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Tresto bei Este 21. Juni 1732, gest. zu
Padua 14. April 1806). Trat, 12 Jahre
alt, in's Seminar von Padua, wo er nach
vollendeten Studien als Lehrer angestellt
und schon 1771 Studienpräfect wurde,
welche Stelle er bis an seinen Tod ver-
sah. F. hat die Anstalt, an welcher er sein
ganzes Leben hindurch gewirkt, durch ein
Werk verherrlicht, welches über die liter.
Arbeiten seiner berühmtesten Zöglinge
Aufschlüsse gibt, nämlich:
, 2. ^ M . 1815). Nnßer-
dem erschienen von ihm noch folgende
Schriften: „
4°.); « (Nb.1791, 4°.);
^ i " (Nd. 1792,
. . . " (1792, 4".);
Ma. ^lnt. «/^ti-
M" (Nb. 1796,
^ st amo/'s
äsm. ^ata«. ..." (Ld. 1798); — ,,Nt
/aeobi ^«ceioiati . . . " (Vd. 1799) ; —
M ^ 1^1 ^ Hs H
Ld. 1802, 4".); — „Oratio
ckcata" (Nd.1815). Dies ist eine
Lobrede auf den heil. Philippus Nerius,
über welchen F. schon früher: „Oo^inma
cls 6. MAoo ^Verio« (Ndä. 1795) her-
ausgegeben hatte. Außerdem fanden sich
in seinem Nachlasse viele Elegien, Oden,
Epigramme und andere Gedichte, sämmt-
lich in lateinischer Sprache, der einzigen,
in welcher F. schrieb und die ihm ebenso
geläufig wie seine Muttersprache war.
Vor der zweiten in Padna 1815 erschienenen
Auflage seines Werkes: »Vitko i1In3ti-5uni
virorum gsmiuNrii k>ata.viui" befindet sich
dessen von Seb. Melan geschriebenes Nio
turg, äei U'ioolo S Oirolama V'ra.tsUI
a, 8°.) XIII. Lcl. 8. 183: dioFiaüoko intorna <3iov2.inbl>.ttist2. V'Orra.ri«
— und XXVIII. Lä. 8. 341 ldaselbft die
Lobrede auf F. von seinem Nachfolger Geb.
Melan). — Ersch (I. S.) und Grub er
(I. G.), Allg. Encyklopädie der Wissenschaf-
ten und Künste (Leipzig 1822, Gleoitfch, 4°.)
I. Sect. 43. Thl. S. 227. — Ruuvoiio
äirLLtwQ ä6 Nr. 1s Vi. Hoskäi
1853) XVII. Lä. 8x. 517 Mt der irrigen
Angabe des Geburtsortes, der daselbst Trieft
genannt wird, offenbar eine Verwechslung
mit dem bei Este gelegenen Trefto).
Ferrari, Joseph (Philosoph. Schrift-
steller, geb. zu Mailand 1811). Be-
suchte die Unterrichts - Anstalten seiner
Vaterstadt und verlegte sich auf das Stu-
dium der Philosophie. Er war ein Schüler
von R 0 magn 0 si und arbeitete vor seiner
Uebersiedelung nach Frankreich an italie-
nischen Journalen, welche viele philoso-
phische Artikel seiner Feder enthalten.
Im Alter von 24 Jahren besorgte er
eine Gesammtausgabe der Werke von
Vico (Mailand 1834 und 35), in sechs
Bänden, welche sehr geschätzt ist. Nun
begab er sich nach Paris und war einer
der fleißigsten Mitarbeiter der „Ii.6^li6
ä68 äsux rQ0riä68") worin die Artikel:
ia
i") alle ans semer Feder geflossen
sind. In seinem 1839 erschienenen Werke:
„Nco st i'Italia" (?^ri8 1839), hat er
die Geschichte des unter dem Namen
)Feis^a Tmova" bekannten Systems von
Vico und dessen Zusammenhang mit
den neueren Systemen niedergelegt. Spä-
ter erschien von ihm: „läess H^ la Hioli-
cls I'iaton. st cl^T-^tots
( 1842^ 8°.). Als er als Supplent
des Abbs Bautain an der Straßbur-
ger Facultat öffentliche Vorlesungen hielt,
wurde er beschuldigt, in seinen Vorträ-
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Egervári-Füchs, Volume 4
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Egervári-Füchs
- Volume
- 4
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1858
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 422
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon