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Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
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gelischen Sozialen Frauenschule inWien tätig war und imAustrofaschismus unteranderemalsMitglied imFilmzensurbeirat591 inErscheinungtrat,warvon März bis September 1934 der Jurist KarlHofbauer592Assistent am Institut für StatistikderMinderheitsvölker.DaweitereAssistenten indenAufzeichnungen derUniversitätnichtmehrausfindiggemachtwerdenkonnten,scheintdieStelle fürdenRestdesUntersuchungszeitraumesvakantgebliebenzusein. Winklers Institutwar zunächst in denRäumlichkeiten vonOthmar Spanns »Seminar für politischeÖkonomieundGesellschaftslehre«untergebracht und übersiedelte imWintersemester1924/25indieLiebiggasse5,alsauchdiesedrei Räumenichtmehr ausreichtenEndeFeber 1928 indieNeueBurg amHelden- platz,593demnach indieNähedesBundesamts für Statistik,Winklers zweitem Standbein. Zwar bezog das Institut materielle und finanzielle Unterstützung seitens des Unterrichtsministeriums wie auch des deutschen Auswärtigen Amtes,dochwar schon1922die»Gesellschaft zurFörderungdes Institutes für Statistik derMinderheitsvölker« ins Leben gerufenworden. Dessen Präsident war der letzte k.u.k.Finanzminister der Doppelmonarchie, Alexander Spitz- müller; im Aufsichtsrat saßen unter anderem Spann,Wieser, aber auch Karl Renner sowiezahlreicheVertreterderdeutschsprachigenMinderheiten inOst- und Südosteuropa und nicht zuletzt Carl von Bardolff, der Obmann des »Deutschen Klubs« und spätere Vorsitzende des »Deutschen Volksrates« in Österreich. WilhelmWinkler stand dem Institut bis 1938 vor undmusste die Leitung dann anden Finanzwissenschafter EmanuelHugoVogel abtreten; dieser wie- derumwurde inseinerFunktion1940vonWinklers langjährigemWidersacher Felix Klezl-Norberg beerbt. 1945 konnteWinkler »sein« Institut zurückerlan- gen, nannte es fortan nur noch »Institut für Statistik«, gab dieVolkstumsfor- schung auf undwidmete sich dermathematischen Statistik, insbesondere der Demo-undÖkonometrie. G. Wirtschaftsgeographie (TamaraEHS) 1. Allgemeines Im Vorlesungsverzeichnis der Rechts- und Staatswissenschaftlichen Fakultät fanden sich außerdemAngebote aus demBereich derWirtschaftsgeographie. 591 Vgl.DieBerufung indenFilmzensurbeirat, in:DasKino-JournalNr.1296vom8.6. 1935. 592 ZuKarlHofbauersiehenäherdie(nochunveröffentlichten)RecherchenvonBertrandPerz zuÖsterreichern inderLublinerVernichtungsadministrationvonOdiloGlobocnik. 593 Ein Bericht über den Studienalltag am Institut ist von Paul Neurath erhalten, der das Seminar imWintersemester 1934/35besuchte:Neurath, ProfessorWilhelmWinkler 71. Wirtschaftsgeographie 625
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Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
Title
Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
Authors
Thomas Olechowski
Tamara Ehs
Kamila Staudigl-Ciechowicz
Publisher
V&R unipress GmbH
Date
2014
Language
German
License
CC BY-NC-ND 4.0
ISBN
978-3-89971-985-7
Size
15.5 x 23.2 cm
Pages
838
Category
Recht und Politik
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