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1939gestorben.«259ZurKremierung seinesLeichnames erschienennurwenige
Weggefährten.260
d) EmmanuelAdler
Nurkurz isthieraufEmmanuelAdlereinzugehen,der imhierdarzustellenden
ZeitraumlediglicheinmaleineVorlesunganderUniversitätWien(undzwar im
SS 1919 aus Marken- und Musterrecht) hielt. Adler stammte aus Prossnitz
[Prosteˇjov/CZ]inMährenundhattesich1900inPragfürPrivatrechthabilitiert;
daneben arbeitete er in der Prager Finanzprokuratur. Offenbar im Zusam-
menhangmit seinemWechsel andasWienerPatentamt ließer sichseinevenia
auf dieUniversitätWien übertragen und erhielt 1910 denTitel eines ao. Pro-
fessors, 1918 den Titel eines o. Professors. Beruflich war er 1918–1922 im
Staatsamt für soziale Verwaltung bzw. im Sozialministerium, danach im
Bankenwesentätig;paralleldazulehrteerauchanderTechnischenHochschule
Wien. Seine wissenschaftlichen Arbeiten betrafen ein breites Spektrum (Ar-
beits-,Namens-, Persönlichkeits-,Urheber-undMarkenrecht); fürdenKlang-
Kommentar zumABGB bearbeitete er die §§1151–1173 über die Dienstleis-
tungsverträge.261
e) AlbertEhrenzweig sen.
Albert Ehrenzweig sen., derVater des obenbereits behandeltenAlbertArmin
Ehrenzweigjun.,262waralsSohnvonAdolfEhrenzweigundjüngererBrudervon
Armin Ehrenzweig 1875 in Baden bei Wien geboren. Er schlug nach seiner
Promotion zum JDr. inWien 1898 sowie »nach einer kurzen Tätigkeit im Fi-
nanzdienstdieRichterlaufbahn«ein,263veröffentlichtedanebenaberzahlreiche
AufsätzevorallemzumExekutionsrecht, sowieauch1908einenvielbeachteten
BeitragzurReformdesEntmündigungsrechts,derEinflussaufdieNeuregelung
dieserMaterie 1916264 hatte. 1905 besorgte er mit seinemBruder Armin eine
dritte Auflage des Steinbach-Kommentars zumAnfechtungsgesetz; 1916 ver-
öffentlichte er alleine einen 576 Seiten starken Kommentar zur Anfechtungs-
ordnungundzudenAnfechtungsnormenderKonkursordnung,mitdemersich
259 Klang, Pisko210.
260 Vgl. untenbeiGustavWalker411.
261 29.9. 1873–27.8. 1930.Vgl.Abel,Adler;AdlerEmanuel, in:ÖBLI (Wien1957)6;ÖStA
AVA,UnterrichtAllg.,Univ.Wien,Karton609,PersonalaktAdlerEmmanuel.
262 Vgl. oben369.
263 Kerber, Ehrenzweig.
264 KsVOvom28.6. 1916RGBl207/1916; vgl.Ogris,Rechtsentwicklung584.
Handels- undWechselrecht 393
Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
- Title
- Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
- Authors
- Thomas Olechowski
- Tamara Ehs
- Kamila Staudigl-Ciechowicz
- Publisher
- V&R unipress GmbH
- Date
- 2014
- Language
- German
- License
- CC BY-NC-ND 4.0
- ISBN
- 978-3-89971-985-7
- Size
- 15.5 x 23.2 cm
- Pages
- 838
- Category
- Recht und Politik