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Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
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der Lehrbefugnis über das 70. Lebensjahr hinaus vomMinisterium negativ beschieden. Aber Schiffs Wohnung blieb bis 1938 wichtiger konspirativer Treffpunkt derKommunistenundRevolutionären Sozialisten. BeiHitlers Ein- marsch floh Schiff am 12.März 1938 zu seiner Tochter Käthe nach Großbri- tannien und lebte von 1939 bis 1950mit Anna Postelberg in Birmingham. In England arbeitete Schiff bei Flüchtlingsorganisationen und avancierte zum Vorsitzenden des »Council ofAustrians inGreat Britain«. Er warGründungs- mitglieddes»FreeAustrianMovement«undkehrtevonderStadtWienoffiziell eingeladen im Jahr 1950 nachÖsterreich zurück, wo er noch am 1. Juni des- selben Jahresverstarb. Walter SchiffswissenschaftlichesWerk ist durch sein soziales undvolksbil- dendes Engagement bedingt: Zuerst widmete er sich ökonomischen und so- zialenFragenderAgrarpolitik, etwa inseinerHabilitationsschrift »Österreichs Agrarpolitik seit derGrundentlastung« (1898), später vor allemderArbeiter- frage, zumBeispiel in »Die Kinderarbeit inÖsterreich« (1913) und »Der Ar- beiterschutz der Welt. Eine Übersicht der Arbeiterschutz-Vorschriften aller Länder«(1920).SeineVerdiensteinderStatistikberuhenaufdenwegweisenden Beiträgen zur Sozialstatistik wie »Die Statistik derHaushaltungsrechnungen« (1913) und »Die natürliche Bewegung der Bevölkerung des Bundeshauptstadt Wien in den Jahren 1909–1925« (1926). Seit Ende der 1920er Jahre immer stärker politisiertwidmete sich Schiff zuletzt Themenwie »DiePlanwirtschaft und ihreökonomischenHauptprobleme« (1932). e) WilhelmWinkler581 Winklerwurdeam29. Juni1884 inPraggeboren,besuchtedortdasKleinseiter deutsche Gymnasium, dann von 1902 bis 1907 die Juridische Fakultät der DeutschenUniversitätPrag,woeram16. Juli1907zumJDr.promoviertwurde. NachAbsolvierungdesGerichtsjahresstandWinklervon1909bisEnde1918im DienstdesStatistischenLandesbüroBöhmensundzuletzt alsReferent für Sta- tistik undBevölkerungswesen imKriegsministerium.Dorthinwar er 1916be- rufenworden,umgemeinsammitseinemspäterenTrauzeugen,OthmarSpann, die LeitungderHeeresstatistischenAbteilung zuübernehmen; aus dieser Zeit stammen zum Beispiel die Untersuchungen »Die Totenverluste der österrei- chisch-ungarischenMonarchienachNationalitäten«(1919)und»DerRückgang der körperlichenTüchtigkeit inÖsterreich« (1921). 1919/20 arbeiteteWinkler alsMinisterialsekretär undLeiter des statistischenDienstes imdeutsch-öster- reichischenStaatsamtfürHeereswesenundreistealsstatistischerBeraterzuden 581 Vgl.UAWSenat S 304.1404und JPA433.Näher zuWinkler siehePinwinkler,Wilhelm Winkler. DiestaatswissenschaftlichenFächer620
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Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
Title
Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
Authors
Thomas Olechowski
Tamara Ehs
Kamila Staudigl-Ciechowicz
Publisher
V&R unipress GmbH
Date
2014
Language
German
License
CC BY-NC-ND 4.0
ISBN
978-3-89971-985-7
Size
15.5 x 23.2 cm
Pages
838
Category
Recht und Politik
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