Page - 558 - in Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
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mittee«,dasdenalliiertenKampfgegenNS-Deutschlandunterstützte. 1969zog
er zuseinerTochternachWashington,woeram14.Mai1972verstarb.
ZuRichard SchüllersWerken zählen unter anderem»Die klassischeNatio-
nalökonomie und ihre Gegner« (1895), »Schutzzoll und Freihandel. Die Vor-
aussetzungenundGrenzenihrerBerechtigung«(1905),»DieNachfrageaufdem
Arbeitsmarkte« (1911), »Keynes’ Theorie der Nachfrage nach Arbeit« (1936),
»CommercialPolicy« (1943), »A free tradearea« (1949).
f) SigmundSchilder399
SigmundSchilder, geboren am20. Jänner 1872 inWien, studierte anderUni-
versität Wien die Rechte und belegte unter anderem die Seminare Mengers,
Böhm-BawerksundauchdesHistorikersLudoM.Hartmann.Laut einemdem
Habilitationsgesuch beigelegten Curriculum vitae verzögerte eine »nervöse
ErkrankungdenAbschlussmeinerUniversitätsstudien,unterbrachjedochnicht
meine wirtschaftswissenschaftliche Ausbildung«. So trat Schilder 1899 als
Konzeptsbeamter ins k.k.Österreichische Handelsmuseum ein und war dort
vor allem für die Fachblätter »Das Handelsmuseum« und »Oesterreichische
Monatsschrift fürdenOrient« zuständig.DurchdieseUnterbrechungenwurde
ererst 1901zumJDr.promoviert.
1912 und 1915 veröffentlichte Sigmund Schilder in zwei Bänden »Entwick-
lungstendenzenderWeltwirtschaft«,womit er imMärz 1915umVenia fürPo-
litischeÖkonomieansuchte.DieGutachterPhilippovic´undWieserberichteten
positiv,sodassSchilderimJuli1915habilitierte.ErlehrtefortanalsPrivatdozent
fürNationalökonomieanderRechts-undStaatswissenschaftlichenFakultät,wo
er in den 1920er Jahren das »Wirtschaftspolitische Proseminar« leitete. Im
BrotberufwarSchilderweiterhinSekretärdesHandelsmuseumsunddortLeiter
desArchivs; ab1922arbeiteteeralsRegierungsrat imHandelsministerium.Zu
seinen Schriften zählen »Agrarische Bevölkerung und Staatseinnahmen in
Österreich« (1906), »Entwicklungstendenzen der Weltwirtschaft« (in zwei
Bänden, 1912 und 1915) und »Der Streit umdie LebensfähigkeitÖsterreichs«
(1926).SchilderlehrtebiszumSommersemester1930.Erverstarb1932inWien.
399 Vgl. UAW, Senat S. 304.1112; ÖStA AVA, Unterricht Allg., Univ. Wien, Karton 613,
PersonalaktSchilderSigmund.
DiestaatswissenschaftlichenFächer558
Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
- Title
- Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
- Authors
- Thomas Olechowski
- Tamara Ehs
- Kamila Staudigl-Ciechowicz
- Publisher
- V&R unipress GmbH
- Date
- 2014
- Language
- German
- License
- CC BY-NC-ND 4.0
- ISBN
- 978-3-89971-985-7
- Size
- 15.5 x 23.2 cm
- Pages
- 838
- Category
- Recht und Politik