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Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
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undIndividualrechtederSteuerzahler«, undebenfalls imselben JahrFriedrich Hawelka(1875–1933)41miteinerUntersuchungüber»DasRechtanöffentlichen Wegen«,sowie1915LeonidasPitamic(1885–1971)miteinerMonographieüber »Die parlamentarischeMitwirkung bei Staatsverträgen inÖsterreich«;42 1917 schließlichwurdedieveniadesRechtshistorikersKarlGottfriedHugelmannum dasallgemeineStaatsrecht erweitert. VondenGenanntenwarReicher1910gestorben,Nawiasky1914nachMün- chengezogen. Somit lehrten imJahre1918anderUniversitätWienzweiOrdi- narien (Bernatzik,Menzel), einExtraordinarius (Laun)und12Privatdozenten (Tezner, Brockhausen,Herrnritt, Zˇolger, Redlich, Seidler, Zweig, Kelsen,Witt- mayer,Hawelka,Pitamic,Hugelmann),vondenenzweialsProfessorenauchan anderenHochschulen lehrten(RedlichanderTechnischenHochschule,Seidler an der Exportakademie) und auch die meisten anderen den Professorentitel verliehenbekommenhatten.Eskanngesagtwerden,dassdasStaats-undVer- waltungsrecht, gemessen an seinemnochbis 1935 eherbescheidenenPlatz im Rahmendes juristischenStudiums, außerordentlich starkvertretenwar. den-Synkretismus verurteilen« – eine Anspielung auf Kelsens Postulat dermethodischen Reinheit! – erhebt er [Wittmayer] zumProgramm:DieVereinigung von juristischer und politischerMethode.« 41 Hawelka,der1915denTitel einesao.Professorserhielt,warsowieWittmayerzunächst im Handels-, ab1917 imSozialministerium tätigundwurde1918vomk.k.Ministerratspräsi- diummit »Arbeiten ander Staatsreform«betraut, die jedochdurchdienachfolgendeEnt- wicklung »gegenstandslos« wurden. Auch die deutschösterreichische Staatskanzlei nahm zunächst seineDienste in Anspruch; hier arbeitete er engmitMerkl zusammen. AbDe- zember 1918 leiteteHawelka dasDepartement für Pensionsversicherung imStaatsamt für soziale Fürsorge.Ab 1922mit der Leitungder sozialpolitischenSektion imSozialministe- rium betraut, wurde er 1923 zumwirklichen Sektionschef ernannt und trat 1931 in den Ruhestand. ImMinisteriumwirkte er insbesondere an der Entstehung des Angestellten- versicherungsgesetzes und des Arbeiterversicherungsgesetzes mit. Vgl. zu ihmMerkl, Hawelka. 42 15. 2. 1885–30.6. 1971. Pitamicwar ab1919Professor ander neugegründetenUniversität LjubljanaundimakademischenJahr1924/25derenRektor.AlsRechtstheoretiker lieferteer wertvolle Beiträge zur Reinen Rechtslehre, auf denen Kelsen insbesondere bei der Ent- wicklungderGrundnormaufbauenkonnte.DanebenstandPitamicwiederholtimDienstder Regierungdes SHS-Staates bzw. Jugoslawiens, u.a.war er 1929–1934 jugoslawischer Bot- schafter in den Vereinigten Staaten. 1951 wurde er vom kommunistischen Regime von seinemLehramtenthoben.Vgl. zu ihmPavcˇnik,AndenGrenzenderReinenRechtslehre; Pavcˇnik, LeonidPitamic. AllgemeinesundösterreichischesStaatsrecht 473
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Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
Title
Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
Authors
Thomas Olechowski
Tamara Ehs
Kamila Staudigl-Ciechowicz
Publisher
V&R unipress GmbH
Date
2014
Language
German
License
CC BY-NC-ND 4.0
ISBN
978-3-89971-985-7
Size
15.5 x 23.2 cm
Pages
838
Category
Recht und Politik
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Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938