fr,Kraus, alle in Mödling) bei verschiedenen Behörden interveniert. Sollte uber [sic] Vorschlag der sehr nationalen jur. Fakultät in Innsbruck vor ca. 2 Jahrendort eine Lehrkanzel erhalten. Da ich nicht Systemmann war, billigte der damal. 460 SchreibenRudolfKöstlersvom28.9. 1948,UAWJPA288(JuliusBombiero), 047. 461 BArch (Berlin-Lichterfelde)R/4901/24278(LesefilmnummerDSA8)0738 (7491). 462 BArch (Berlin-Lichterfelde)R/4901/24278(LesefilmnummerDSA8)0704. 463 Laut anderemFragebogen imPersonalakt Bombiero im Juli 1935, siehe: BArch (Berlin- Lichterfelde)R/4901/24278 (LesefilmnummerDSA8)0712 (7481). 464 BArch (Berlin-Lichterfelde)PKA0447, 1546. Die rechtshistorischenFächer334
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Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
Title
Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
Authors
Thomas Olechowski
Tamara Ehs
Kamila Staudigl-Ciechowicz
Publisher
V&R unipress GmbH
Date
2014
Language
German
License
CC BY-NC-ND 4.0
ISBN
978-3-89971-985-7
Size
15.5 x 23.2 cm
Pages
838
Category
Recht und Politik
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Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938