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Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
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Jahres 1908, die auchnach 1918noch inGeltung standen, sahen jedochkeine bloße Rechtsanwaltvereinigung vor, sondern bestimmten in Paragraph 1 als Zweckdes »nichtpolitischenVereines […]dieVermittlung des geselligenVer- kehresseinerMitglieder,dieAnschaffungderbedeutenderenErscheinungender Literatur,insbesonderevonZeitschriftendesIn-undAuslandes,diesichmitden Staatswissenschaften und den damit in Zusammenhang stehenden Fächern beschäftigen, unddieAbhaltungvonVorträgenüberwissenschaftlicheGegen- stände.« In der Liste der Lesevereinsbibliothek scheinen schließlich diewich- tigsten rechts- und staatswissenschaftlichen, d.h. auch (rechts-)historischen, nationalökonomischenundsozial-wieauchfinanzwissenschaftlichenSchriften jener Jahre auf. Gelesenwurden Lajos Kossuths Schriften aus der Emigration ebensowie Pierre-Joseph Proudhons Systemder ökonomischenWidersprüche, FriedrichEngels’DieLagederarbeitendenKlasse inEnglandoderRudolf von JheringsGeistdes römischenRechts.Danebenstandenunter vielenanderendie Jahrbücher fürNationalökonomieundStatistiksowiezumBeispielZeitschriften wieDerVolkswirt, dasArchiv für Sozialwissenschaft undPolitikoderdieZeit- schrift fürVerwaltung in ihrenaktuellstenAusgabenzurVerfügung. Unterjenen,dieab1919unterderneuenAdresseRotenturmstraße13,alsoin den Räumlichkeiten der Wiener Rechtsanwaltskammer11, zusammenkamen, fanden sich neben zahlreichenRechtsanwälten auch hochrangige sozialdemo- kratische Politiker wieOtto Bauer,Michael Hainisch, LudoMoritzHartmann undKarl Seitz. Die Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät warmit Sig- mundAdler, Karl Brockhausen, Carl Samuel Grünhut, HeinrichKlang, Franz Klein, Rudolf Laun, Adolf Menzel, Ludwig Mises, Stanislaus Pineles, Rudolf Pollak,GustavSeidler, LeoStrisowerundFriedrichTezner vertreten. 2. Wiener JuristischeGesellschaft12 Am30.Oktober 1867hattedieWiener JuristischeGesellschaft ihrekonstituie- rende Generalversammlung abgehalten. Das Ziel dieser Vereinigung war, Theoretiker und Praktiker des Rechts zusammenzubringen und ihnen insbe- sonders hinsichtlich bevorstehender Gesetzesvorhaben ein Diskussionsforum zubieten;oderwieesWalterSchrammelausdrückt: »DieVortragendensollten aus ihrenberuflichenErfahrungenzurInformationdergesetzgebendenKörper undzurRechtsbildungbeitragen.«13ZudenMitgliedernderWienerJuristischen 11 In der Rotenturmstraße 13 imErtl’schen Stiftungshauswar seit 1853 dieWiener Rechts- anwaltskammer untergebracht, die bis heute an dieser Adresse zu finden ist. Vgl. Kübl, Geschichte. 12 FürDetails sieheOgris, Elemente. 13 Schrammel,VorwortVI. Extramuros:Vereine,Gesellschaften,KreisundVolksbildung704
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Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
Title
Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
Authors
Thomas Olechowski
Tamara Ehs
Kamila Staudigl-Ciechowicz
Publisher
V&R unipress GmbH
Date
2014
Language
German
License
CC BY-NC-ND 4.0
ISBN
978-3-89971-985-7
Size
15.5 x 23.2 cm
Pages
838
Category
Recht und Politik
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