Web-Books
in the Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Recht und Politik
Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
Page - 346 -
  • User
  • Version
    • full version
    • text only version
  • Language
    • Deutsch - German
    • English

Page - 346 - in Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938

Image of the Page - 346 -

Image of the Page - 346 - in Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938

Text of the Page - 346 -

friedigung feststellen,daßmirderErfolg insolchenFällennicht immerversagt geblieben ist.«12 DieTheorienEhrenzweigs(gepaartmitseiner jüdischenHerkunft)brachten ihmeinigeGegnerein,unteranderemErnstSchwind,derEhrenzweigsBerufung zum ordentlichen Professor für Zivilrecht inWien zu verhindern wusste. Zu Ehrenzweigs Theorien äußerte er sich in seinem Separatvotum 1907 folgen- dermaßen: »Auch ich bekennemich anstandslos zu den Freuden einer freien nichtallzuängstlichenz.B.andenMotivensichanklammerndenInterpretation. WohinkämeunserRechtsleben,wennwir aufdieMöglichkeit derFortbildung desRechtes imWegeder InterpretationvonGesetzenverzichtenwürden.Aber davonistdochnocheinweiterSchritt,biszudemSystemE’s,dasinoftgeradezu beängstigenderWeise ausneuenGesetzenallgemeineGrundgedankenableitet, dieindieserAllgemeinheit ihmferneliegenunddadurchanalogeAnwendungen derselbenzuweitenDeutungenkommt,dieauchvorpositivenNormenunseres bestehendenRechteskeinenHaltmehrmachen.«13 2. DieProfessorenundDozenten1918–1938 a) JosefSchey14 Josef (bis1919:Freiherr)Schey(vonKoromla)kamam16.März1853alsSohn des jüdischen Bankiers undGroßhändlers Friedrich Schey vonKoromla und dessendritterGattinHermine(geb.Landauer) inWienzurWelt.Erabsolvierte dasAkademischeGymnasium inWienund studierte anschließendRechtswis- senschaften inWien bei JosephUnger, Rudolf von Jhering, Julius Glaser und Lorenz von Stein.15Nach seiner Promotion zum JDr. inWien 1875 folgte ein Studienjahr in Berlin und Bonn. Seine berufliche Tätigkeit begann er bei der niederösterreichischen Finanzprokuratur, 1882 folgte eine Anstellung beim MinisteriumfürKultusundUnterricht.Zwischenzeitlichhatteer sich1877mit der Schrift »ZurGeschichte der actio Pauliana und des interdictum fraudato- rium« fürRömischesRecht anderUniversitätWienhabilitiert. Bereits 1881wurde er von der Grazer Berufungskommission auf die Lehr- kanzel für römischesRecht (NachfolgeGustavDemelius) inBetrachtgezogen– 12 Ehrenzweig, SystemIErsteHälfte, IV.Hervorhebungen imOriginalvorhanden. 13 Zit.n.Oberkofler,ÖsterreichischeRechtswissenschaft 420. 14 Fritz Schwind, Schey vonKoromla Josef, in:ÖBLX (Wien 1991) 101; ElisabethBerger, Schey, Josef Freiherr von, in: NDB XXII (Berlin 2005) 719 f; Walker, Josef Schey zum 80.Geburtstag;Walker, Josef Freiherr vonSchey (Großteils identischmit vorgenannten). 15 Wesener,ÖsterreichischesPrivatrecht 53. Die judiziellenFächer346
back to the  book Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938"
Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
Title
Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
Authors
Thomas Olechowski
Tamara Ehs
Kamila Staudigl-Ciechowicz
Publisher
V&R unipress GmbH
Date
2014
Language
German
License
CC BY-NC-ND 4.0
ISBN
978-3-89971-985-7
Size
15.5 x 23.2 cm
Pages
838
Category
Recht und Politik
Web-Books
Library
Privacy
Imprint
Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938