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taillonschefs,u.betheiligtesichanmehreren
damals angeordneten Arbeiten, wobei er
sich so sehr hervorthat, daĂ er schon im
Februar 1799 zum Chef der General-
Geniedirection in der Lombardei ernannt
ward. Im October des folgenden Jahres
avancirte er zum Oberst und im No-
vember 1801 erhielt er die Direction der
MlitĂ€rschule fĂŒr das Geniecorps und die
Artillerie, die in Modena errichtet wurde.
In dieser Schule, welche in kurzer Zeit
unter seiner Leitnng zu groĂer BerĂŒhmt-
heit gelangte, wurden junge OffiÀere
fĂŒr den Genie- und Artilleriedienst ge-
bildet. Im Mai 1805 besuchte Napo-
leon die Anstalt und war damit so zu-
frieden, daà er bereits im nÀchsten Jahre
C a c c i an i n o das Ritterkreuz der Ehren-
legion verlieh und der Anstalt selbst man-
nigfache BegĂŒnstigungen einrĂ€umte. Im
MĂ€rz 1812 wurde C. zum Mitgliede des
k< Institutes der Wissenschaften und KĂŒnste
des Königreichs Italiens ernannt. In 13
Jahren des Bestandes dieser Schule hatte
er 170 Zöglinge gebildet, und davou 36
fĂŒr das Geniewesen, 110 fĂŒr die Artillerie,
viele darunter, die sich spÀter einen Na-
men gemacht, u. namentlich als Mathema-
tiker ausgezeichnet haben. Als in Folge
der politischen Ereignisse 1814 Modena
seinem frĂŒhern Herrn zufiel und auch die
MilitÀrschule aufgelöst wurde, trat C.
in's bĂŒrgerliche Leben zurĂŒck, verwendete
sich aber auf das thĂ€tigste dafĂŒr, daĂ sei-
nen Zöglingen und Lehrern der Eintritt
in die kaiserliche Armee gestattet wurde.
Viele Jahre noch lebte C. ausschlieĂlich
seiner Wissenschaft, nnd veröffentlichte
manche interessante Abhandlung; mehre-
res hinterlieĂ er in Handschrift, und ging
sein NachlaĂ, da C. seinen einzigen Sohn
verloren hatte, in die HĂ€nde seines Neffen
Salvator Caccianino ĂŒber. Zuletzt
erlag er einem wiederholten Schlaganfalle.
Er wurde mit allen Ehren bestattet;
de Fil ippi schrieb seine Leichenrede, und General Vaccan i seine Bio-
graphie.
i 6 Qeuerkii lrancesi, ita.Ua,ui, po.
60. obo olidoro pkrto nolis zusrrs
bs Ă€al 1796â1815 Miano 1840,
Lori-oni o Lcotti, I.ex. 8°.) 3.185.âAuo-
vissilno Di^ionQi'Io Àe^i uouiiui illuZtri
À'oFui etÀ so. (Ml2.no 1854, ?Q220ii, 150.)
I.VĂ€. 8. 564. â PortrĂ€t. Facsimile seines
Namens; darunter auĂerdem: Qacaiiulino,
coloQbUo Àsi 6enio, NI.W in Mia,no soe.
(NailkiiÀ) 1)6 Nkui-iLio ins. I.. Nkntovkui,
ine. kox. 8".
Cacich-Miosich, Andreas (i l lyri-
scher Dichter, geb. zu Vr is l , einem
Dorfe in der NĂ€he von Macarsca inDal-
matien 1690, gest. zu Zaostrog1760).
Trat jung in ein Franciskanerkloster zn
Zaostrog, kam dann nach Ungarn, wo er
die philosophischen und theologischen Stu-
dien zurĂŒcklegte. Dann kehrte er in die
Heimat zurĂŒck und trug im Convent von
Macarsca Philosophie vor. Die Frucht
seiner damaligen Studien ist das Werk:
. Nun kam cr als Pro-
fessor der Theologie nach Sebenico,
dann wurde er Doctor in seinem Orden
uud spÀter zum apostolischen Legaten Noms
in Dalmaticn, Bosnien nnd der Herzego-
wina ernannt, welche Stelle er viele Jahre
hindnrch bekleidete. Bereits im hohen
Alter erbaute er zu S. Martino della
Brazza ein Kloster. Ăuf seinen ZĂŒgen
dnrch Dalmatien und die benachbarten
LĂ€nder sammelte cr fleiĂig Ueberliefe-
rungen, alte Docmnente, Sagen u. d. m.
welche sein Volk betrafen, bearbeitete sie
zu Gedichten nnd gab sie unter dem Titel:
d. i. Unterhaltende Nachricht von dem slav.
Volke, welches Werk aber bekannter ist
U. d. T.: ,.I>iFma?-la F>a ^ck'is ^aoilla"
heraus. Wie Glinbich in der unten an-
gegebenen Qnelle berichtet, so sind die
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Bninski-Cordova, Volume 2
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Bninski-Cordova
- Volume
- 2
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der UniversitÀts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1857
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 470
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon