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österreichischen Widerstandes (DÖW), verstarb am 24.Dezember 1963 in
Wien.
e) HermannRoeder537
Hermann Karl Roeder wurde am 1. Juni 1898 inWien geboren. Er studierte
zunächstStaatswissenschaftenundschloss1923mitderDissertation»Kritikder
städtischenBodenreformbewegunginDeutschland«zumDr.rer.pol.ab.Danach
studierte er auch noch die Rechte und konnte daher 1933 mit der Schrift
»Willensfreiheit und Strafrecht. Versuch einer gesellschaftsphilosophischen
Grundlegung« fürdie FächerGesellschaftslehreundRechtsphilosophie habili-
tieren. Ab dem Sommersemester 1933 lehrte er als Privatdozent und las die
»Einführung in die neuere Soziologie« (respektive auchunter demTitel »Ein-
führung in die Gesellschaftslehre«). Im Hauptberuf war Roeder Polizeikom-
missär. Bemerkenswerterweisewar er das einzigeMitglied des Spann-Kreises,
demnachdemMärz1938vonderneuenpolitischenFührungdieLehrbefugnis
nicht entzogenwurde.
1953 ließHermannRoeder seineVenia auf Straf- und Strafprozessrecht er-
weitern;ab1960warerOrdinariusanderUniversitätGraz,imStudienjahr1964/
65dortauchDekan.Erverstarb1978.ZuseinenWerkenzählen»DasSystemdes
österreichischen Strafverfahrensrechtes« (1951), »Die Begriffsmerkmale des
Urteils imStrafverfahren« (1967).
f) Johann(es)Sauter538
Johann(es) Sauterwurdeam24.Mai 1891 inKleeberg/Bayerngeboren.Er stu-
dierteamPassauerLyzeumerstzweiSemesterPhilosophie,dannachtSemester
Theologie.NachEmpfangderPriesterweihewarer von1916bis 1923 als Seel-
sorger tätig (eine Funktion, die er später inWien stets verschwiegen hat und
stattdessenangab,von1916bis1922eine»berufswirtschaftlicheAusbildung in
einerBank« absolviert zuhaben). Per Sommersemester 1923hatte sich Sauter
vomBistumPassaubeurlauben lassen,umfortan inMünchendasStudiumder
Philosophiezubetreiben,daser imMärz1926miteinerDissertationüber»Die
Sozialphilosophie Franz von Baaders und seine Beziehung zur deutschen Ro-
mantik« abschloss. Zeitgleichmit seiner Immatrikulation inMünchen inskri-
bierte Sauter 1923 auch an derUniversitätWien für dasDoktorat der Staats-
wissenschaften und promovierte schon am 17. Juni 1925, also noch vor Ab-
schluss seinesMünchner Studiums, inWien zumDr. rer. pol.Hier gehörte er
537 Vgl.UAW, JPA386, SenatS304.1057.
538 ZuSauter sieheausführlichEhs,VertreibungdererstenStaatswissenschafter.
Gesellschaftswissenschaft 599
Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
- Title
- Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
- Authors
- Thomas Olechowski
- Tamara Ehs
- Kamila Staudigl-Ciechowicz
- Publisher
- V&R unipress GmbH
- Date
- 2014
- Language
- German
- License
- CC BY-NC-ND 4.0
- ISBN
- 978-3-89971-985-7
- Size
- 15.5 x 23.2 cm
- Pages
- 838
- Category
- Recht und Politik