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Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
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Ende gesetzt, indemalleKompetenzendesVolksbildungswesens nachFührer- prinzip direkt der Kontrolle desWiener Bürgermeisters Richard Schmitz un- terstelltwurden.HattendieaustrofaschistischenZerschlagungsmaßnahmenim Bereich der Arbeiter- undVolksbildungseinrichtungen an denWiener Volks- hochschulen zwischen 1934und1936nur zumTeil Erfolg gehabt – trotz poli- tischmotivierterEntlassungenundDruckaufdieProgrammgestaltungkonnte sich vor allemamVolksheimnoch ein verdeckt politischerGegenpol halten – bedeutete das Stadtgesetz das Ende der gewohntenVolkshochschularbeit.93 In jenen Jahrenetablierten sichallerdingsauchneueVolksbildungseinrichtungen wie die Evangelische Volkshochschule und die Jüdische Volkshochschule, die vonNovember1934bisMärz1938bestand. 9. JüdischeVolkshochschule94 Proponent der Jüdischen Volkshochschule war Kalman Kupfer, israelitischer Religionslehrer, Rabbiner und insbesondere ehemals Schulfreund Karl Lug- mayers. Gemeinsam mit dem späteren Volkshochschulleiter, Manfred Papo, verfolgten sie den Plan einer religiös-kulturellen (Jugend-) Erziehung. Ursula Knittler-Lux sah indieser seitens konservativ-religiöser Judenbetriebenen Jü- dischen Volkshochschule deshalb eine »Anpassung an den neuen Staat in Österreich«als »Erziehungwegvonderbislang ›mehrfachanzutreffenden‹ so- zialistisch-marxistischen Einstellung hin zu einer vaterländisch-österreichi- schen«.95NebenSprachkursen inHebräisch, PalästinakundeundVorträgenzu jüdischerGeschichtewurdederKursWelcheBestimmungendesösterreichischen Rechtes interessieren den Juden im besonderen? angeboten, gehalten von RechtsanwaltMaxRosenwald, einemAbsolventen der Rechts- und Staatswis- senschaftlichenFakultätWien96. DieRäumlichkeitender JüdischenVolkshochschuleamFranz Josephs-Kai3 wurden in denMärztagen 1938 zerstört; die offizielle Auflösung des Vereins veranlasstederNS-Stillhaltekommissar am7.Feber1939. 93 Vgl. Stifter, Sehnsucht92. 94 Vgl.Gaisbauer, JüdischeVolkshochschule. 95 Knittler-Lux,Vorwort 5. 96 Vgl.UAW,M32.8 Promotionsprotokoll für dasDoktorat derRechtswissenschaften, Bd.8, 1915–1920,Nr.378. Extramuros:Vereine,Gesellschaften,KreisundVolksbildung736
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Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
Title
Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
Authors
Thomas Olechowski
Tamara Ehs
Kamila Staudigl-Ciechowicz
Publisher
V&R unipress GmbH
Date
2014
Language
German
License
CC BY-NC-ND 4.0
ISBN
978-3-89971-985-7
Size
15.5 x 23.2 cm
Pages
838
Category
Recht und Politik
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