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schenbach"; — „Ueber die Winde, welche
auf den Spitzen der Karpathen wehen";
— und „Ueber die unterirdischen Grotten
von Deminfalva und Szentivan".
Marias 6t i'rausiivHQia.s L
1787, 8°.) II. Vä. 8. 35.
Buchholtz, Franz Bernhard Nitter
von, siehe: Bucholtz.
Buchmayer, Anton (Bischof, geb.
zu Waidhofen an der Ms 8. Juni
1770, gest. zu St. Polten 2. Sept.
1851). Besuchte die kleinen Schulen in
seiner Vaterstadt, studirte Humaniora und
Philosophie in Kremsmünster und trat
dann als Zögling derSt.Pöltner Diöcese
in's Generalseminar zu Wien. Im Juli
1792 erhielt er die Priesterweihe, wurde
noch im nämlichen Jahre Cooperator zu
St. Valentin, 1797 Doincurat an der
St. Pöltner Kathedrale, 1801 Pfarrer zu
Erlakloster und kehrte 1803 als Kanzler
und Consistorialrath nach St. Polten zu-
rück. Nachdem er 1806 Domherr, 1811
Domscholaster, 1814 Domdechant gewor-
den, versah er 1815 nach des Bischofs von
St. Pötten, Gottfried Joseph Crütz von
Creits Ableben die Stelle des Gener al-
Capitularvicars. Nach der Ernennung
des neuen Bischofs von St. Polten erhielt
B. die Pfründe Raabs, 1817 und 1820
die Würde eines infulirten Probstes von
Ardagger. 1823 kam er wegen seiner
besondern Gewandtheit im geistlichen Ge-
schäftsstyle als Regierungsrath und Refe-
rent iu geistlichen Sachen nach Wien, wo
er 1832 wirklicher Hofräth und Referent
der vereinigten Hofkanzlei wurde. 1835
zum Weihbischof und Generalvicar der
Wiener Erzdiöcese ernannt, wurde er
2840 Probst des Erz- und Domstiftes zu
St. Stephan; 1841 wählte ihn die Wie-
uer Hochschule zum Rector magnificus.
Sein fünfzigjähriges Priesterjubiläum (8.
Juli 1842) bewies die Liebe und Vereh-
rung, welche B. allenthalben genoß. Der Monarch verlieh ihm an diesem Tage das
Commandeurkreuz des öftr.Leopoldordens.
Nachdem B. 20 Jahre von seiner Mutter-
Diöcese St. Polten fern gewesen, kehrte
er als Bischof am 30. April 1843 in
feierlichem Einzüge in dieselbe zurück, und
wirkte mm darin durch volle 8 Jahre mit
seltener Energie und Ausdauer, treu sei-
nen Grundsätzen trotz aller politischen
Veränderungen. Als er starb,
betheiligten
sich über 100 Priester, darunter 7 Prä-
laten an seinem Leichenzuge, den der Fürst-
Erzbischof von Wien führte. In seinem
Testamente lcgirte er 20,000 fl. CM. für
arme Priester seiner Diöcese. Ihn charakte-
risirte, daß ihm Offenheit lieber war als
verdächtige Kriecherei nnd daß er alle
schriftlichen Angriffe seiner Person (1848)
las, ohne
sich
an deren Urhebern zu rächen.
Buchmayer warder neunte Bischof
von St. Polten.
Oestr. Volksfreund. Herausg. vom Katholilen-
Verein in Wien. Vom 17. September 1851,
Nr. 75.
Bucholtz, Franz Bernhard Ritter von
(Staatskanzleirath undGefchicht-
schreiber, geb. zu Münster 1790,
gest. 4. Febr. 1833). B.
stammt von einer
mit altem Grundbesitz im Lande Münster
angesessenen Familie. Seine Kindheit siel
indieZeitalsGalizin, Fürstenberg,,
Stollberg, Hemsterhuis und Ha«
m an in ihrer Nichtung
strebten
und wirk-
ten, welche nicht ohne Einfluß auf B.'s
Ausbildung blieb. Nachdem er die Hoch-
schule zu Münster besucht, vollendete B.
seine Studien noch zu Göttingen 1811—
1813. Im letztern Jahre ging er nach
Wien nnd trat bald darauf durch Ver-
wendung des Staatsministers, Grafen
Stadion, beim östr. General-Gouver-
nement in Frankfurt unter Freiherrn von
Hügel in Verwendung. Als daselbst der
deutsche Bundestag eröffnet worden, blieb
B. bei der östr. Gesandtschaft in fester
Bedienstung zugetheilt und kam dort mit
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Bninski-Cordova, Volume 2
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Bninski-Cordova
- Volume
- 2
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1857
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 470
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon