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dnrch seinen Tod unterbrochen wurde.
Karl Heinrich D;ondi's „Neue zuver-
lässige Heilart der Lustseuche" erschicu
von ihm in Uebersetzung uud mit einem
Anhang nnter dem Titel: , ^Vuora e xi-
ls 5«e/o7'me sc.' (1827). Der „
F161'6 tii'0ie86^ vom 5. Febr. 1828 ent-
hält seinen: ^Discoi-Fo sull" attuale col-
alia
.-v Orient. 1839, 5°.).
—torno
<3. 21.
5UU5 1a c^irsclion äo 51. 1o Dr. I loklor
(Paris 1853) Vl l l . liä, 8p. .168 sdasclbst er-
scheint er als Canella). — ^»«lc/o, Ilio-
3ruÜ2 äeßii Italillui i1w5tri. V. Lci. 3. 103.
Cancstrini, Anton (Doctor der
Medicin uud Cameral-Physikns,
geb. zu Cloz in Nonsberg Mälschtirol^
18. Mai 1743, gest. 18. März 1807). Nach-
dem er inIunöbruct 1768 das Doctoratder
Medicin gemacht hatte, ging er nach Wien,
um sich praktisch auszubilden. Er ward mit
dem berĂĽhmten Professor Crantz bekannt
nnd machte mit diesem 1769 eine Neise
nach Italien, um die Spitäler zu Bologna,
Florenz, Nom und Neapel kennen zu
lernen. 1771 ward er auf.allerhöchsten
Befehl nach Ungarn gesendet, um die an
der Polnischen Gränze ausgebrochene Pest
zn beobachten und aufzuhalten. Er löste
seine Aufgabe mit GlĂĽck und setzte der
Seuche in knrzer Zeit Schranken. 1773
in gleicher Absicht an die türkische Gräuze
geschickt, wirkte er auch dort erfolgreich.
Die so gemachten Erfahrungen legte er in
dem Werke: „Oi^sf'tatw /u^to?-^«^ s^este
ann. 2772 et 2772'' (l5Ä3cb5u 1777)
nieder. Im I . 1776 erhielt er den Auf-
trag, im Marmaroscher Comitate das Sa-
nitätswesen einzurichten; später ward ihm
das Comitats- und Salz-Cameral - Phh-
.sikat anvertraut. Ueber die in dieser Stel-
lung entdeckten Mißbräuche und sonstigen Beobachtungen schrieb er die Abhandlung:
1776). 1778 ward er Berg ^ Cameral-
Phisikus zu Nagyb^uya uud 1785 zu
Schwatz iu Tyrol. 1735 trat er mit der
Schrift:
1795, 8".) auf. Er wollte damit
die von einem sonst berĂĽhmten Manne
ausgesprochene Ansicht, daĂź die Pest nicht
ansteckend sei, widerlegen. Ein Anhang
dazu sind die „0bü-e)-ratt'ons5 clo
claFce? -^^ ". — Besondere Aufmerksamkeit
wcndctc er auch dem Studium der Ona-
nie zn, und er kam zu der Ansicht, daĂź
mau sie nicht blos mtt moralischen Mit-
tclu anzugreifcu habe. Eiue ĂĽber diesen
Gegenstand verfaßte Schrift: „
^ (Innsdruck 1808) widmete er daher
dcn Seelsorgern. Sein größtes Verdienst
ist aber die EinfĂĽhrung der Kuhpocken iu
Tyrol. Um die Sache, von deren Vor-
trefflichkcit er ĂĽberzeugt war, schnell popu-
lär zu inachm, vcrsnchte er sie zuerst an
seinem einzigen Sohne. Dieses Beispiel
und viele andere gelungene Versuche
wirkten Wunder, das Zntranen zn dem
neueu Schutzmittel ward, wenigstens in
Schwatz und der Umgegend, allgemein.
Um einzelnen Vorurthcileu entgegenzu-
treten, schrieb er noch mehrere Abhand-
lungen U. z.: „Nrlrhrnlig iilirr tlll3 Oininipfen
der Nchpllckril. Absichtlich zum Wohle mein«
Vllwlllndrs Cizrcil" (mit 1 K., 8"., Inns-
bruck 1806, Schiffner); — „Nachlicht
llĂĽ dlls
tqrolizche Pnbliklim ĂĽber drn Fortgang der Schutz-
blllitcrn-Hnlplnng in untl nm Schmnt^'; — „Ani-
nmntrrnng nnd Vitlrrlegung einiger noch hier nnd
t>üherr5chent>erVllrnchri!e"(Innsb.1803,8°<).
Annalen der Literatur und Kunst in dcn österr.
Staaten (Wien 1804, I . V. Degen) III.
Jahrg. I. Bd. Intelligenzblatt Sp. 103.
Cauonica, Luigi della (k. Hofarchi-
tekt, geb. zu Tesserete bei Lugano
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Bninski-Cordova, Volume 2
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Bninski-Cordova
- Volume
- 2
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1857
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 470
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon