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Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
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tische Karriere fort. 1947 erschien das Buch »Katholische Sozialpolitik am Scheideweg« und ab 1949 war Dobretsberger Obmann der Demokratischen Union,die sich 1953mit derKPÖunddenLinkssozialisten zur »Volksopposi- tion«vereinigte.456 JosefDobretsberger verstarbam23.Mai1970 inGraz. u) HansBayer457 Geboren am3.Feber 1903 inWien, absolvierteHans Bayer seine Studien der Staats- und Rechtswissenschaften (Dr.rer.pol. 1924 et JDr. 1925) an der Uni- versität Innsbruck und habilitierte bei Hans Mayer 1929 mit der Schrift »StrukturwandlungenderösterreichischenVolkswirtschaft nachdemKriege«. AbdemWintersemester 1929/30hielt er alsPrivatdozentderPolitischenÖko- nomie Vorlesungen in Wien und bot »Probleme einer Theorie der Wirt- schaftsänderungen« oder die Übung »Neuere sozialwirtschaftliche Kundge- bungenderchristlichenKirchenvomGesichtspunktderVolkswirtschaftslehre« an.Ab1930wareraußerdemMitgliedderNationalökonomischenGesellschaft. 1933 wurde Hans Bayer außerordentlicher Professor der PolitischenÖko- nomieundStatistik anderUniversität Innsbruck, scheint aberweiterhin auch imVorlesungsverzeichnis der UniversitätWien auf, wo er in den Sommerse- mestern über die »Neugestaltung derWirtschaft« im Ständestaat sprach. Aus jenerZeit stammenBayersWerke»DerberufsständischeAufbauinÖsterreich« (1935) und die »Vorschläge zur Arbeitsbeschaffung« (1937), die ihn als An- hängerdesneuenRegimesauswiesen.1938wurdeHansBayer aufgrunddieses politischenBekenntnissesvonderUniversität Innsbruckvertrieben.Nachdem ZweitenWeltkriegkonnteerseineStelle jedochwiedererlangenundwarab1947 ordentlicherProfessor. 1956nahmBayereinenRufandieSozialakademienach Dortmund an, wo er bis zu seinemTod am 5.Mai 1965 lehrte. InDortmund veröffentlichte Bayer das Buch »Der soziologische Strukturwandel in unserer Zeit« (1957),welchesmaßgeblichdazubeitrug, dass erheute vor allemzuden Soziologengezähltwird. Hans Bayers Ruf an die Sozialakademie, aber auch schon seine früheren Schriften zeigen einmalmehr, dass dieAbgrenzungen zwischenden einzelnen Wissenschaftsdisziplinen, insbesondere zwischenpolitischerÖkonomieund– noch längst nicht institutionalisierter – Soziologie in jenen Jahren nochnicht gezogen waren. Friedrich Stadler spricht daher unter Anführung von Hans Bayer, Carl Grünberg, Alexander Mahr und Karl Prˇibram von »vielschichtig interessiertenÖkonomen, Grenzgängern einerWissenschaft imUmbruch«458 456 SiehedazuAutengruber,Dobretsberger. 457 Vgl.UAW, JPA282, SenatS. 304.47. 458 Stadler,VertriebeneVernunft 229. Nationalökonomie& Volkswirtschaftspolitik 579
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Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
Title
Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
Authors
Thomas Olechowski
Tamara Ehs
Kamila Staudigl-Ciechowicz
Publisher
V&R unipress GmbH
Date
2014
Language
German
License
CC BY-NC-ND 4.0
ISBN
978-3-89971-985-7
Size
15.5 x 23.2 cm
Pages
838
Category
Recht und Politik
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