Page - 281 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Bninski-Cordova, Volume 2
Image of the Page - 281 -
Text of the Page - 281 -
281
ter mit einer andern zu Gubbio in den
päpstlichen Staaten vertauschte. Nachdem
er 18 Iahre.diese letztere Lehrkanzel inne
gehabt, gerieth er mit dem Bischöfe der
Stadt in Zwiespalt, verlieĂź seine Stelle
und ging nach Sieua zurĂĽck. Bald aber
(1773) ernannte ihn die Kaiserin Maria
Theresia zum beständigen Secretar an
der Akademie der Wissenschaften n. KĂĽnste
zn Mantua. Diese Stadt' verdankt ihm
ihre Bibliothek und ihr Mnseum. Ans
seinen wissenschaftlichen Neiscn hatte er
nicht nur ausgezeichnete und kostbare BĂĽ-
cher, sondern auch seltene Handschriften,
Medaillen, Kunstgegenstäude und selbst
naturhistorische Objecte gesammelt, die
nach seinem Tode als sein Vermächrniß
in den Besitz der Stadt Mantna ĂĽber-
gingen. Von ihm sind folgende. Schrif-
ten erschienen: „^.nnotHZioni al ciiscc»-F0
. 1741^ 8°.); —
6 latine
1749) 8°.); aiia
/atti cli s cli
vato nsi MA560 cleii" ^ccaclemia
tna" Mg.nwa^785, 8°.). Vieles hin-
terlieĂź C. in Handschrift, nnd in der Bi-
bliothek von Siena werden aufbewahrt:
cia
(Hlatteo), N0510 äoli' (Zlantull. 1787, 8".). — NMlew) Via-
5U Italiani illiiLtri. VI. Lä. 8.381.—
Ersch (I. S.) und Gruber ( I . G.), All-
gemeine Encyklopädie der Wissenschaften und
Künste (Leipzig 1822, Gleditsch, 4°.) I. Sect.
15. Theil, S. 189.
Carli, auch Carli-Rubbi nach seiner
zweiten Gemalin genannt, Johann Ni-
naldo Graf von (Staatsmann, Na-
tionalökonom und Gelehrter, geb.
zu Cafto d'I stria 11. April 1720, gest.
zu Mailand 22. Febr. 1795). Ent-
stammt einer altadeligen Familie Istriens.
FrĂĽhzeitig entwickelten sich seine seltenen
Talente, so daĂź er mit 12 Jahren schon
ein Drama schrieb, mit 18 Jahren eine
Abhandlung ĂĽber das Nordlicht und ei-
nige Gedichte drucken lieĂź. Noch nicht 20
Jahre alt, war er bereits Mitglied der
Ricoverati zu Padna, in welche Zeit seine
Polemik mit Fontanini und Mura-
tori fällt. Im I . 1744 berief ihn der
Senat von Venedig an die eigens fĂĽr
ihn creirte Lehrkanzel der Nautik und
Astronomie, und nun wirkte er nicht nur
als Lehrer, sondern praktisch bei den
Arbeiten im Arsenal, wo er Verbesserun-
gen einfĂĽhrte, mit Znstimrnnng der Ne-
gierung eine neue Art von Kriegsschiffen
bauen lieĂź, nnd zwar nach dcm von ihm
verfertigten Modell eines Kriegsschiffes
von 74 Kanonen, welches der Analogie
seines Namens wegen S. Carlo genannt
wurde. Zugleich schrieb er Abhandlun-
gen ans der Literaturknnde, Numismatik,
Archäologie n. a., und zwar:
im 25. Bde. der „^e-
(VensäiF 1741
u. f., 12°.); — „Dsttä ^.ntic/nta cli
ia'^ ebenda, im 28. Bde.; —
im 14. Bde. seiner Ge-
sammt - Werke; — „I,a
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Bninski-Cordova, Volume 2
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Bninski-Cordova
- Volume
- 2
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1857
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 470
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon