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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Egervári-Füchs, Volume 4
Page - 134 -
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Page - 134 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Egervári-Füchs, Volume 4

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134 zur Virtuosität. Er wurde in Folge dessen als Flötist bei dem kais. Hofoperutheater in Wien angestellt. Meister seines Instru ments hat er auch mehreres für dasselbe componirt. Vor Allem schrieb er mehrere Schulen u. z. für die Oboe (op. 27), dann für die Flöte „Wiener Flötrnschlllr"; unter seinen Compositionen befinden sich Walzer,Polka's,Maziirka's, dann mehrere Sammelwerke als „^s'Meton. mun'cai" (op. 20), eine Sammlung leichter Com- positionen für die Flöte über die beliebte- sten Motive neuerer Opern, 22 Nummern; — eine „Hsvne t/zetttT-als" (op. 15), eine Sammlung Fantasien über gleicheMotive, 40 Nrn.; — der „Musikalische Gelegraph" (op. 21), eine Sammlung von Potpour- ris für Flöte, Clarinett, Oboe und Fa- gott, 24 Nummern u. m. a. — Philipp (Walzercompositeur, geb. um das Jahr 1318). Einer der beliebtesten Tanz- Compofiteure der Gegenwart in der Re- sidenz, der schon eine große Menge Compositionen geliefert. Die Zahl der- selben übersteigt 150: sie sind leicht und zum Tanze einladend componirt. Auch hat er sich im ernsten Style, als in Kirchenmusik und in der Oper versucht. Eine der letzteren: „NaZ schmert der Könige" in 3 Acten, Tert von Elmar, wurde Mitte August 1845 im Ioseph- sta'dter Theater in Wien gegeben, ohne durchzudringen. Auch ist er als Schrift- steller in seinem Fache aufgetreten und hat in August Schmidts „Allg. Musik- Zeitung" mehrere rationelle Aufsätze veröffentlicht, als: „Vebrr die Nöhm'Zche und Aegln'che Flöte" (1845, S. 69); — „Ueber die Verfassung eines Harmonie-Ahrbnchs" (Eb. S. 202); — „Reorganisation der österreichi- schen NtilitärmnM" (Eb. S. 405 u. 413), welche Manches angeregt und zu Ver- besserungen geführt haben. Fahrbach spielt mit seiner Capelle oft an öffentlichen Belustigungsorten der Residenz; sein Or- chester ist vortrefflich geschult und sehr beliebt. Seit mehreren Jahren bekleidet F. die Stelle eines Militärcapellmeisters in der kaiserl. Armee. Ueber Joseph: Schilling (G. Dr.), Das musikalische Europa (Speyer 1842, F. C. Neid- hard, gr. 8°.) S. 89. — Allg. Wiener Musik- Zeitung, Herausa,, von Aug.Schmidt (Wien, 4°.) 1842,. Nr. 102. — Oataloxa äeUo opore Mddlioato äl>.11' I. A. LtadiliiuLiito 2221011. priv. äi lito äi. 6iov. Nioaräi in Mikmo sAaiianä 1855, Lex. 8".) I. Lä. 8. 8, 509, 571, 604, 642, 643, 654, 663, 664, 666, 672, 673, 678, 681. — Ueber Philipp: Tritsch- Tratsch (ein Wiener Carricaturen-BIatt, 4°.) 1858, Nr. 8, S. 61: „Wiener bekannte Per- sönlichkeiten. V." — Allgem. Wiener Musik- Zeitung, herausgeg. von August Schmidt, 1845, Nr. 99, S. 394. — Ebenda, Nr. 126, S. 504: „Miscelle." — CktaloFo (wie oben) 8. 338, 548, 735, 736, 737. — Allg. Theater- Zeitung von Ad. Bäuerle 1840, Nr. 133, S. 562. — Porträt. Unterschrift: (lith. von Kaiser. Wien, Witzendorf, Fol.). Flligel, Paul (Pfarrer und Hu- manist, geb. znSzocs-Keresztur im Zempliner Comitat 8. Aug. 1802). Be- suchte anfänglich die Dorfschule, 1815 das Gymnasium zu Ungvar, giug 1322 nach Erlau, wo er den philosophischen Curs hörte; trat 1824 in's Erlauer Se- minar und vollendete 1828 die Theologie. Nach Erlau zurückgekehrt, wurde er zum Actuarius ernannt, mußte aber zugleich das ungr. Recht hören. 1829 begleitete F. als Hofcaplan den berühmten Erzbischof und Dichter Ladislaus Pyrker nach Ga- stein in's Bad, wurde noch im Sept. des« selben Jahres deutscher Caplan zu Gyön- gyös, wo er über neun Jahre thätig war und sich in der deutschen Sprache vervoll- kommnete. In dieser Zeit regte er die Idee eines Bereines zur Herausgabe gu- ter und wohlfeiler Bücher öffentlich an. 1838 rief er mit dem homöopatischen Arzte Stephan Horn er und dem Orts- pfarrer Johann Nagh das Krankenhaus zu Gyönghös für arme Kranke in's Leben. Am 7. Nov. 1838 wurde er Pfarrer von Boczonäd, als welcher er sich durch
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Egervári-Füchs, Volume 4
Title
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Subtitle
Egervári-Füchs
Volume
4
Author
Constant von Wurzbach
Publisher
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Location
Wien
Date
1858
Language
German
License
PD
Size
13.41 x 21.45 cm
Pages
422
Keywords
Biographien, Lebensskizzen
Categories
Lexika Wurzbach-Lexikon
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