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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Bninski-Cordova, Volume 2
Page - 228 -
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Page - 228 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Bninski-Cordova, Volume 2

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228 merkwĂŒrdigsten aller europĂ€ischen Archive die Urkunden von 883 bis aus dieGegew wart vereinigt sah, da machte dies einen unauslöschlichen Eindruck auf ihn und seit dieser Zeit begannen seine geschichtlichen Arbeiten. „Es war mir," schildert er die sen Eindruck in seiner Schrift „Mine SW- dien in den Archwn", „als wĂ€re in diesen BogengĂ€ngen, in diesen gewölbten SĂ€len und Hallen die Königin des adriatischen Meeres noch nicht gestorben, als schlum- mere sie nur neben ihrem Löwen, der im ruhigenSchlafenoch zu athmenscheint. Bon jenem Tage an begannen meine Forschun- gen: ich wollte Alles umfassen, Alles sehen und kennen lernen, wie die VĂ€ter dem Handel in den entferntesten Regionen Le- ben und Nahrung gaben, die entferntesten Höfe der drei Welttheile mit Waaren fĂŒllten, wie ihre Staatskunst auch die MĂ€ch- tigsten erzittern machte, wie sie die Söhne zu Helden im Kampf und zur Bewachung vaterlĂ€ndischer Freiheit erzogen; wie sie endlich, was fĂŒr mich besondern Reiz hatte, Wissenschaft, Literatur, Kunst, Gewerb- fleiß förderten und hoben." Die Cultur- geschichte machte C. zum Gegenstande sei- ner Forschungen. Insbesondere war es aber T it i an und seine Werke, die er ftu- dirte. Zuerst erschien seine Schrift: „Dsl^ n«e cass a Oaclo/'s e in 1833) 4°., mit ?oi-tr.); - u. „Dells cne abitats Ă€a ?^ . ^scellio in ^en.eSia," (3.1. nnĂ€ 8. Ă€. sVeubĂŒiF 1834) 8".); zwei au Notizen ĂŒber den großen Maler und seine Familie reiche Monographien. Dann be- gann er eine ErlĂ€uterung der nach Ti- ti ans Werken gearbeiteten Holzschnitte und bereitete eine vollstĂ€ndige Lebens- beschreibung Titians vor. Ferner schrieb C. ĂŒberdieGeschichte desBaues des Dogen- Palastes ein quellenmĂ€ĂŸiges Werk nnd be- schĂ€ftigte sich mit Forschungen ĂŒber die Mo- saiken der Markuskirche. Nicht dieses Werk, nicht seine Biographie Tit ians sind voll- endet worden. Die Ereignisse des Jahres 1848 hatten ihn so ergriffen, daß er in den Bergen seiner Heimat Erholung su- chen mußte; aber plötzlich ĂŒberraschte ihn der Tod. Abate Antonio Magrini von Bicenza hat es unternommen, C.'s Nach- laß zu ordnen. Das reichste aber nicht ausgearbeitete Material an sehr schĂ€tz- baren Urkunden fand sich fĂŒr das Leben Ti t i ans vor. ErgĂ€nzungs-Conversations-Lexilon von Dr. Fr. Steg er (Leipzig u. Meißen 1853, Lex. 8°.) VIII. Bd. S. 256. — Meyer (I.), Das große Conversations - Lexikon fĂŒr gebildete StĂ€nde (Hildburghausen 1853, Bibl. Inst., Lex. 8°.) II. Supplementband S. 717. Caesar, Julius, mit dem Kloster- namen Aquilinus (Geschichtschreiber, geb. zu Graz 1. Nov. 1720, gest. eben« daselbst 2. Juni 1792). Besuchte die un- tern Schulen iu seiner Geburtsstadt, trat 1736 in's regulirte Chorherrnstift zu Vorau, wo er 1743 zum Priester geweiht wurde. SpĂ€ter war er als Lehrer in den Schulen des Stiftes thĂ€tig. 1761 wurde er Pfarrer zu Dechantskirchen, vier Jahre spĂ€ter zuFriedberg. Gesund- heitshalber mußte er aber 1784 seine Stelle niederlegen, worauf er sich zurĂŒck- zog uud mit einer kleinen Stiftspension bei dem Dechant Joseph Peinthor, einem Jugendfreunde, am Waizberge bei Graz seine letzten Tage zubrachte. Die iu der Bibliothek seines Stiftes be- findlichen Geschichtswerke, Urkuuden und Diplome hatten in ihm Lust und Liebe u geschichtlichen Stndien geweckt. Er chrieb mehreres, was auf die Geschichte und Topographie seines Vaterlandes Be- zug hat, als: „Anales 1768—1777, etc. /n5t07-ia etc. etc." 1768—4779) 6r22 Der vierte bereits
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Bninski-Cordova, Volume 2
Title
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Subtitle
Bninski-Cordova
Volume
2
Author
Constant von Wurzbach
Publisher
Verlag der UniversitÀts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Location
Wien
Date
1857
Language
German
License
PD
Size
13.41 x 21.45 cm
Pages
470
Keywords
Biographien, Lebensskizzen
Categories
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