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gtnäii «torioi (VsueäiF 1855, ^».ratov
8°.) 8. 114.
Fall, Maximilian (Public ist, geb.
zu Pesth 1828). Sohn wohlhabender
Eltern, welche später verarmten. Seit
seinem 14. Jahre war F. anf sich selbst
angewiesen. 16 Jahre alt, arbeitete er
bei dem Journal „Ungar", wnrde dann
Mitredacteur des Blattes, wo er bis 1847
blieb. Auch erwarb cr
sich
die philosophi-
sche Doctorwürde und machte am Wieuer
Polytechnikum mathematische Studien,
bis das I . 1848 dieselben unterbrach. F.
kehrte nach Pesth zurück u. begann wieder
an der Zeitung „Der Ungar" zu arbeiten.
Seit Sept. dess. Jahres schrieb er aber
in Wien für Schwarzers „Oesterrei-
chifche Zeitung"; als das Blatt verboten
wurde, für den „Wanderer", wo seine
politischen Leitartikel dem bis dahin un>
bedeutenden Blatte einen ansehnlichen
Leserkreis gewannen. Visher war F.
deutscher Journalist, welcher jedoch ma-
gyarische Verhältnisse behandelte. Blos'
für den „N6tk6x6k«, d. i. Lebensbilder,
hatte er eiuige ungarische Aufsätze geschrien
ben; seit 1849 veröffentlichte er aber im
,Fiß?e1in620", d. i. Beobachter, Wie-
ner Briefe, die er später auf Einladung
des Franz Csaszär im „?S3ti Mpiü",
d. i. Pefther Journal, fortsetzte. Auch
während der Redaction des Ioh. Török
brachte der „?6Lti Naxio" viele Artikel
von Falk, sie haben die Chiffre eines
Schlüssels. Ende 1855 trat er zu der von
Ioh. Törok in Wien redigirten Zeitung:
„Ug^äi- saHtä ^ d. i. Ungarische Presse,
über , und die politischen Uebersichten des
Tages flössen aus seiner Feder. Als der
„Ug^ar 6g<jtä" nach Pesth übersiedelte,
ging Falk zum »kesti NkPiü" über.
Seit 1850 ist Falk bei der Wiener Spar-
kasse bedienstet und widmet seine Muße
schriftstellerischen Arbeiten. Er hat Ga-
letti's allgemeine Weltkunde in neuer
Bearbeitung und hon Bumüllers Weltgeschichte die Abtheilung: Das Alter-
thum in's Ungarische übersetzt (Beides
Hartleben in Wien). Anonym gab er
kleinere Schriften heraus: über das
Stämpelgesetz, die Stämpelrnarken, über
den russisch-türkischen Krieg u. s. w. Die
zweite Ausgabe des Hand- und Schul-
Atlasses vonVällas hat gleichfalls er
bearbeitet. Während er Wissenschaftliches
in ungar. Sprache behandelt, verpflanzt
er die beliebtesten Werke ungar. Belle-
tristik auf deutschen Boden und hat schon
mehrere Romane des genialen Moriz
IükaiundVasGereben in's Deutsche
übertragen.
irük. L1
eisot Kießb32itc
d. i. Ungar. Schriftsteller. Sammlung von
Lebensbeschreibungen. Zweiter, den ersten
ergänzender Band (Pesth 1858, Gyurian, 8°.)
S. 73. — Isieukoi-. I»oUtik3.5 6s t6r525 61et
eno^eiapaeälHa,, d. i. Die Gegenwart. Ency-
klopädie für polit. u. geselliges Leben lPefth
1857, Landerer und Heckenaft, 8°.) I. Jahrg.
7. u. 8. Heft, S. 360.
FlllkmhayN, Eugen Isidor Graf
(General derCavallerie undCapitän
der Trabanten- und Hofburgwache, geb.
zu Schrems 4. April 2792, gest. zu
Girincs bei Miskolcz in Ungarn 16.
Sept. 1853). Entstammt einer alten
schlesischen Familie, welche sich in viele
Zweige theilte und deren Glieder hohe
Militär- und Staatswürden bekleideten.
Graf Eugen trat 1809 bei Errichtung
der Landwehr in Oesterreich als Lieute-
nant bei einem der neuen Bataillone ein.
Am Vortage der Schlacht von Wagram
(6. Juli 1809) zeichnete
sich der 17jä>
rige Ofsicier durch seine Tapferkeit aus
und erhielt 4 Wunden, darunter 2 schwere.
Nun rückte er zum Oberlieutenant im
Inf.-Reg. Nr. 2 vor. Im Feldzuge 1813
that er sich
bei mehreren Anlässen hervor,
wurde Rittmeister und Ordonanz - Ofsi-
cier des Feldmarschall Grafen Belle-
garde. Als die verbündete Armee 1815
die französische Gränze überschritt, kam
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Egervári-Füchs, Volume 4
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Egervári-Füchs
- Volume
- 4
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1858
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 422
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon