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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Bninski-Cordova, Volume 2
Page - 268 -
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Page - 268 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Bninski-Cordova, Volume 2

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268 uanteaus Frankfurt a. d. O. so sehr, daß er i wiederholt die Hand antrug, welche von diese nur deshalb ausgeschlagen wurde, weil sie sich mit einem Officier verlobt hatte. Obwoh dieser ein Paar Jahre lang kein Lebenszeichen von sich gegeben, blieb ihm das Mädchen dennoch treu. Diese Treue wurde belohnt; der Verlobte des Mädchens, der es auch heiratete, wurde, vom Kriegsglück in Spanien begünstigt, später General u. Gouverneur einer spanischen Provinz.) (Tasselbe nachgedruckt im Frankfur ter Conversationsblatt 1839, Nr. 270.) — Blätter für literarische Unterhaltung (Leipzig, Vrockhaus, 4°.) 1327, S. 820: „Canova un Chantry" »us des vr. Pichot Schrift UiLtorical 2nä literai'y tcmr c»k u, larm^ne- in Vn I^a.r><I u.nä 8eotla,nä, worin Picho von C. sagt: „Wenn Äuf fon 9techt hat, daß Geduld Genie ist, so kennen wir C.'e Genius: Geruld und Flcisi, iuuigst vcrschmol: zcn." Nach Pichots Ansicht st».'l)t der Britü C h a n t r y viel höhcr. Nun das ist gliccklichci Weife nur Ansicht). — Blätter aus der Ge- genwart (Leipzig, 4«.) I84l), Nr. 27 und Pesther Tageblatt I I . Jahrg. 1840, Nr. 201: „Ein Zug aus Canova's Leben" Enthält das Detail der Beziehungen Canova's und Navhacls Morghen zu Tomenico Vo l - p ato, und den Sachverhalt, wie M orgh en die Hand derjenigen erhielt, welche Canova so zärtlich und zugleich so schüchtern liebte. Es ist der Auszug eines im ^rtist^ 1810 S. 79 enthaltenen, vou Amade Pichot ver faßten Artikels^. — Wiener Zeitschrift für Knust, Literatur, Theater und Mode 1835, Nr. 20 — 22: „Wanderungen durch Italien" ^enthält von S. 155 an viele und geistreiche Bemerkungen über C. und seiue Werke aus Anlaß des Besuches feines Ateliers). — Der Humorist von M. G. Saph i r (Wien, 4°.) I I I . Jahrg. 1831, Nr. 138: „Napoleon und Canova" söhne Angabe der Quelle, bloS mit einem —k— unterzeichnete Uebersetzung eines französischen, in novellistischer Form gehalte- nen Aufsatzes von Henry Berthoud). — Der Sammler (Wien, 4".) X2ixiV. Jahrg. 1842, Nr. 90: „Napoleon und Canova" ^aus den Papieren des Letzteren. Die erste Unterredung C.'s mit dem Kaiser). — Jour- nal des Luxus und der Moden. Sept. 1304, S. 417: „Bemerkungen über den Bildhauer Canova, seinen Nuhm, seine Werke" u. s. w. — Frankl (L. A. Dr.), Sonntagsblätter (Wien, gr. 8°.) 1847, Kunstblatt S. 113: „Canova's Werke in Oesterreich" ^eiu uicht gauz vollständiges Verzeichniß derselben). — I^blsttäs romaiusg (?ari6 1823) enthält interessante den Künstler charakterisireude Züge aus seinem Lebeu, unter Anderem: „Canova und Napoleon." Napoleon sagte zu C.: „Sie machen Eroberungen in Marmor, diese sind härter als meine." — „Aber vielleicht auch dauerhafter", erwiederte C. — Als er einst dem Kaiser vorstellte, in seinen Erobe- rungen inne zu halten, schloß er seine Rede: „Denken Sie an Cäsar und so viele Andere." — „Sie ahnen also für mich die I<1uL des März?" — „Ich fürchte weniger Ihren Tod, Sire", sagte Canova, „als Ihr Unglück". — Nach Napoleons Trennung von I o- sephinen, um seine neue Vermäluug zu schließen, sagte C. zu ihm: n?ui3 - ^ vc»u5 fortune?« — Canova's Gestalt war nicht allzu groß, mehr mager als stark, doch kräftig. Heiterkeit gab seinen regelmäßigen Zügeu einen einnehmenden Ausdruck. In großer Gesellschaft zog cr sich schüchtern zu- rück, doch machte sich, Vornehmen gegenüber, ein bescheidenes Selbstgefühl geltend. Gegen seine Untergebenen mild und ohne Laune, liebte er Musik über Alles. Zu Hause sal) er auf reinliche Eleganz. Freunde bei Tisch zu sehen, war ihm ein Genuß. Sein Tagewerk begann er früh und dann arbeitete er bis zu Tische ununterbrochen. Abends empfing er Besuche. Nicht allzu spät ging er zur Nuhe und sein Vett war, nach seinen Worten, der beste Thron der Erde. Eigentliche Schüler hatte er nicht, aber sehr viele fanden bei ihm Beschäf- tigung. Er war wahrhaft fromm, und in Freundschaft ein hochherziger Charakter. Er hatte einen ausgewählten Kreis von treu^ verbuudeucu Freunden, Zeitgenossen und Gelehrten um sich, und wie er selbst äußerst wohlthätig war und mit Rath und Unter- stützung immer aushalf, so nahm er verstän- digen Nath und. wohlgemeinten Tadel seiner Arbeiten immer dantbar auf und ließ sich nichts vergebens gesagt sein. — Wappen: Als C. das Marquisat erhielt, wählte er sich, weil er mußte, ein Wappen: Lyra u. Schlange, als Erinnerung an Orpheus und Eurydice, durch deren Darstellung er in die Laufbahn eingetreten war, der er diese Auszeichnung, ja seine Unsterblichkeit verdankte. Canto d'Irl^s, Joseph Graf (Feld- marschall-Lieutenant, Commandeur es Mar. Theresienordens, geb. zu Wien 1731, gest. zu Warasdin 10. April 1797). Schon im 14. Lebensjahre war er Fähnrich im 15. Inf.-Regim., 1754 Oberlieuten, Im siebenjährigen Kriege
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Bninski-Cordova, Volume 2
Title
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Subtitle
Bninski-Cordova
Volume
2
Author
Constant von Wurzbach
Publisher
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Location
Wien
Date
1857
Language
German
License
PD
Size
13.41 x 21.45 cm
Pages
470
Keywords
Biographien, Lebensskizzen
Categories
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