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Gatten 1810, ging mit ihren beiden Söh-
nen nach Heidelberg, 1816 nach Berlin,
1817 nach Dresden, 1823 nach Wien, wo
Mutter und Sohn bis zum Jahre 1829
blieben. Wilhelm genoĂź eine gelehrte
Erziehung in Dresden und Berlin, trieb
in Wien Philologie unter Stein, bezog
1829 die MĂĽnchner Hochschule, um die
Rechtswissenschaft zu studiren, welche er
jedoch bald wieder aufgab, um sich ganz
der Schriftstellers zu widmen. Seine
ersten Erzählungen erschienen in Spind-
lers Wochenschrift „Zeitspiegel" (1831).
A lsSpind ler 1831 nach Baden-Baden
ĂĽbersiedelte, zog C. mit ihm und blieb bis
1847 , wo er nach Freiburg in Breisgau
ging, um die Redaction der katholischen
und conservativen „Süddeutschen Zei-
tung" zu ĂĽbernehmen. I m 1.1848 ward
er von einer Actiengesellschaft nach Köln
a. Rh. berufen, um die „Rheinische Volks-
halle" zu grĂĽnden, deren Leitung er jedoch
nach wenigen Monaten niederlegte. 1850
kam er nach Wien zurĂĽck, wo er sich bei
der Redaction der„Oestr. Reichszeitung",
später der,,Presse" betheiligte und noch zur
Zeit daselbst lebt. C. hat eine bedeutende
Anzahl von Erzählungen geschrieben, die
in verschiedenen Zeitschriften erschienen,
von denen Sp ind lers„ Zeitspiegel ",L e-
walds „Europa", „Fliegende Blätter"
und vor allen das „Stuttgarter Morgen-
blatt" zu nennen sind. I m Morgenblatt
finden sich von 1836 an seine vorzĂĽglichsten
Leistungen, oft ohne Namen. Von selb-
ständigen Werken C.'s, die häufig seiner
Mutter zugeschrieben werden, seien hier
der Zeitfolge nach angeführt: „WandaMrlü-
palska ober das Necht der Gemnltigrn" (Stutt-
gart 1831, Hallberger, 8°.); — „Ner iah.
renĂĽe SchĂĽler. Mmm" Z Thle. (ZĂĽrch 1835,
Orell, Füßli u. C., 8°.); — „Petrarca.
Niinstlerdraum" (Baireuth 1832, Grau);—
„Ganwens. GrauersM" (Ebenda);— „Nie
Martinsvögel" (Carlsruhe 1836, Creuz-
baner);— „Verkrümme I M " 4Thle. (Stutt- gart 1845, Frankh); — HaZ grasse Malch-
buch" 3Thle (Landshnt 1847, Rietsch); —
„Fräulein VnMr" und „Nie Strasse Minram-
M " (Wien 1853, Zang); als Fortsetzun-
gen des von Montepin in Paris her-
ausgegebenen Romanen - Cyclus: „Die
Strolche der Regentschaft", dessen Ueber-
setzung Chezy ausgefĂĽhrt, und als
Montepin den Cyclus nicht vollen-
dete, denselben ergänzt hat; — „Ner
lchv Janiichllr" (Wien 1855, Zang), zuvor
im Journal „Presse" abgedruckt — und
als freie Bearbeitung nach Ioka i : „Nie
GĂĽrkenmelt in Ungarn" (Ebendaselbst). Eine
Anzahl von C.'s Erzählungen ist unter
Spindlers Namen erschienen und den
gesammelten Werken des Letzteren einver-
leibt, u. z.: „Ner Menzanm"; — „Der schwarze
Herr Gatt nun Raltenbrunu"; — „Her Kloster-
Hirt"; — „Das Mlische UraienmaM"; —
„Nrnzenuieillr" ; — „1^ cls cl?-is '^angs Ita-
liaanclsT-F"; — „Nie Alraune uan Omnnden";
„Ver französische Ganalier"; — „Nas Wirthshaus
zum Indus"; — „Ner alte UüIIanscher. Werner-
geschichte"; — „Nie kleine M'ka"; — „Alte
nnd neue Zeit". Den Roman „Meister Klei-
Kerlem" arbeitete C. gemeinschaftlich mit
Spindler . AuĂźer diesen Romanen
und Erzählungen, welche C.'s Namen
in weiten Kreisen bekannt gemacht haben,
erschienen von ihm: „Nie noblen Passionen"
(Stuttgart 1842, Crabbe), seinem Titel
entsprechend, ein Festgeschenk fĂĽr junge
Cavaliere, welche darin mit den täglich
mehr in Verfall gerathenden ritterlichen
Uebungen und adeligen Neigungen, als
Jagen, Reiten, Fechten u. s. w. in pikant-
anregender Weise bekannt gemacht wer>
den; — „Ner Ghnnhult»" (Stuttgart 1848,
Cast), ein Leitfaden der Heraldik; —
„Nas Mterhim in Mb nnd Wort" (Ebenda),
einBilderbuch mit Erklärungen, worin sich
als Beigabe des Verlegers, um das Buch
voluminöser aber nicht gehaltreicher zu
machen, einige Erzählungen von fremdcr
Hand befinden — und „Unntigeninloe von
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Bninski-Cordova, Volume 2
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Bninski-Cordova
- Volume
- 2
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1857
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 470
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon