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Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
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Schriften zu den Themen »Bilanz und Steuer. Grundriß der kaufmännischen Buchführung unter besondererWürdigung ihrer wirtschaftlichen und juristi- schenBedeutung (1900) sowieÜberdieBeziehungenderBuchführungzur Ju- risprudenz« und trug damit zur Entwicklung einer modernen betriebswirt- schaftlichen Steuerlehre und Rechnungswesen bei. Reisch stand in engem Kontakt zuLudwigMisesundFriedrichHayek,warEhrenmitgliedderWiener NationalökonomischenGesellschaftundschließlichVorstanddesKuratoriums fürdas Institut fürKonjunkturforschung.Erverstarbam14.Dezember1938 in Wien. f) Rudolf Schranil559 RudolfSchranilwurdeam21. Jänner1885inNixdorfbeiSchluckenau,Böhmen [Mikul‚ sˇovicebei Sˇluknov/CZ] geboren, besuchtebis 1903dasGymnasium in Prag, studierte dann bis 1907 an der Deutschen Universität Prag Rechtswis- senschaften (JDr. am1.Oktober 1909), anschließendbis 1911 ebendort Philo- sophie,GeographieundGeschichte,von1911bis1913anderUniversitätBerlin nochmals dieRechte.Von1913bis 1917war SchranilMitarbeiter der Landes- finanzdirektionPragundhabilitierte1917anderDeutschenUniversitätPragfür das Fach Finanzrecht. Im selben Jahr trat er aber als Finanzrat ins Finanzmi- nisterium inWien ein,weswegen er seineVenia imFrühjahr 1918 andieUni- versitätWienübertragen ließ.Bereits1921erhieltSchranil jedocheinenRufan dieUniversität Prag auf einExtraordinariat fürVerwaltungsrecht undFinanz- recht; 1927wurde erdort zumordentlichenProfessor ernannt. So lehrte er in WiennurwährendwenigerSemester, laszumBeispiel imSommersemester1920 über »Finanzstrafrecht und -verfahren« sowie »Kriegs- undNachkriegsfinan- zen«. Später arbeitete er andenUniversitätenHalleundSaarbrücken.560 RudolfSchranilwarwährendseinerkurzenZeit inWienMitgliedzahlreicher Vereine, zumBeispiel der »Gesellschaft österreichischerVolkswirte«, der »Ju- ristischenGesellschaft« undder »SoziologischenGesellschaft«.Außerdemwar ermitHansKelsenbekannt geworden,überdessenBerufung andieDeutsche Universität Prag er 1933 abstimmen sollte. Dass Schranil damals für Kelsen stimmte, sollte ihn1939dieStellekosten.561 Zu Schranils finanzwissenschaftlichen Schriften zählen »Zur Neuordnung der autonomen Finanzen inÖsterreich« (1920) und »Besteuerungsrecht und Steueranspruch« (1925); später spezialisierte er sich auf Verwaltungs- und 559 Vgl.UAW,SenatS304.1149;PersonalaktSchranil (ÖSTAAVA,UnterrichtAllgemein,Univ. Wien,Karton613). 560 Vgl.Müller,Übergangszeit. 561 Vgl.Olechowski,Busch,HansKelsen. DiestaatswissenschaftlichenFächer610
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Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
Title
Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
Authors
Thomas Olechowski
Tamara Ehs
Kamila Staudigl-Ciechowicz
Publisher
V&R unipress GmbH
Date
2014
Language
German
License
CC BY-NC-ND 4.0
ISBN
978-3-89971-985-7
Size
15.5 x 23.2 cm
Pages
838
Category
Recht und Politik
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