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(besonders ausgezeichnet); — „ P°5t-
Marschkarte uan Htalim"; — „A
der Veätlichen Alpen"; — Seekarten:
„Hydrographische NebeläichtZkarte" ; — Karte
zum Werke: „Pürtlllana über die SchiUchrt";
— St raßenkar ten: „Oesterreich ali
nnd nnter der Onnz"; — „Nie Zumbardei" ;
— „Venedig". — Endlich schrieb er:
„HannibalIFeltiziige in Italien" ; —„Genetische
nnd llItronllmiZche Me55nngen, llN5gekiihrt in Pie-
mini und Slluoqetl" u. M. a.
Oestr. Militär-Konversations-Lez.ikon. Herausg.
von I. Hirten s eld und I>r. M ey ncrt
(Wien 1851) I. Bd. S. 610.
Campi, Antouia (Sängerin, geb.
zu Lublin 10. Dec. 1773, gest. zu
MĂĽnchen 1. Oct. 1822). Sie ist die
Tochter des Polnischen TonkĂĽnstlers M i-
klasiewicz stei Gräffer und Dla-
bacz irrig Michalowicz^; frĂĽh ent^
wickelte sich ihr musikalisches Talent, so
daĂź
sie
schon 1788, also im Alter von 15
Jahren Kammersängerin des Königs
von Polen war. Später begab sie sich
nach Prag, wo sie auf der Prager BĂĽhne
mit groĂźem Beifalle sang und sich
am 2.
Februar 1792 mit dem Sänger Gaetano
Campi vermalte. In Wien trat sie zum
ersten Male bei der Eröffnung des neuen
Schikaueder'schen Theaters an dcr
Wien am 13. Juni 1801 in der
Oper „Alexander" als Kiasa, Königin
von Indien auf. Die Angabe demnach,
die sich in Schladebach, Schilling,
F 6 tisu. a. findet, daĂź Mozart den Part
der Donna Anna fĂĽr Mad. Campi
geschrieben, ist unrichtig. Mozart schrieb
diese Rolle fĂĽr Therese Saporiti. Erst
eiu Deceuuium spater glänzte sie in den
Mozart'schen Opern als Vitell ia,
Donna Anna, Constanze und Kö-
nig i n d e r N a ch
t und war als Vravour-
sängerin sehr berühmt. In der Folge, als
die Verwaltung des Theaters an der Wien
mit jener der beiden Hoftheater verei- 24?
nigt wurde, sang sie abwechselnd an der
Wien und im Hofoperntheater. Ihre
Stimme blieb noch in späteren Jahren,
ungeachtet sie 17 Kinder, darunter 4mal
Zwillinge und einmal Drillinge gehabt,
klangvoll, uud auf einer Kuustreise im
I. 1817, einer zweiten im I . 1822 ern-
tete sie, obgleich schon 49 Jahre alt, allge-
meinen Beifall. Anf letzterer ĂĽberraschte
sie in MĂĽnchen der Tod.
Allgemeine Theaterzeitung von Ad. Bäuerle
1841, Nr. 214 Dvorin die falschen Angaben,
welche ĂĽber diese KĂĽnstlerin in die Oeffent-
lichkeit gekommen, von ihrem Sohne Jakob
Cam p i berichtigt werden). — Oeftr. Na-
tional-Encyklopädic (von G raff er und Czi-
lann), (Wien 1835, 6 Voe.) I. Bd. S. 440
und VI. Bd. Suppl. S. 286. — Gerber
(Ernst Ludwig), Neues histor.-biogr. Lexikon
der Tonkünstler (Leipzig 1812, Kühnel, gr. 8°.)
I. Bd. Sp. 619. — Dlabacz (Gottfried Jo-
hann), Allg. hist. Künstler-Lexikon f. Böhmen
(Prag 1815, 4°.) I. Bd. Sp. 262.
Canal Graf von Malabaila, Joseph
Emanuel (Humanist, geb. zu Wien 3.
Iuui 1745, gest. zu Prag 20. Febr.
1826). Sein Vater war der gleichnamige
sardinische Gesandte am kcnserl. östr.Hofe.
Der Sohn trat frĂĽhzeitig in den Mili-
tärstand und avancirte bis zum Oberst-
lieutenant; 1770 trat er aus uud zog
sich, um seinem augebornen Triebe nach
GemeinnĂĽtzigkeit ungehindert nachgehen
zu können, in's Privatleben zurück. Nun
war der Ausgangspunkt seines Strebens:
die Verbreitung der Wissenschaft zu för-
dern und die Leiden seiner Mitmenschen
zu lindern. An der Errichtung des Wai-
senhauses zu St. Iohannin Prag hatte
der Graf wesentlichen Antheil, auch wirkte
er bei BegrĂĽndung des Armeninstitutes
thätig mit. Im I . 1737 gestaltete er den
vor dem RoĂźthore zu Prag augekauften
Garteu auf eigene Kosten zu einem bota-
uiscken, und errichtete dabei eine botani-
sche Lehranstalt, die er mit den nöthigen
Hilfsmitteln ausstattete nnd worin ökono-
misch-technische Botanik gelehrt wurde.
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Bninski-Cordova, Volume 2
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Bninski-Cordova
- Volume
- 2
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1857
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 470
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon