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terland zurück, wurde 1751 Secretär der
Ordensprovinz und Professor der Philo-
sophie in Lemberg. Im Jahre 1761
wurde er zum Prior des Klosters zu St.
Maria Magdalena in Lemberg ernannt.
1762 ging er, von seiner Provinz gesen-
det, zum Generalcapitel nach Rom. Im
Jahre 1762 legte er sein Priorat nieder,
wurde Magister der Lemberger Haupt-
schule und Historiograph seines Klosters.
Als solcher sammelte er steiĂźig Mate-
rialien zur Geschichte seines Ordens,
worin ihn seine Freunde und Gönner,
unter letzteren auch der Bischof von Kiew
Joseph Zaluski unterstĂĽtzten. Im
Jahre 1776 ging er als Prior nach Cho-
dorkow in Polen. Von ihm erschien
eine groĂźe Anzahl homiletischer Werke,
welche sämmtlich in den von Baracz in
den Ouellen angegebenen Werken aus-
führlich aufgezählt werden. Ein Interesse
fĂĽr die Wissenschaft besitzen folgende
Schriften: «<3o! anae^'cas mte^i^entiae
/3. ?^oma5^ sl^LOvoli, t^PiZ 6. «5»)
1744, ?o1.); —
acl Oormt/nOH et niaT-tT/l'ia Z.
I'onti/lciF Hsaa?i?n.i" (K.0rQ2b 1749).
Dieses Werk ist vom Professor Koppe
in „Neue Beiträge von alten und neuen
theologischen Sachen", 1753, 4. StĂĽck,
S. 476 besprochen worden; — „
S. li.. N. O0Qlr2>t6rii) 6. S. 8.
it: 1757); — 5,Oi55si-tation6H /Mo-
nec
1770, 4°.); — und ,.Ds T-eöl^ </65l« m Ictaäu. n^roä. im. 0sso1. 1856. 8". (Biogra-
phien berĂĽhmter Armenier in Polen) S< 103.
p ) i 2 ^ , d. i. Geschichte der poln. Literatur
(Krakau 1840—1857, Buchdr. des Stanislaus
Gieszkowsli, 8°.) I. Bd. S. 81 u. VIII. Bd.
S. 278. — K02N2,1t<)8Qi, d. i. Misccllen
(ein Lemberger Unterhaltungsblatt, 4°.) 1827,
Nr. 37, S. 313. — v^ennik literaoki, d. i.
Liter. Tagesblatt (Lemberg, 4°.). Jahrg. 1853,
Nr. 18, S. 137.
Chodynicki, Ignaz (Bibliograph
und Geschichtforscher, geb. zn Cho-
dorow in Galizien 28. Februar 1786,
gest. zu Lemberg 11. December 1847).
Er studirte die Normalschulen in Brze-
zan, das Gymnasium und die Philosophie
in Lemberg, wo er am 25. Mai 1809 in
den Carmeliterorden trat, und am 14.
Sept. 1811 ausgeweiht wurde. Hier
widmete Ch. seine ganze freie Zeit den
Wissenschaften, namentlich der Literatur
und der vaterländischen Geschichte, in
welchen er so groĂźe Fortschritte machte,
daĂź er zu seiner Zeit fĂĽr den gelehrtesten
unter seinen KlosterbrĂĽdern im Lande galt.
Gewissenhaftigkeit und Arbeitsliebe leite-
ten ihn stets, sowohl in seinem Privat-
als auch in seinem literarischen Leben.
Als Kind armer Eltern hatte er keine
hinreichenden Mittel zu seiner Ausbil-
dung ; später nachdem er Mönch gewor-
den, reichten auch die geringen Fonde des
Ordens dazu nicht hin; seine Bildung
und seiue Kenntnisse hatte Ch. somit nur
sich selbst zu verdanken. — Ch. war im
ftrengenSinne des Wortes ein Autodidakt.
Er nahm alle Archive und Bibliotheken
seiner Ordensklöster dnrch, welche sich
in
der größten Unordnung befanden, verfaßte
ordentliche VĂĽcherkataloge, und was er
fĂĽr die Landesgeschichte, fĂĽr die Literatur
und Bibliographie Interessantes fand,
dies veröffentlichte er stets, theils in Ta-
geblättern theils in periodischen Schrif-
ten , und rettete so manchen werthvollen
Schatz von der Vergessenheit. Seine
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Bninski-Cordova, Volume 2
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Bninski-Cordova
- Volume
- 2
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1857
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 470
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon