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er dann nur sich nnd seinen Studien lebte.
Er besaß eine der gewähltesten und reich-
haltigsten Bibliotheken, wie dies der in
2 Bdn. zn Pisa 1821 erschienene „Okta.-
10F0 rgAionkw 6ei lidri 6.'2.rt6 et
ä^nticliitä. x0336äut1 ääi Oonw Oioo-
^uäi-2." beweist. Als sein Vermögen nicht
ausreichte, die groĂźen Kosten der Ausgabe
seiner Werke zu bestreiten, war C. genö-
thigt, seine Bibliothek zu verkaufen. Der
h. Vater brachte
sie
1824 käustich an sich
und vereinigte sie mit der Bibliothek des
Vaticans. Der obige Catalog aber ist hoch-
geschätzt der zahlreichen, mit Fachkenntniß
nnd Kritik verfaĂźten, bibliographischen No-
ten wegen, u. dies um so mehr, da er Nach-
richten gibt ĂĽber eine Menge auĂźerhalb
Italiens gar nicht bekannter kunsthistori-
scher Dissertationen, die zum groĂźen
Theile im Lande selbst schon zu den Sel-
tenheiten gehören. (Brnn et I. Vd. Ar-
tikel Cicoguara). Die ĂĽbrigen Schrif-
ten C.'s sind: „Dsl bello" (kiZg. 1808),
<2rrI.i'2.1811); dieses Werk
gab er in Gemeinschaft mit dem Abb6 Hie-
ronymns Baruffaldi heraus, dessen
Manuscript sich in der Marciana zu Ve-
nedig befindet; — „
cicel 5uo T-iFoi-Zmie^tc» ^ Itaü'a ..." Z
(VsueüiF 1813—1818, I^ol., iuit
K. 3.; 2 Aufl., 7 Bde. 1824 in 8". Atlas
in Fol., mit der Umänderung anf dem
Titel ..Hmo ai Fsco/o H ^aiwra'). Die-
ses Werk iftNapol eo n gewidmet nnd in
der Vorrede sagt C.: ^1 xostei-i po-
äiritto
und nicht mit Unrecht, denn Napoleon
wenngleich vorherrschend Feldherr u.Held
in Schlachten, vergaĂź nie der Knust, die
unter ihm und von ihm gepfiegt Triumphe
feierte, wie keine Zeit vor und nach ihm. — H bslle
2 3^cls.
toi. mit 1820, tix.
1831^8°.,
Seine kleineren Schriften sind gar
nicht in den Buchhandel gekommen und
daher äußerst selten. Cicognara war
ein aufgeklärter Mann, der ganz für die
Kunst lebte. Er hatte sich zweimal ver-
malt, das erste Mal mit Massimiliana
Cislago, das 2. Mal mit der schönen
Witwe Foscarini. SemHans warder
Sammelplatz der sowohl durch Geist als
Stellnng in der bĂĽrgerlichen Gesellschaft
hervorragenden Menschen. Am rich-
tigsten charakterisirte ihn ein Franzose:
n'än out 0räinll,ir6iU6iit les nom-
U3 äs
leg uns 6t 168 Qu.ti'62." — Francesco
(geb. 16. Dec. 1790). Einziger Sohn
des Vorigen aus der ersten Ehe. Verfer-
tigte treffliche Federzeichnungen, nnter
deuen besonders eine Darstellung aus der
Fabel der Psyche gerĂĽhmt wird, die er
nach einem zu Florenz aufgefundenen
und Raphael zugeschriebenen Gemälde
vollendete.
caFnara (?iren26 1837, 8°.). — Dieckc) svln-
ionio^ i Discorso luuslirs in momari». äei
Conto L. Oiea3N2.ril, (VLNLäiß 1334, 8".)
ldasclbst sein Porträts — i>tti»-tt?2l ^ius. et
^osima), In marts 6s1 cante I.. OieaFNQl'H,
Vi-c>36 (^errili-a. 1834, 8".). — s^ansll^ >ll6«'
«ancl?'0^ Oknni Mraiuentä dio3r».üci äi L.
CiooFnarH (V6N6Ăś13 1834, 8".) ftaselbst sein
Porträt). — Morgenblatt (Stuttgart, I. G.
Cotta, 4°.) 1837, S. 1152: „Venedig, No-
vember" Enthält ausführlichere Nachrichten
ĂĽber C.'s 1831 zum Verkauf ausgebotene
Kupferstich- und Niellosammlung und inter-
essante Details, welche C. auf mannigfaltige
Weise
charalterisiren). — Omnidus (ein Ve-
netianisches Unterhaltungsblatt) 1853, S. 116:
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Bninski-Cordova, Volume 2
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Bninski-Cordova
- Volume
- 2
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1857
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 470
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon