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von auch unter dem Titel: „Ner wieder-
lebende Plutllrch. AnZ dem AMniZäM überZchi"
(Prag 1765) eine deutsche Nebersetzung
erschienen war.
Megerle von Mühlfeld (I. G.), Memo
rabilien des östr. Kaiserstaates . .. (Wien
1825, I . P. Sollinger) S. 281. — D e
Luca, Das gelehrte Oesterreich. Ein Versuch
(Wien 1776, Ghelen, 8°.) I. Vds. I.St. S.58.
— Ersch ( I . S.) und Grub er ( I . G.),
Allgem. Encyklopädie der Wissenschaften und
Künste (Leipzig 1822, Gleditsch, 4<>.) I. Sect.
17. Thl. S. 381.
Clauß, Wilhelmine (Pianistin,geb.
znPrag 1822, nach Andern 1823). Ver-
lor frühzeitig den Vater, der Kaufmann
war. Schon in deu ersten Jahren zeigte
die kleine Wilhelmiue große Begabung
für die Musik und erhielt auch bald den
blinden und berühmten Musikus Proksch
zum Meister. Nachdem die technischen
Schwierigkeiten überwunden waren,
weihte er das begabte Mädchen in den
Geist der großen Meister ein, und Bach,
Beethoven,Scarlattierschlosfendem
Kinde das wundervolle Reich der Harmo-
nie. Bald hatte die Schülerin ihreu Leh-
rer übertroffen. Bereits imI. 1850 trat
sie ihre erste Kunstreise an, spielte in Leip-
zig, Dresden und in mehreren Haupt-
städten Deutschlands. 1851 reiste sie nach
Paris, wo sie, ungeachtet sie iu einer
von Verlioz dingirten Maün6e und in
einem Concerte Iul l iens spielte, unbe-
achtet blieb. Als sie eben ein selbstständi-
ges Conzert veranstaltete, wurde dieses
Vorhaben durch den plötzlichen Tod ihrer
Mutter vereitelt. Da nahm sich
der rath-
uud hilftosen Weise die berühmte Ungh er-
Sabathier(siehe diese) liebevoll an, und
da Wilhelmiue selbst leidend war, blieb
sie mehrere Monate bei ihrer Wohlthäte-
rin in ^our äsg ^Nr^Z bei Montpellier.
Erst 1852 konnte sie wieder ihre künstle-
rischen Zwecke verfolgen u. gab am 2. Febr.
des gen. I< ihr erstes Concert in Paris.
Der Erfolg war glänzend und der Ruf der Künstlerin festgestellt. Anfangs Apnl
reiste sie zur Saison nach London und
spielte auch dort mit großem Erfolge.
In den 1.1852 und 1853 trat sie abwech-
selnd iu Paris u.London auf; später 1855
kam sie nach Prag und Wien, wo sie auch
vielen Beifall erntete. Sie spielt meistens
classische Musik: Bach, Beethoven,
Mozart, Meudelssohn,Schumann
u. A. und trägt ihre Tonstücke mit der
Virtuosität uudTechmk eines Lißt,TH al-
berg, Dreischock vor. Berlioz im
«souruI,! äks Dsdäts nennt sie „die erste
unter den Pianistinnen, und ihreUeberle-
geuheit besteht, seiner Ansicht nach, noch
weniger in ihrem herrlichen Talent der
Ausführung, als in ihrem tiefen Verständ-
niß aller Meisterwerke und in der gewis-
senhaften, poetischen Treue, welche sie
bei deren Vorführung zeigt". Die Künst-
lerin hat sich
in letzter Zeit in Paris mit
dem dort lebeuden Schriftsteller Szar-
vady vermalt.
Der Tagesbote aus Böhmen (Prag, Nebacteur
David Kuh) im April 1855 mit einem Ge-
dichte von Moriz Hartmann an die
Künstlerin. — Meyer (I.), Das große
Conversations - Lexikon für gebildete Stände
(Hildburghausen 1845, Bibl.Inst., Ler. 8°.)
II. Suppl. Bd. S. 1053. — I/IUustratiou,
welche in Paris herauskommt, und die Weber-
sche „Illuftrirte Zeitung" in Leipzig enthalten
das wohlgetrossene Porträt der jungen Künst-
lerin.
Clauwetz von Briant, Karl Joseph
Graf (Generalmajor, geb. zu Ma-
let iu den Niederlanden 1750, gest. zu
Wien 14. Dec. 1818). Trat im Febr.
1768 als Officier in's Inf.-Reg. Nr. 38,
und avancirte bis 1773 zum Kapitän-
lieut., und bis 1781 zum Hauptmanu,
nachdem er deu bairischen Erbfolgekrieg
mitgemacht hatte. In Brabant mit dem
Regimente garnisonirt, zeichnete er sich
am 31. Aug. 1790 w dem Scharmützel
bei Falmagor an der Maas, und am
22. Sept. bei Assch e in der Art aus,
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Bninski-Cordova, Volume 2
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Bninski-Cordova
- Volume
- 2
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1857
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 470
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon